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Neues Wildschweingehege im Baden-Badener Merkurwald

Am Merkurwald in Baden-Baden wird es in Kürze ein zweites Wildschweingehege geben. Nicht, weil die Rotte vergrößert werden soll, sondern weil der Waldboden geschont werden muss.

Hinter Schloss und Riegel, so wie hier am Wildgehege unterhalb des Merkur, hätten viele gerne die Wildschweine. In freier Natur sind in Baden-Baden im vergangenen Jahr 445 Tiere erlegt worden. Foto: Bernd Kappler

Ein neues Wildschweingehege in Baden-Baden - das kündigten Forstamtsleiter Thomas Hauck und Revierleiterin Madeleine Fitterer bei der jüngsten Waldbereisung des Gemeinderates an.

Das beliebte Ausflugsziel im Baden-Badener Wildgehege zeigt nämlich erhebliche Wühlschäden. Deshalb soll das bestehende Gehege auf der südlichen Seite des Weges wieder genutzt werden.

Dann können die Tiere die beiden Gatter wechselseitig bewohnen. Aktuell sind auf dem zwei Hektar großen bestehenden Gelände vier Sauen, drei Eber und 16 Frischlinge zu Hause. Da das Nahrungsangebot nicht ausreicht, müssen Mais, Getreide und Grünfutter zugefüttert werden, erläuterte Forstwirtin Madeleine Fitterer.

Neues Gehege im Merkurwald kostet 12.000 bis 15.000 Euro

Bevor der Umzug ins obere Gatter kommen kann, muss das erstmal hergerichtet werden. 400 neue Holzpfosten sind erforderlich. Die Kosten beziffert das Forstamt auf 12.000 bis 15.000 Euro. Geld, das im Prinzip in die Naherholung und den Tourismus investiert wird.

Denn in freier Wildbahn können Wildschweine nur selten beobachtet werden, obwohl ihre Zahl eigentlich viel zu hoch ist. Und wenn doch, kann es auch schnell gefährlich werden, denn mit Rotten, die Frischlinge in ihren Reihen haben, ist nicht zu spaßen. Die Muttertiere verteidigen ihren Nachwuchs auch gegen Menschen.

Deutliche Spuren zeigt das Wildschweingehege im Merkurwald. Auf der anderen Seite des Weges soll jetzt ein Ausweichquartier reaktiviert werden, damit sich der Waldboden erholen kann. Foto: Bernd Kappler

Da ist das Naturerlebnis im Wildgehege gefahrloser. „Aber Vorsicht“, rät Madeleine Fitterer. Fotografieren ja, aber streicheln nein. Denn auch hinter dem Zaun können die Tiere zubeißen. Wildschweingehege sind keine Streichelzoos, so ihre Warnung.

Das Wildgehege im Stadtwald ist mit leichten Anstiegen bequem von der Talstation der Merkurbahn aus zu erreichen. Neben Wildschweinen sind unter anderem auch Rotwild, Damhirsche und Mufflons zu beobachten. Ein rund vier Kilometer langer Rundweg mit 130 Höhenmetern erschließt das Gelände. Die Tour dauert je nach Tempo eine bis anderthalb Stunden.

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