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Meinung

von Harald Holzmann

Aufbruchstimmung

Runderneuerte Kandidatenliste der CDU Baden-Baden ist ein überzeugendes Angebot

Die Baden-Badener CDU schickt ihre Kandidaten extrem früh, 201 Tage vor der Kommunalwahl, ins Rennen. Die Bewerberliste ist ein mutiges Zeugnis davon, dass die Union in der Kurstadt fest verankert ist.

CDU-Delegierte im Rantastic bei der Wahl der Kandidaten für die Kommunalwahl 2024
Die CDU-Delegierten stimmen geheim ab. Hinter den mobilen Wahlkabinen wird die runderneuerte Liste angekreuzt. Foto: Harald Holzmann

Die Baden-Badener CDU geht mit einer runderneuerten Kandidatenliste in den Kommunalwahlkampf 2024. Notgedrungen, denn die meisten der derzeit zehn Stadträte, die die Partei in der Kurstadt stellt, gehen nicht mehr ins Rennen.

Und da die vielen Neuen auf der CDU-Liste sicher einige Zeit brauchen werden, um beim Wahlvolk bekannt zu werden, tut die Union auch gut daran, 201 Tage vor dem Wahltermin im Juni 2024 einen so frühen Start hinzulegen.

Die CDU hat dabei tüchtig vorgelegt. Viele Frauen stehen auf der Kandidatenliste, eine ganze Menge jüngere Leute, stadtbekannte Menschen mit Migrationshintergrund und mit völlig unterschiedlichem Erfahrungsschatz sowie aus allen Stadtteilen Baden-Badens. Damit hat die Partei einen Maßstab gesetzt, an dem sich die Mitbewerber, die in den kommenden Monaten ebenfalls ihre Bewerberlisten vorlegen werden, messen lassen müssen.

Zusammengehalten wird das alles von Spitzenkandidat Ansgar Gernsbeck, der am Dienstagabend bei seiner Rede frisch und angriffslustig erschien, der Landtagsabgeordneten in spe Cornelia von Loga sowie dem einzigen verbliebenen „alten Recken“ auf der Kandidatenliste, Klaus Bloedt-Werner. Dem Rebländer dürfte ein Platz sicher sein – trotz seiner eher wenig aussichtsreichen Position auf der Liste.

Aufbruchstimmung deutlich spürbar

Die Aufbruchstimmung der 83 Delegierten im Rantastic war deutlich spürbar. Besonders die 15-jährige Claire Gantner und Caritas-Vorstandsvorsitzender Alexander Stummvoll, der von den CDU-Mitgliedern in geheimer Wahl auf Platz drei der Liste gehievt wurde, bewegten mit ihren Vorstellungsreden die Gemüter der Zuhörer. Ob die Schülerin den Sprung in den Gemeinderat schafft, das wird man sehen. Die Baden-Badener Wähler tun sich bekanntermaßen schwer mit jungen Bewerberinnen und Bewerbern.

Man braucht jedoch kein Prophet zu sein, um zu erkennen, dass Alexander Stummvoll und auch die auf Platz zwei platzierte JU-Chefin Patricia Schmid in der Baden-Badener CDU künftig eine wichtigere Rolle spielen könnten als bisher.

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