Skip to main content

Wirtschaftswachstum

Kommunalforum in Baden-Baden: Sparkassen-Präsident warnt vor überhöhter Schuldenpolitik

Angesichts der aktuellen Krise hat Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, vor Schulden-Folgen gewarnt. Insbesondere Kommunen seien am stärksten betroffen.

Das Bayerische Oberste Landesgericht verhandelt Musterklagen der Verbraucherzentrale gegen Sparkassen.
Angesichts der derzeitigen Krise seien Kommunen in Baden-Württemberg besser aufgestellt als etwa im Rest des Landes. (Symbolbild) Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Der Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg hat vor der Annahme gewarnt, Schulden förderten automatisch Wachstum und Wohlstand. Die Gleichung „höhere Schulden gleich höheres Wachstum und Wohlstand“ gehe nicht auf, mahnte Peter Schneider am Mittwoch beim Kommunalforum des Verbandes in Baden-Baden.

Lieferkettenprobleme, Energieknappheit und explodierende Preise nach Corona und durch den Krieg, aber auch Dauerbrenner wie Digitalisierung, Klimawandel und Demografie träfen vor allem die kommunale Ebene. „Denn Kommunen sind immer am nächsten dran“, sagte Schneider laut Redemanuskript vor Hunderten Kommunalvertretern.

„Für Sie in den Kommunen sind es Herausforderungen mit einer immensen Sprengkraft vor Ort“, sagte der Verbandspräsident. Städte, Gemeinden und Kreise müssten etwa den existenziellen Betrieb von Kliniken, Pflegeheimen, Schulen und Kitas gewährleisten. „Leichter hat es die Kommune, die möglichst geringe Schulden hat, denn dann besteht jetzt eine höhere Handlungsfähigkeit.“

Baden-Württembergische Kommunen sind im Vorteil

Hier seien die Kommunen in Baden-Württemberg verglichen mit anderen Bundesländern ganz gut aufgestellt, sagte er.

Zumal der Erhalt von Schuldentragfähigkeit ein wichtiger Teil nachhaltigen Handelns ist. Das wird vielfach in den ganzen Nachhaltigkeitsdiskussionen vergessen.
Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg

Ein großes Manko sieht Schneider bei der Digitalisierung: „Wir reden in Deutschland viel über Digitalisierung, über autonomes Fahren und künstliche Intelligenz. Wir haben aber immer noch die gleichen Funklöcher wie vor 20 Jahren.“ Hier gebe es noch viel Luft nach oben.

nach oben Zurück zum Seitenanfang