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Künstler fern der Konvention

Der Baden-Badener Len Nesselhauf lebt und arbeitet in einem Bauwagen

Die Geschichte des Künstlers Leonhard „Len“ Nesselhauf aus dem Baden-Badener Stadtteil Varnhalt ist eine beinahe unendliche. Drachen als Hausbalken, Kobraköpfe als Pkw-Schalthebel und kletternde Ziegen kommen darin ebenso vor wie „Säckel“ mit Fratzen oder der Körper einer nackten Frau, die zugleich Löwe und Adler ist (all dies aus Holz). 

Len Nesselhauf vor seinem Bauwagen zwischen Steinbach und Varnhalt. Im Sommer möchte er hier eventuell eine Ausstellung organisieren. Foto: Katrin König-Derki

Silberne Haken als Kettenanhänger, ein Bienenstock im hohlen Baumstamm, Wurzeln, die in Lens Händen ein neues Eigenleben entfalteten, eine blutige Spritze mit Schreibfeder „zum Unterschreiben großer Schecks“ oder eine Miniaturstadt aus Backsteinen.

Masken, Marionetten, Schalen. Eine „Scheißkugel“, die er eigentlich vergolden wollte: „Außen Gold, innen Scheiße. Dem Zeitgeist entsprechend.“

Ja, Len sieht mehr als andere in der Welt, die uns umgibt; er sieht, verwandelt, ändert Perspektiven. Kabel, die er aus dem Bach hinter seinem Haus fischte, hat er in einem Glaskasten ausgestellt und mit einem Titel versehen: „Kabel mit Versteinerung, 90.000 Jahre.“ Manches, sagt er dazu, entstehe einfach aus „Kreativitätsüberschuss“.

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