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Kurhaus Baden-Baden

„Sportler des Jahres“ in der Rolle des Mutmachers

Eine Geisterkulisse im Kurhaus Baden-Baden bildet den Rahmen für die 74. Auflage der traditionsreichen Veranstaltung „Sportler des Jahres“. Wegen Corona fand die Veranstaltung in einer noch nie dagewesenen Form statt.

Mannschaft des Jahres: In dem zum Fernsehstudio umfunktionierten Bénazet-Saal nahm die Delegation des FC Bayern München die Ehrung als populärstes deutsches Team 2020 entgegen. Foto: Klaus Schultes

Klaus Dobbratz, Chef der Presseagentur Internationale Sport-Korrespondenz (ISK), hat als Organisator der Wahl zum Sportler des Jahres schon viel erlebt, die 74. Auflage der traditionsreichen Proklamation wird er sein Leben lang aber nicht vergessen. Zwar erstrahlte der Bénazet-Saal des Kurhauses wie immer in den vergangenen Jahren in festlichem Glanz, was in diesen Corona-Zeiten jedoch fehlte, waren die Gäste.

Vom ZDF für ein Millionenpublikum an den Bildschirmen in Szene gesetzt, liefen die Ehrungen vor einer Geisterkulisse in der zum TV-Studio umfunktionierten Räumlichkeit ab. Trotz des gewöhnungsbedürftigen Ambientes war ISK-Mann Dobbratz froh, an dem Format festgehalten zu haben.

Unter den gegebenen Umständen war es genau der richtige Rahmen.
Klaus Dobbratz, Internationale Sport-Korrespondenz

„Unter den gegeben Umständen war es genau der richtige Rahmen. Das war ein Fingerzeig, dass es den deutschen Sport in dieser Form noch gibt und wir haben den Sportlern vermittelt, dass trotz aller Widrigkeiten nach wie vor etwas geht“, sagte er.

Einige wenige Sportstars waren vor Ort, um die Ehrenpreise persönlich in Empfang zu nehmen. So die Sportlerin des Jahres, Weitspringerin Malaika Mihambo, und das Beachvolleyball-Duo Laura Ludwig/Kira Walkenhorst, dem Legenden-Status zuerkannt wurde. Der FC Bayern München, Mannschaft des Jahres, hatte eine aus Karl-Heinz Rummenigge, Niklas Süle und Hasan Salihamidzic bestehende Delegation geschickt, was auch in normalen Zeiten keine Selbstverständlichkeit ist.

Weitspringerin Malaika Mihambo wurde zum zweiten Mal nach 2019 als Sportlerin des Jahres geehrt. Foto: Tom Weller/dpa-Pool/dpa

Sportdirektor Salihamidzic kann ein Lied davon singen. Im Jahr 2001, als die Bayern bei der Wahl ebenfalls ganz vorne landeten, stand er als FCB-Vertreter allein auf weiter Flur. Damals noch als Spieler aktiv, kam er kurz nach einer Knieoperation an Krücken angehumpelt und musste sich als einziger Vertreter des ruhmreichen FCB das Gespött der Leute anhören. „Die Münchner gewinnen und schicken einen Fußkranken zur Ehrung“, hieß es in den Kommentaren.

Nora Waggershauser, Geschäftsführerin von Baden-Baden Events, hofft, dass die Veranstaltung ein Mutmacher ist. „Ein außergewöhnliches Jahr ging mit einer besonderen Ehrung der Sportler des Jahres 2020 zu Ende. Wo sonst gefeiert wird, war nur noch ein großes TV-Studio übrig geblieben. Das hat man sicher auch in der Übertragung im ZDF gemerkt.

Und dennoch war die Ausstrahlung aus Baden-Baden ein wichtiges Zeichen in einer herausfordernden Zeit. Alle Beteiligten haben ihr Bestes und mehr gegeben, dass die Ehrung der Sportler durchgeführt werden konnte und so zu einer sicherlich unvergesslichen Aufzeichnung wurde. Wir freuen uns sehr, dass das Kurhaus einen perfekten Rahmen für die Produktion geboten hat und dass wir aus Baden-Baden zum Ende des Jahres ein positives Signal in die Welt senden konnten“, so Waggershauser.

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