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Umstellung auf Digitalfunk

Kein Rauschen mehr: Im Baden-Badener Michaelstunnel gibt es jetzt Radioempfang

Radio-Rauschen gehört im Michaelstunnel in Baden-Baden der Vergangenheit an: Im Tunnel gibt es jetzt Digitalfunk. Dabei spielt auch Verkehrssicherheit eine große Rolle.

Im Michaelstunnel, der unter der Innenstadt Baden-Badens durchführt, gibt es seit 1. Januar Digitalfunk und DAB+-Technik. Foto: Beatrix Ottmüller

Kein Stören mehr, der Radio-Sender duckt sich nicht weg, wenn man durch den Michaelstunnel fährt. Seit dem 1. Januar gibt es auch unter der Kurstadt glasklaren Empfang. Das ist dank der Umstellung auf Digitalfunk und DAB+-Technik möglich.

Der Straßentunnel auf der B500 wurde im Dezember 2020 mit digitalem Empfang nachgerüstet, um ihn sicherer zu machen. Bisher waren nur Analogfunk und Radioeinspeisung über UKW vorhanden.

Durch DAB+ sind nicht nur mehr Radioprogramme im Tunnel empfangbar, auch der Sicherheitsaspekt spielt bei der Ausstattung eine große Rolle. Kommt es im Tunnel zu einem Ereignis, das den Verkehr beeinflusst, werden die Autofahrer über eine Notfalldurchsage informiert.

Rettungskräfte und Polizei kommunizieren im Michaelstunnel per Digitalfunk

Dies ist im Zuge der Nachrüstung nicht nur in den im Tunnel ausgestrahlten UKW-Programmen möglich, sondern auch in den DAB+-Programmen. Neben der Warnung und Information dient der Digitalfunk auch den Rettungskräften und der Polizei für ein sichereres Kommunizieren in und um die Tunnelbauwerke.

Die eigentliche Infrastruktur für die neue Technik wurde bereits bei der Nachrüstung des Tunnels in den Jahren 2011 bis 2012 eingebaut, sodass im Zuge der Errichtung des Digitalfunks inklusive DAB+ lediglich Technik wie Repeater in bestehende Schränke oder eine Antenne an einen bestehenden Antennenmast installiert werden mussten.

Die Arbeiten konnten unter laufendem Verkehr ausgeführt werden, da die Tunnelfunkstellen sich im Betriebsgebäude und im Rettungsstollen befinden. Lediglich zur Abnahme durch die Autorisierte Stelle Digitalfunk Baden-Württemberg (ASDBW) mussten mittels eines Testfahrzeugs die Abnahmemessungen auf der Strecke durchgeführt werden. Dafür musste der Tunnel aber nicht gesperrt werden.

Tunnel ab einer Länge von 400 Metern müssen laut den Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln mit mindestens einem UKW-Rundfunksender mit Verkehrsfunkkennung ausgestattet werden.

Ausbau des DAB+-Netzes in Baden-Württemberg

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, werden immer mehr Tunnel zusätzlich mit DAB+ nachgerüstet. Seit Ende des Jahres 2014 wird das DAB+-Netz in Baden-Württemberg kontinuierlich ausgebaut.

Auf einer Fläche von knapp 97 Prozent ist mittlerweile der mobile Empfang von SWR-Radioprogrammen möglich und steht damit auf den Straßen in Baden-Württemberg weitgehend zur Verfügung. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Fahrzeuge mit einem DAB+-fähigen Autoradio zu.

Die Zusammenarbeit der Sendeanstalt mit den Regierungspräsidien und Straßenbauämtern verläuft wie folgt: Der SWR meldet der anfragenden Stelle, welche Frequenzen und Blöcke in Frage kommen und welcher Senderstandort angesteuert werden kann und das stärkste Signal liefern sollte. Wenn nötig, finden Messungen vor Ort statt und die Messergebnisse werden den Regierungspräsidien zur Verfügung gestellt.

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