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Termine ab sofort buchbar

Neuer Impfstützpunkt eröffnet am Augustaplatz in Baden-Baden

Ab jetzt gebe es „keine Ausrede mehr“, betont Oberbürgermeisterin Margret Mergen am Freitag bei der Eröffnung eines neuen Impfstützpunktes in Baden-Baden. Denn ab Samstag gibt es die Spritze auch am Augustaplatz.

Auf dem Dach des Gebäudes am Augustaplatz wird für das Impfzentrum geworben. Foto: Sarah Gallenberger

Nachdem die Spritze im Vorjahr vor allem unter den Kronleuchtern im Kurhaus gesetzt wurde, gebe es mit der Location in der Stadtmitte nun „zum zweiten Mal das schönste Impfzentrum in Deutschland“, findet die OB. Seit November vergangenen Jahres wird in Baden-Baden an verschiedenen Stützpunkten der Impfstoff gegen Corona verabreicht, was die Rathauschefin für sehr wichtig erachtet: „Impfen statt Schimpfen“, wirbt sie für die „wichtigste“ Schutzmaßnahme gegen das Virus.

Ein Argument dafür, dass die Injektion – entgegen der Aussage vieler Gegner – sehr wohl Erfolge zeigt, kann Mergen direkt liefern: „80 Prozent der Patienten im Klinikum sind ungeimpft.“ Es sei ihr durchaus bewusst, dass es immer mal wieder auch Menschen treffe, die sich zuvor die Spritze gegen Corona haben setzen lassen, „aber Impfdurchbrüche gab es schon immer, da wurde nur nie drüber geredet“.

Zudem sei der Krankheitsverlauf in diesen Fällen um einiges schwächer. Somit stehe für sie fest: „Das ist die beste Prävention für uns und unsere Gesellschaft.“ Ebenfalls betonen möchte die OB, dass selten ein Impfstoff in so kurzer Zeit entwickelt worden sei.

Gebäude ist barrierefrei und gut erreichbar

Nachdem nun ausdrücklich auch für Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren das Auffrischen der Impfung ausgesprochen wurde, halten alle Beteiligten den „Blue Room“ am Augustaplatz für eine gelungene Wahl als Impfstützpunkt, weil um ihn herum sämtliche Schulen Baden-Badens ihren Standort haben.

Mergen: „Wenn sich jemand jetzt nicht impfen lässt, kann ich das dann überhaupt nicht nachvollziehen.“ Das Medienhaus von Karlheinz Kögel am Augustaplatz sei barrierefrei und sowohl mit dem Bus als auch zu Fuß gut erreichbar. Direkt vor der Tür gebe es zudem eine Tiefgarage.

Karlheinz Kögel, Initiator des Impfstützpunktes, freut sich über den neuen Standort. Vor allem gehe es ihm um die Kinder, die während der Pandemie „am schlimmsten dran“ seien. Um dem Nachwuchs die „Angst vor der Spritze“ zu nehmen, habe er sogar überlegt, künftig Batman durch das Gebäude laufen zu lassen. Ein zweiter Grund für Kögel: In den vergangenen Wochen fanden immer wieder Demos von „Impfgegnern und Corona-Leugnern“ am Augustaplatz statt: „In welcher Welt leben wir hier eigentlich?“ Mit dem Impfangebot möchte er „ein Zeichen setzen“.

Auch Bürgermeister Roland Kaiser (Grüne) befürwortet den neuen Stützpunkt. Die Inzidenz steige weiter, trotzdem betont er: „Wir sind am besten durchgeimpft.“ Baden-Badens Bürger stünden in Baden-Württemberg an erster Stelle: „Jedes Prozent, das wir draufsetzen können, ist wertvoll.“ Der Bürgermeister berichtet trotzdem von Corona-Fällen, die Tests hätten an zehn Schulen (24 Personen) und in acht Kindergärten (18 Kinder und vier Mitarbeiter) angeschlagen.

Im Altenpflegeheim Schafberg seien 15 Personen betroffen. Damit so etwas künftig nicht mehr passiert, „werden wir in unseren Impfaktivitäten nicht nachlassen“. Das betont auch die OB erneut: „Ich spreche mich ganz klar für eine Impfpflicht aus.“ Termine für die Impfstützpunkte sind online zu vereinbaren:

www.baden-baden.de/impftermine

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