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Nach fast 46 Jahren

SWR stellt Sendung „Ich trage einen großen Namen“ ein

Der SWR stellt seine langjährige Rateshow „Ich trage einen großen Namen“ nach fast fünf Jahrzehnten ein.

Julia Westlake, Fernsehmoderatorin, steht in einem Studio des SWR in der Kulisse der Ratesendung. Westlake ist die neue Moderatorin der in Baden-Baden produzierten SWR-Fernsehsendung «Ich trage einen großen Namen».
SWR-Moderatorin Julia Westlake präsentiert am 12. Februar 2023 die letzte Folge von „Ich trage einen großen Namen“. Foto: Uli Deck/dpa

„Am 12. Februar 2023 präsentiert Moderatorin Julia Westlake die 747. und letzte Ausgabe“, teilte der SWR am Dienstag mit. Es sei „die Ratesendung mit der längsten Geschichte im deutschen Fernsehen“ gewesen, so der Sender.

Am 24. April 1977 war einst die erste Folge beim damaligen Süddeutschen Rundfunk (SDR) ausgestrahlt worden. Nach der Fusion von SDR und SWF (Südwestfunk) zum Südwestrundfunk 1998 lief sie vor allem im SWR Fernsehen. Seit 1977 sind rund 1500 Nachfahren prominenter Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Kunst, Wissenschaft und Kultur eingeladen worden, teilte der SWR mit.

Drei Moderatoren und eine Moderatorin führten in viereinhalb Jahrzehnten durch die Sendung: Heinz Gmür, Hansjürgen Rosenbauer und Wieland Backes, der 2020 an Julia Westlake übergeben hat. „Ich bedauere es sehr, dass dieser Fernsehklassiker nun nicht mehr weiter produziert wird“, ließ sich Westlake (51) vom SWR zitieren.

SWR will Talk-Format „Nachtcafé“ ausbauen

Programmdirektor Clemens Bratzler sagte laut Mitteilung: „Die Entscheidung, „Ich trage einen großen Namen“ nicht mehr als Ratespiel fortzuführen, ist uns wahrlich nicht leichtgefallen.“

Doch man wolle neue Wege gehen, betonte Bratzler. „Denn wir wollen verstärkt in digitale Formate vor allem in der ARD-Mediathek investieren für diejenigen, die wir im linearen Fernsehen nicht mehr erreichen.“

So baue man beispielsweise das Talk-Format „Nachtcafé“ aus, das auch als Podcast, in der Mediathek und auf Drittplattformen Erfolg habe. „Und auch den Kern von „Ich trage einen großen Namen“, dass Menschen die Geschichte ihrer Vorfahren vermitteln, wollen wir erhalten und zeitgemäß weiterentwickeln.“

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