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Keine Filialschließungen

Sparkasse Baden-Baden Gaggenau investiert rund 25 Millionen Euro in Neubau und Sanierung

Die Sparkasse Baden-Baden Gaggenau möchte rund 25 Millionen Euro in ein Neubau- und Sanierungs-Projekt investieren. Das Geldinstitut bündelt seine Verwaltung anschließend, Filialschließungen seien aber nicht geplant.

Verwaltungsdirektor Jonathan Weber stellt den Architekturentwurf für das geplante Bauvorhaben vor. Foto: Michael Rudolphi

Nachdem der Verwaltungsrat vor wenigen Tagen der Konzeptstudie und den Kostenberechnungen zugestimmt hatte, möchte die Sparkasse Baden-Baden Gaggenau nun die Neuausrichtung ihrer Standorte anpacken.

Dabei geht es vor allem um ein Neubauprojekt am Standort Rheinstraße 205 in der Baden-Badener Weststadt. Das Geldinstitut möchte dort wesentliche Abteilungen konzentrieren.

Wir schaffen mit diesem Gebäude ein Fundament für eine gute Zukunft.
Martin Semmet, Vorstandsmitglied der Sparkasse

„Wir schaffen mit diesem Gebäude ein Fundament für eine gute Zukunft“, erläutert Martin Semmet, Vorstandsmitglied der Sparkasse, bei der Vorstellung des Vorhabens.

Es sieht neben dem Neubau auf der bisher vor allem als Parkplatz genutzten Fläche zur B500 hin vor, das bestehende Gebäude aus den 1980er Jahren grundlegend zu sanieren.

Die Sparkasse erweitert und saniert den Firmensitz in der Rheinstraße. Dort sollen künftig rund 150 Beschäftigte arbeiten. Foto: Michael Rudolphi

Mit den beiden Projekten soll ein moderner und zukunftsgewandter Gebäude-Komplex entstehen, der eine nachhaltige Bewirtschaftung ermögliche und zu dazu beitrage, Kosten zu sparen.

Neubau in Baden-Baden hat eine Fläche von rund 7.800 Quadratmetern

Der Entwurf des Architekturbüros Kühnl + Schmidt besteht aus einem mehrgeschossigen Neubau einer Verwaltungszentrale, die auf einer Fläche von rund 7.800 Quadratmetern etwa 70 Arbeitsplätze bietet. Zudem ist eine Tiefgarage mit 120 Stellplätzen geplant. Nach Auskunft von Verwaltungsdirektor Jonathan Weber sollen die Arbeiten Anfang 2023 beginnen und voraussichtlich im Sommer 2024 abgeschlossen sein.

Die Sanierung des Altbaus steht von März 2022 bis September 2023 an. Weber zufolge verfügt dieses Gebäude nach dem Umbau über eine Fläche von etwa 2.610 Quadratmetern für rund 80 Arbeitsplätze. Neu- und Altbau sind durch ein Brücke aus Glas miteinander verbunden. Die Kosten für das gesamte Vorhaben sind mit rund 25 Millionen Euro veranschlagt.

Künftige Nutzung des Gaggenauer Turms ist noch offen

Mit dem Neubau möchte die Sparkasse ihre Verwaltung in der Rheinstraße bündeln. Semmet zufolge wird dann ein Großteil der bislang 70 Beschäftigten im sogenannten Turm in Gaggenau in die Baden-Badener Weststadt übersiedeln. Die Bank werde künftig in Gaggenau voraussichtlich nur noch zwei Etagen für ihr Kundenservice- und Beratungs-Team nutzen.

Nach Auskunft von Gaggenaus Oberbürgermeister Christof Florus (Freie Wähler) steht die künftige Nutzung der übrigen Geschosse im Turm derzeit noch nicht abschließend fest. Wohnen oder Gewerbe seien dort denkbar. „Die für Gaggenau eingeschlagene Richtung halte ich für für richtig“, sagt OB Florus, der auch stellvertretender Vorsitzender des Sparkassen-Verwaltungsrats ist.

Semmet weist darauf hin, dass die aktuelle Planung den neu ermittelten Flächenbedarf und die künftige Organisationsstruktur mit einem Zweier-Vorstand berücksichtige. Die Erfahrungen der Corona-Pandemie hätten gezeigt, dass dem Zusammenspiel von mobilem Arbeiten und festen Arbeitsplätzen eine stärkere Bedeutung zukomme.

Wir bekennen uns zur Region Baden-Baden/Gaggenau.
Margret Mergen, Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse

„Wir bekennen uns zur Region Baden-Baden/Gaggenau. Wir wollen hier eine zukunftsfähige Sparkasse haben“, betont Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU), die turnusgemäß Vorsitzende des Sparkassen-Verwaltungsrats ist. Gerade in der Corona-Krise sei das Institut ein verlässlicher Partner für viele Betriebe gewesen und habe deren Liquidität gesichert.

Während Konkurrenten wie etwa die Genossenschaftsbanken den Weg gingen, zu größeren Einheiten zu fusionieren oder sich aus der Fläche zurückzögen, wolle die Sparkasse weiter ein zuverlässiger Ansprechpartner in der Region bleiben. Zudem sei es wichtig, als Arbeitgeber attraktiv zu sein.

Sparkasse Baden-Baden Gaggenau: Filial-Schließungen sind nicht geplant

Semmet sieht die Sparkasse mit ihrem Netz von Beratungszentren und Filialen gut aufgestellt. An dieser Struktur werde sich nichts ändern. Filialschließungen seien derzeit nicht geplant.

Eine Fusion mit anderen Sparkassen sei ebenfalls kein Thema. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und wollen uns mit der Neuausrichtung im Markt positionieren“, betont der stellvertretende Vorstandsvorsitzende.

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