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Franka Hänig kennt sich aus

Licht aus und Kerzen an: Expertin gibt Wellness-Tipps für daheim

Einst galten O-Saft und Sauna im Hotel schon als Wellnessangebot. Doch die Ansprüche sind deutlich gestiegen. Aber Wellnesshotels und Thermalbäder sowie andere Einrichtungen haben wegen der Corona-Krise derzeit geschlossen. Wellness geht auch daheim. Eine Expertin gibt Tipps.

Franka Hänig ist Chefredakteurin des in Baden-Baden erscheinenden Wellness-Reise-Magazins SPA inside. Foto: redspa
Die Zeit nach Corona kommt bestimmt. Wellnessfreunde müssen aber auch in diesen Tagen nicht auf ein Wellnesserlebnis verzichten. Franka Hänig, Chefredakteurin des in Baden-Baden erscheinenden Wellness-Reise-Magazins „SPA inside“, hat Tipps für  für Wellness zusammengestellt, die sich daheim realisieren lassen.

Tipp1: Sanfter Start in den Morgen

Gut geschlafen und bereit für den neuen Tag? Wie wäre es mit einem sanften Workout, um den Körper zu aktivieren? Der Sonnengruß, eine spezielle Abfolge von zwölf verschiedenen Asanas, also Yogaübungen, dynamisch ausgeführt, bringt Sie in Schwung.

Ein weiterer Pluspunkt: Yoga stärkt nachweislich das Immunsystem! Das Schöne an den gelenkschonenden Dehnübungen: Sie brauchen eigentlich nichts, außer eine Yogamatte. Wenn die nicht zur Hand ist – ein Teppich tut es auch. Zehn Minuten sind völlig ausreichend. Und Sie werden sehen, das Morgenritual werden Sie bald nicht mehr missen wollen.

Übrigens: Im Internet gibt es zahlreiche YouTube-Tutorials. Und mittlerweile haben viele Yogastudios von nebenan auch eigene Videos auf ihren Internetseiten im Angebot. Eine gute Gelegenheit mal was Neues auszuprobieren, solange das Fitnessstudio geschlossen hat.

Tipp 2: Lass’ die Sonne in dein Herz

Sonnenstrahlen kurbeln die Vitamin-D-Produktion an. Zusammen mit Kalzium hilft das gegen mögliche Osteoporose. UVB-Strahlen sind außerdem wichtige Impulsgeber für das Hormonsystem. Fällt Licht auf die Netzhaut, beginnt im Stammhirn die Produktion des Glückshormons Serotonin.

Bei aller Begeisterung für die Sonne: Wenn Sie rausgehen, ab sofort nie ohne Sonnencreme. Zu viel UV-Strahlung schadet der Haut, lässt sie alt und faltig aussehen. Am besten also einen Spaziergang nicht in der Mittagspause starten, sondern bevor Sie im Homeoffice ans Werk gehen oder am Nachmittag nach all den Videokonferenzen.

Die Sonne in der freien Natur genießen , das ist für viele auch Wellness - aber nicht zu lange. das könnte Sonnenbrand geben. Foto: Bernd Kamleitner

Mein Tipp: Nach einem längeren Aufenthalt im Garten, das Gesicht sanft reinigen, eine Feuchtigkeitsmaske auftragen, Beine hochlegen und für ein paar Minuten relaxen – vielleicht mit einer Meditations-CD?

Tipp3: Mein Bad? Mein Home Spa!

Mindestens einmal in der Woche gehört das Bad jetzt Ihnen ganz allein. Wenn schon der Aufenthalt im Wellnesshotel storniert werden musste, wird eben jetzt die heimische Nasszelle zum Home Spa. Also Licht aus und Kerzen an.

Franka Hänig ist Chefredakteurin des in Baden-Baden erscheinenden Wellness-Reise-Magazins SPA inside. Foto: redspa

Sie mögen Duftkerzen? Dann empfehle ich Ihnen stimmungsaufhellende Düfte wie Rosengeranie, Bergamotte, Grapefruit und beruhigende wie Orange, Lavendel und Vanille. Statt einem Schaumbad lieber ein paar Tropfen pflegendes Mandelöl, damit die Haut während des Badens nicht austrocknet.

Vor dem Bad den Körper mit Bürste sanft abreiben

Bevor Sie in die Fluten steigen, den Körper mit einer Bürste oder Luffaschwamm sanft abreiben. Nach dem Baden eine reichhaltige Körperbutter oder ein Bodyöl von den Füßen bis zu den Schultern einmassieren, in die gemütliche Homewear schlüpfen und nachruhen. Mindestens 30 Minuten.

Tipp für durch ständiges Waschen strapazierte, rissige Hände: Diese mit der Körperbutter messerrückendick bestreichen und dünne Baumwollhandschuhe oder locker sitzende Gummihandschuhe überziehen. Am besten über Nacht einwirken lassen.

Tipp 4: Gute Nacht!

Nachts regeneriert sich unser Körper, wehrt Krankheiten ab, macht uns stark für den nächsten Tag. Neben einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung ist ein erholsamer Schlaf der Schlüssel zu einem körperlich und geistig gesunden Leben. Nutzen Sie die Zeit zu Hause.

Eine Extraportion Schlaf

Statt wie sonst abends noch etwas trinken und damit spät ins Bett zu gehen, jetzt lieber eine Extraportion Schlaf holen. Für gute Träume vorher im Schlafzimmer durchlüften und einen Entspannungstee mit Hopfen oder Melisse trinken. Toll sind auch sogenannte Kissensprays, die feine ätherische Öle enthalten, die zusätzlich schlaffördernd wirken.

Einfach mal wieder mehr schlafen - das tut gut. Foto: dpa

Smartphones haben im Schlafzimmer nichts zu suchen

Tipp: Smartphones haben im Schlafzimmer nichts zu suchen. Neben den elektromagnetischen Wellen ist es vor allem das blaue Licht, die sogenannte HEV-Strahlung (High Energy Visible, also hochenergetisches, sichtbares Licht) des Displays, was den Augen und dem Hirn signalisiert, dass noch nicht Bettzeit ist. Kein Wunder also, wenn man nach der zehnten WhatsApp nicht mehr schlafen kann.

Entspannung bei einem Wellness-Wochenende, die Batterie aufladen – das schätzen viele Menschen. In der Corona-Krise dürfen entsprechende Einrichtungen wie Hotels oder Thermalbäder nicht öffnen. Wellness kann sich allerdings jeder zu Hause gönnen, findet Franka Hänig . Als Chefredakteurin des in Baden-Baden erscheinenden Wellness-Reise-Magazins „ SPA inside “ kennt sie die besten Wellness-Hotels in der Welt zum Teil aus eigener Anschauung. Als Vorbild für viele internationale Häuser nennt sie etwa den Wellness-Bereich in Brenners Parkhotel in Baden-Baden. Doch auch dort ruht derzeit der Betrieb. Unter Wellness, gemeint ist körperliches und geistiges Wohlbefinden, verstehen viele Menschen ganz Unterschiedliches: Der eine entspannt beim Lesen eines Buches unterm Baum, der andere beim Joggen, bei einem Vollbad in der Wanne oder in der Liege am Pool. „Jeder muss für sich herausfinden, was ihm guttut“, empfiehlt Hänig. Das Reisen fehlt ihr derzeit schon, gesteht die Chefredakteurin des monatlich erscheinenden Hochglanz-Magazins. Zuletzt hat sie im Februar auf Mallorca ein neues Hotel unter die Lupe genommen. „Ich war noch nie so lange am Stück zu Hause“, berichtet die Journalistin. Die Themen gehen ihr und ihren Autoren aber dennoch nicht aus, versichert sie. Im Kern gehe es darum, bei den Lesern Lust zu wecken auf Fernweh, das hoffentlich wieder erwache, wenn die Corona-Einschränkungen wieder aufgehoben werden.

Was sie derzeit persönlich am meisten vermisst? „Das Meer!“ Sie genießt gerne mit der Familie etwa die bretonische Küste in Frankreich. Um Schönes zu erleben, müsse man aber nicht unbedingt weit reisen. Auch Deutschland biete viele wunderbare Ziele. Einen Geheimtipp für Wellness-Urlauber hat sie auch: Den Spreewald – „einfach zauberhaft.“ kam

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