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Reaktion auf Diebstahl der israelischen Fahne

Solidarität mit jüdischen Mitbürgern: Bei Mahnwache in Baden-Baden greift nicht nur der Rabbiner zum Mikrofon

Rund 150 Personen fanden sich am Wochenende auf Einladung der Israelitischen Kultusgemeinde vor dem Palais Gagarin am Augustaplatz zu einer Mahnwache unter dem Titel „Gegen jeden Antisemitismus“ ein, um Solidarität und Toleranz mit den jüdischen Mitbürgern zu zeigen.

Rund 150 Personen sind am Augustaplatz zu einer Mahnwache zusammengekommen. Foto: Christiane Krause-Dimmock

Ausgelöst hatte diese relativ spontane Veranstaltung der eine Woche zuvor erfolgte Diebstahl der israelischen Fahne vor dem Kurhaus. Die jüdische Gemeinde habe nach dem Vorfall in den vergangenen Tagen viele Solidaritätsbekundungen erhalten, bestätigt Naftoli Surovtsev.

Doch nicht nur der Rabbiner griff zum Mikrofon. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker und SPD-Gemeinderatsmitglied Kurt Hochstuhl wandten sich unter anderem an das Publikum – bewacht von einem großen Polizeiaufgebot.

Uniformierte Beamten hatten rings um den kleinen Versammlungsplatz, an dem eine Vielzahl von israelischen Flaggen in unterschiedlichen Größen von den Teilnehmern gezeigt wurden, Stellung bezogen. An verschiedenen neuralgischen Orten fanden sich im näheren Umfeld parkierte Mannschaftswagen.

Polizisten vereinzelt angepöbelt

Während die Redner deutliche Worte gegen die zunehmende Welle von offen gezeigtem Antisemitismus in Deutschland fanden, wagten sich vereinzelte Querulanten in den Ring aus Polizisten. „Fühlst Du Dich wohl als amerikanischer Söldner“, pöbelte etwa ein schwarz vermummter Störer einen Beamten an. Als er sich unter die Zuhörer mischte und dort einen Teilnehmer anging, wurde er kurzerhand vom Platz entfernt.

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