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In den Sommerferien geöffnet

Sonderausstellungen in Baden-Baden: Museums-Meile hat auch im Sommer viel zu bieten

Auf der Museums-Meile in der Lichtentaler Allee wird einiges geboten. Auch in den Sommerferien sind die Häuser geöffnet und landen zum Besuch ein.

Im Stadtmuseum im Alleehaus gibt es aktuell zwei Sonderausstellungen. Foto: Beatrix Ottmüller

Wer in den Sommermonaten die Gunst der Stunde nutzen und sich mit Kultur das unbeständige Wetter in diesem Sommer versüßen möchte, kann Zerstreuung in den vier Häusern auf der Museums-Meile, der Lichtentaler Allee, finden.

Im Stadtmuseum im Alleehaus vermitteln zahlreiche Exponate der Dauerausstellung einen Eindruck von den wichtigen und stadtbildprägenden Epochen der Kur- und Bäderstadt. Schwerpunkte bilden das Baden und Kuren durch die Jahrhunderte sowie die Blütezeit als mondänes Weltbad im 19. Jahrhundert.

Im Pavillon sind Statuen und weitere Bildhauerarbeiten von der Römerzeit bis zur Neuzeit zu sehen. Einen virtuellen Rundgang durchs Museum kann man auch bei geschlossenen Türen absolvieren unter www.tour.freundeskreis-stadtmuseum-baden-baden.de. Einen Online-Audioguide gibt es unter www.smbb.currit.net.

Ausstellungen im Stadtmuseum

Zwei Sonderausstellungen werden aktuell gezeigt. „Souvenir de Baden-Baden“ (bis 31. Oktober) widmet sich Arbeiten des ehemaligen Baldreit-Stipendiaten (2020) Thilo Westermann. Er beschäftigt sich mit Hinterglasbildern, Fotomontagen und Zeichnungen zudem startete er während seiner Zeit in der Kurstadt eine künstlerisch-praktische sowie theoretische Auseinandersetzung mit der Biografie der Großherzogin von Baden, Stéphanie de Beauharnais (1789–1860).

Er schreibt der einstigen Großherzogin Briefe und setzt sich dabei sowohl mit ihrer Person als auch mit der eigenen Gegenwart auseinander. Die Sonderausstellung „Gurs 1940 – Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden“ (bis 24. Oktober) thematisiert die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Südwestdeutschland nach Südfrankreich vor 80 Jahren.

Weitere Informationen finden sich auf www.gurs1940.de. Das Stadtmuseum im Allee Haus, Lichtentaler Allee 10, ist von Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter www.stadtmuseum-baden-baden.de.

Museum Frieder Burda widmet sich Russland

Im Museum Frieder Burda werden noch bis zum 15. August Werke unter dem Titel „Impressionismus in Russland“ gezeigt. Ende des 19. Jahrhunderts waren viele russische Künstler von der Arbeitsweise der französischen Impressionisten angetan. Sie arbeiteten unter freiem Himmel und entwickelten aus dem impressionistischen Studium des Lichts ihre Kunst.

Die Ausstellung zeigt die Internationalität ihrer Bildsprache um 1900. Ab dem 28. August ist die Ausstellung „Katharina Sieverding. Die Sonne um Mitternacht schauen“ zu sehen (bis 9. Januar 2022). Gezeigt wird ein Überblick aller künstlerischer Phasen der ehemaligen Schülerin von Joseph Beuys. Dabei sind Videoarbeiten vom Ende der 1960er-Jahre, ausdrucksstarke Selbstporträt-Serien der 1970er bis 1990er-Jahre und neue Arbeiten, wie das aktuelle Werk Gefechtspause, das sich mit dem Lockdown während der Corona-Krise beschäftigt.

Die Ausstellung wird kuratiert von Udo Kittelmann in Zusammenarbeit mit Katharina Sieverding. Das Museum Frieder Burda, Lichtentaler Allee 8b, ist von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Eintrittskarten sind an der Museumskasse erhältlich. Eine Ticketreservierung über www.museum-frieder-burda.de wird empfohlen. Öffentliche Führungen finden jeden Samstag und Sonntag, jeweils um 11 und 15 Uhr statt.

Geschichte der Kunsthalle vorgestellt

Die aktuelle Ausstellung „State and Nature“ in der Staatlichen Kunsthalle (bis 31. Oktober) beschäftigt sich mit der Kunsthalle selbst, das heißt, mit ihrer historischen und aktuellen Verortung im dynamischen urbanen Gefüge der Stadt zwischen Repräsentation, Neubestimmung und Luxus.

Das Team der Kunsthalle hat die Ausstellung während der Pandemie entwickelt, in einer Zeit, „in der Strukturen sichtbar und die Kategorien von Ordnung und Unordnung in Frage gestellt worden sind“, so die Ankündigung. State and Nature wird durch ein umfangreiches Diskussions-, Performance- und Veranstaltungsprogramm erweitert.

Das vollständige Programm findet sich auf der Webseite www.kunsthalle-baden-baden.de. Begleitend zur Ausstellung gibt es eine Licht- und Soundinstallation im Park an der Lichtentaler Allee des Kollektivs Dynamische Akustische Forschung. Um ein hinterleuchtetes Schild mit weißem U auf blauem Grund erklingen Geräusche, die an die Klangwelten unterirdischer Transportsysteme erinnern sollen. Zu hören sind ein rhythmisches Pochen, ein schweres Schleifen, durchsetzt von hellem Klingeln.

Die Installation soll den Raum für reale und imaginäre Möglichkeiten öffnen und die Frage nach Orten und Nicht-Orten stellen, die durch sie verbunden werden. Die Staatliche Kunsthalle, Lichtentaler Allee 8a, ist geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Weitere Informationen unter www.kunsthalle-baden-baden.de. Öffentliche Führungen finden jeden Sonntag um 14 Uhr statt.

Themenausstellung im LA8

Das Museum LA8 widmet sich den Wechselwirkungen von Kunst und Technik im 19. Jahrhundert. In den eindrücklichen Themenausstellungen wird deutlich, wie aktuell und nah uns das vorletzte Jahrhundert in vielem ist. Die aktuelle Ausstellung „Schön und gefährlich: Die hohe See im 19. Jahrhundert“ zeigt die Faszination mit dem Meer. Wissenschaft und Technik erlaubten dem fortschrittlichen 19. Jahrhundert eine immer erfolgreichere Bändigung der Natur.

Lediglich auf hoher See tobte das große Drama zwischen technischer Beherrschung und natürlicher Gewalt weiter. Das Meer mit seiner verlockenden Weite und rätselhaften Tiefe zog Abenteurer und Kaufleute, Militärs und Sinnsucher, Forscher und Künstler hinaus. Die technischen Geräte und Kunstwerke in der Ausstellung lassen den Besucher nachvollziehen, woher die Faszination mit der Weite des unberechenbaren Ozeans kommt.

Die vorhergehende Ausstellung „Baden in Schönheit. Die Optimierung des Körpers im 19. Jahrhundert“ ist als virtueller Rundgang zu erleben. Der Link dazu findet sich unter www.la8.de. Das Museum LA8, Lichtentaler Alle 8, ist Dienstag bis Sonntag und Feiertag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Öffentliche Führungen finden jeden Sonntag um 15 Uhr statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

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