Skip to main content

Viel positives Feedback

Performance-Programm in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden berührt alle Sinne

Das vielfältige Performance-Programm „State and Nature“ in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden lässt die Zuschauerzahlen steigen. Nun kündigt die Kunsthalle aufgrund des hohen Zuspruchs Folgetermine an.

Alexandra Piricis verwandelt bei ihrer Performance „Terrafirm“ eine Satin-Decke in eine Art Landschaft. Die durchlöcherte Materie beherbergt beherbergte Körper, die von ihr Besitz zu ergreifen scheinen. Foto: Andrei Dinu

Cagla Ilk, die neue Direktorin der Staatlichen Kunsthalle punktet schon seit Ende Oktober mit einem außergewöhnlichen zeitgenössischen Performance-Programm unter dem Titel „State and Nature“ bei den Besuchern. Gemeinsam mit Misal Adnan Yildiz wirkte sie dabei zugleich auch als Kuratorin. „Wir haben neue Arbeiten in Auftrag gegeben und konzipiert, die speziell für Baden-Baden geschaffen wurden“, erzählt Ilk.

Mit dem Feedback der Besucher – soviel sei vorweg genommen – ist die neue Direktorin übrigens sehr zufrieden und verweist auf steigende Zuschauerzahlen.

Diesem Zuspruch sei es geschuldet, dass es Folgetermine, etwa bei Alexandra Piricis Terraform gibt. Vom 11. bis zum 14. November lässt sich das Publikum gemeinsam mit den Performerinnen darauf ein, Teil des Ganzen zu werden.

Pirici verwandelt eine Satindecke in einer Art Landschaft. Die durchlöcherte Materie beherbergt belebte Körper, die von ihr Besitz zu ergreifen scheinen oder ein Teil ihrer selbst werden. Grenzen werden verwischt, indem sich reale und fiktive Verhaltensweisen aber auch historische und kulturelle Referenzen überlagern um zu Neuem zu werden.

Performances sind auf die Ausstellung in Baden-Baden abgestimmt

Die Idee, die sich dahinter verbirgt, ist die Umgestaltung der Erde in dem einem gemeinsame Welt entsteht. Terraform feierte am 31. Oktober Premiere und wird nochmals am 11. und 12. November bei freiem Eintritt, sowie am 13. und 14. November gezeigt. Start der rund einstündigen Vorführung ist zwischen 14 und 18 Uhr, jeweils zur vollen Stunde.

„Ein echter Glücksfall“, sagt die Direktorin. Denn die Künstlerin schaffe nur alle zwei Jahre eine neue Performance, die nun in Baden-Baden – ganz neu – gezeigt werde.

Auch Regina José Galindos Birds sind auf Baden-Baden abgestimmt worden, indessen aber schon weitergeflogen. Sie werden als nächstes in Korea zu Gast sein, nachdem sie in der Kunsthalle mit ihren Masken und Geräuschen faszinierte.

Kochen, gemeinsames Essen und Videoarbeiten: Die Performances sind vielfältig

Das Performance-Programm bittet obendrein am 14. November um 19.30 Uhr gewissermaßen zu Tisch, wenn Mehtap Baydu den Austausch zwischen Frauen thematisiert. Mit neun von ihnen wird sie an diesem Abend zudem verschiedene Speisen zubereiten, die im Anschluss mit den Gästen verzehrt werden.

Diese Gerichte haben übrigens immer Bezug zum Weiblichen. So gebe es etwa Spezialitäten, deren Namen sich mit „Mutter und Tochter“, „Witwensuppe“ oder den „Lippen der Schönheit“ übersetzen lassen. „Weil gegessen wird, benötigen wir hier unbedingt eine Voranmeldung“, betont Cagla Ilk, die zugleich auf die Filmvorführungen am 19. und 20. November hinweist.

Zwei Videoarbeiten der Filmemacher Denise Ferreira da Silva und Arjuna Nauman stehen dabei auf dem Programm. Künstlerisch in Szene gesetzt geht es dabei um globale Beziehungen zwischen Migration, Gewalt, Kolonialismus und um die Zerstörung der Umwelt. Der klare filmische Stil und die beeindruckende Ästhetik bilden eine eindrucksvolle Mischung mit Blick auf die unbequemen Inhalte.

Licht verwandelt die Kunsthalle Baden-Baden in einen Garten

Um die Sinne vollumfänglich zu berühren winkt obendrein am 19. und 20. November jeweils um 14 Uhr eine Robodynamische Diffusion. So jedenfalls nennen Michael Akstaller, Nele Jäger, Oliver Mayer und Jan St. Werner ihr Projekt, in dem es um die räumliche Wirkung von Klang gehen wird.

Die Transformation von Raum in Klang soll gelingen, in dem Klänge von Instrumenten entkoppelt werden. Die Töne sollen sich frei im Raum bewegen. Schallwellen brechen sich, es entstehen Reflexionen und Resonanzen. So wird der Raum letztlich selbst zum Teil des Instruments.

Obendrein verwandelt Paulinhx Desbats gegenwärtig das Foyer der Kunsthalle in einen fantasievollen Garten, indem er sich spezieller Lichttechniken bedient.

nach oben Zurück zum Seitenanfang