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Dauerärgernis in Baden-Baden

Party-Müll sorgt in Baden-Baden für Frust

Die Bilder gleichen sich: Nach einem durch gefeierten Wochenende müssen Angestellte der Stadt Baden-Baden Müllberge von den öffentlichen Grillplätzen entsorgen.

Kein schöner Anblick: Immer mehr Abfallbehälter quellen insbesondere am Wochenende über. Eine Vermüllung registriert die Stadtverwaltung auch an öffentlichen Grillplätzen. Foto: Bernd Kamleitner

Die Mitarbeiter des städtischen Forstamtes sind zumeist die ersten, die an den „Tatort” kommen. Was sie zu sehen bekommen, ist nichts für zart besaitete Gemüter. Thomas Hauck, Chef des Fachgebiets Forst und Natur der Stadtverwaltung kann davon ein Lied singen und hat Anfang der Woche entsprechende Beobachtungen an Grillplätzen mit Fotos dokumentiert. Müllsäcke, die neben Abfallbehältern gestapelt sind, zählen noch zum eher Erträglichen. Aber es gibt auch Anblicke, die man keinem Mitmenschen zumuten möchte - einfach nur ekelerregend.

Bürgermeister Alexander Uhlig (CDU) hatte nur ein Fazit, als er die Fotos Journalisten präsentierte: „Es gibt einige, die keinerlei Anstand besitzen! Das ist empörend!” Einer der Hotspots der immer wiederkehrenden Vermüllung ist die Grillhütte am Scherrhaldekopf, eine große und bei Feiernden offensichtlich sehr beliebte Lichtung im Stadtwald von Baden-Baden. „Man fragt sich, welche Leute das sind, die da feiern”, lautet das Urteil von Uhlig.

Zudem wird immer öfter Vandalismus registriert. So wurde jüngst etwa die Schrankenanlage demoliert. Die Konsequenz liegt für den Bau-Dezernenten auf der Hand: „Es geht nur über Kontrollen.” Doch dafür bedürfe es der Unterstützung der Polizei.

SPD-Stadtrat Werner Henn hat ähnliche Beobachtungen gemacht. Er spricht zudem von Grünanlagen, die am Wochenende regelrecht zugemüllt würden. Pizzakartons und Essensreste, ja selbst stinkende Windeln zählten zu den Hinterlassenschaften. Gehen entsprechende Hinweise im Rathaus ein, würden der Gemeindliche Vollzugsdienst und die Polizei aktiv, erläutert der für Ordnung und Sicherheit zuständige Bürgermeister Roland Kaiser. „Wir sind dankbar für Hinweise”, betont der Grünen-Politiker.

Die Stadtverwaltung und ihre Mitarbeiter könnten der Sache aber allein nicht Herr werden. Auch die Bevölkerung ist gefragt, findet Kaiser. Er appelliert an Menschen, die Verstöße beobachten, auf die Verursacher zuzugehen mit dem Hinweis. den Müll mitzunehmen und über die dafür vorgesehenen Behälter ordnungsgemäß zu entsorgen.

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