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E-Autos und Ladesäulen

Stadt Baden-Baden plant Ausbau der Elektro-Mobilität

Baden-Baden will die Elektro-Mobilität in der Stadt ausbauen. Die Stadtwerke haben dafür zusammen mit dem Unternehmen Badenova ein Konzept erstellt.

Einige Ladesäulen für E-Fahrzeuge (hier bei den Stadtwerken) zählen bereits zum Stadtbild. Ihre Anzahl soll erhöht werden. Foto: Katrin König-Derki

Baden-Baden will (E-)mobiler werden: Das entsprechende Konzept der Stadtwerke, erstellt in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Badenova, hat Martin Weßbecher, Leiter Energiedienstleistungen und Öffentlichkeitsarbeit, dem städtischen Betriebsausschuss in öffentlicher Sitzung am Mittwoch präsentiert. Geleitet wurde diese von Alexander Uhlig, erster Bürgermeister und Vorsitzender des Ausschusses.

Als Ziel des Konzeptes nannte Weßbecher neben der Verbesserung der Klimabilanz durch die Reduzierung der verkehrsbedingten Emissionen auch den Wissensausbau in Verwaltung, Gewerbe und Bevölkerung. Durch Einbindung relevanter Akteure wie Firmen, Kommunen oder auch Lieferdiensten habe man Potenziale verifiziert.

Das Konzept diene zugleich als Handlungsleitfaden für den weiteren Ausbau. „Das gilt im Besonderen für den Fuhrpark der Stadtwerke“, betonte er. Darüber hinaus gehe es um eine Signalwirkung in die Region, die Verkehrswende einzuleiten. Stadt und Stadtwerke fungierten folglich als Vorreiter und Multiplikator und schafften Angebote für Gewerbe und Bevölkerung.

Das Konzept, informierte er, sei in Arbeitspakete unterteilt worden. „Es gab eine Fuhrparkanalyse, bei welcher der Ist-Zustand der Fahrzeugflotte von Stadt und Stadtwerken aufgenommen wurde, eine Bewertung des Elektrifizierungspotentials und auch Austauschempfehlungen an einigen Standorten. In diesem Rahmen haben wir zudem einen Zeitplan für die Umsetzung erstellt und eine Kostenabschätzung für den Austausch vorgenommen.“

Mehr Ladesäulen für Baden-Baden

Auf Basis der vorhandenen E-Pkw-Zahlen sei der Bedarf an Ladeinfrastruktur ermittelt worden. „Dazu zählte eine Standortanalyse im gesamten Stadtkreis, um zu prüfen, an welchen Stellen es Sinn ergibt, neue Ladesäulen zu installieren. Da spielt zum Beispiel die Nähe von Einkaufsmöglichkeiten und Cafés hinein.“

Erarbeitet wurde Weßbecher zufolge auch ein „Leitfaden für Bauherren“ vor dem Hintergrund, Gebäude und Quartiere auf E-Mobilität vorzubereiten, vor allem in Neubau- und Sanierungsgebieten. „Wir haben darüber hinaus eine Online-Gewerbeumfrage durchgeführt und ein Webinar angeboten, in dem wir hiesige Betriebe zu Themen wie technische Grundlagen zum Aufbau von Ladeinfrastruktur, Fördermöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit beraten haben.“

Weg vom Auto, hin zum Fahrrad?

Stadtrat Werner Henn (SPD) bezeichnete es als lobenswert, „dass die Stadtwerke sich diesbezüglich Gedanken machen“. Es gehe aber auch um die durch Pkw „zugeparkte“ Stadt. „Könnte man nicht E-Bike-Stationen ins Konzept aufnehmen, auch als Anreiz für Mitarbeiter von Verwaltung und Stadtwerken?“ Helmut Oehler, Geschäftsführer der Stadtwerke, verwies hier auf bereits bestehende Vergünstigungen für Mitarbeiter, die sich E-Bikes anschafften. Ladestationen für die Räder sehe er kritisch: „Die Akkus haben alle unterschiedliche Systeme, außerdem beträgt die Ladedauer bis zu fünf Stunden.“

Wohl aus diesem Grund würden entsprechende Ladestationen von Radfahrern in Städten, wo sie zum Angebot im öffentlichen Raum zählten, kaum genutzt. Viel wichtiger erscheine es ihm, sichere Abstellmöglichkeiten für die E-Bikes zu schaffen. „Das steht für viele Nutzer im Vordergrund.“

Werner Schmoll, ebenfalls SPD, nannte als potenziellen Standort für Pkw-E-Ladesäulen den Bernhardusplatz und dessen unmittelbare Umgebung. Weßbecher berichtete, der Verwaltungsleiter der dortigen Kirchengemeinde habe ihm von einer angespannten Parksituation inklusive rege genutzter Fahrradständer insbesondere an Markttagen berichtet. Diese Lage dürfte sich wohl weiter verschlimmern, installierte man zusätzlich eine Ladesäule mit Parkplätzen. Er regte als möglichen Standort vielmehr das Sanierungsgebiet zwischen der Kleinen und der Großen Dollenstraße an.

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