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Mythen ranken sich um den Beruf

Mehr als nur Löcher ausheben: Zu Besuch bei Baden-Badens Totengräbern

So manchen schaudert es schon beim Gedanken an Verwesung, Knochen und Leichengeruch. Für Jörg Sauer und Martin Stubenrauch ist das Alltag: Beide sind Totengräber auf den Friedhöfen in Baden-Baden.
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Nachts auf dem Friedhof: Dichter Nebel zieht über das Land. In einem Loch steht ein Mann, knietief steckt er in der Erde. Mit rhythmisch Schlägen rammt er seinen Spaten in die Erde. Immer, immer wieder. Rundherum ist es totenstill.

Verwesungsgeruch, Leichenschau und Gebeine, allerhand Mythen ranken um den Beruf des Totengräbers. Jörg Sauer und Martin Stubenrauch aber sagen: „Das ist ein ganz normaler Beruf.“ Die zwei müssen es wissen. Seit etlichen Jahren arbeiten die Männer als Grabmacher beziehungsweise Krematoren auf den Friedhöfen in Baden-Baden. Das Ausheben von Gräbern gehört zu ihren Aufgaben. Allerdings nicht bei Nacht und Nebel. Und von Hand schaufeln sie nur noch Urnengräber aus. Für Sargbestattungen nutzen sie längst einen Bagger.

„Totengräber machen viel mehr als nur Löcher buddeln“, sagt Stubenrauch. Was noch alles dazugehört, erzählen der 62-Jährige und sein 48-jähriger Kollege. Sie berichten, wie sie mit Tod und Trauer zurechtkommen. Von Berührungsängsten reden sie und von einer neuen Sicht auf das Leben. Nicht zuletzt verraten sie, wie man Totengräber wird und warum sie sich dafür entschieden haben.

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