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Polizei ermittelt

Tierquälerei in Baden-Baden: Kater mit skalpiertem Schwanz gefunden

Die Tierschutzorganisation Peta sucht nach Hinweisen zu einer mutmaßlichen Tierquälerei in Baden-Baden. Auch die Polizei ermittelt bereits in dem Fall eines Katers aus dem Stadtteil Lichtental.

Katze auf dem Behandlungstisch eines Arztes
Eine Katze in Baden-Baden-Lichtental musste nach einer mutmaßlichen Tierquälerei notoperiert werden (hier ein Symbolbild). Foto: Karolin Krämer/dpa

Hat ein Unbekannter einem Kater im Baden-Badener Stadtteil Lichtental das Schwanzfell abgezogen? Und handelt es sich womöglich sogar um einen Serientäter? Das zumindest vermutet die Tierschutzorganisation Peta, die sich am Mittwochnachmittag mit diesem Fall an die Öffentlichkeit gewendet hat.

Dem betroffenen Kater sei das Schwanzfell „offenbar vom Schwanzansatz an abgezogen worden“, schreibt die Tierschutzorganisation in ihrer Mitteilung. Der Redaktion liegen auch Fotos von dem schwer verletzten Tier vor, die wir den Lesern aber nicht zumuten wollen.

Laut Peta gab es vier ähnliche Fälle in Baden-Württemberg

Die Halter des Katers Gigi seien am 23. Februar um 7.10 Uhr darüber informiert worden, dass der Vierbeiner schwer verletzt von der Feuerwehr in eine Tierklinik gebracht worden sei, heißt es in der Mitteilung von Peta. Der Kater habe auch am Hinterteil Skalpierungsverletzungen gehabt. Er sei noch am selben Tag notoperiert worden.

„Dies ist bereits der vierte Fall in Baden-Württemberg seit Dezember 2023“, schreibt Peta. Im Elztal sei im Januar eine Katze tot gefunden worden, der offenbar ebenfalls das Schwanzfell abgezogen worden sei. Auch eine Katze aus Walldorf und ein Kater aus Öhringen seien auf ähnliche Weise verstümmelt worden.

Wir müssen hier von einem Serientäter ausgehen.
Jana Hoger
Peta-Fachreferentin

Für alle vier Katzen hätten die Ärzte ausgeschlossen, dass es sich bei den Verletzungen um Folgen eines Unfalls handelt. Peta habe bei den entsprechenden Staatsanwaltschaften Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.

Tierschutzorganisation Peta setzt 1.000 Euro Belohnung aus

Die Tierschutzorganisation hat auch eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur rechtskräftigen Verurteilung des oder der Täter führen. Wer etwas beobachtet oder mitbekommen hat, wird gebeten, sich entweder bei der Polizei oder unter (07 11) 8 60 59 10 bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym. „Wir müssen hier von einem Serientäter ausgehen“, wird Peta-Fachreferentin Jana Hoger in der Mitteilung zitiert.

Bei der Polizei ist der Baden-Badener Fall bereits bekannt. Der Kater trägt laut Polizeiakte den Namen Gigolo. Die mutmaßliche Tat habe sich wohl in der Nacht vom 22. auf den 23. Februar ereignet. Eine Zeugin habe den Kater am 23. Februar am frühen Morgen in der Heimstraße gefunden, berichtete ein Polizeisprecher auf Nachfrage dieser Redaktion.

Zeugin hat in den frühen Morgenstunden die Polizei nach Baden-Baden-Lichtental gerufen

Diese Zeugin habe auch die Polizei alarmiert. Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr hätten den Kater eingefangen und in die Tierklinik gebracht. Dort sei er direkt notoperiert worden. Die Polizei habe damals bereits die Ermittlungen eingeleitet, sagte der Polizeisprecher. Einen Serientäter halte er nicht für sehr wahrscheinlich. Es gebe aber im Baden-Badener Fall den Verdacht auf Tierquälerei. Derzeit werde noch ermittelt.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Baden-Badener Stadtteil Lichtental Schlagzeilen wegen Tierquälerei macht: Schon zwei Mal ist in Lichtental eine Katze mit grüner Farbe komplett am ganzen Körper angesprüht worden. Zuletzt kam es zu einem solchen Fall im vergangenen Sommer. Dem gequälten Tier musste damals unter Narkose das Fell abrasiert werden, da sich die Farbe nicht entfernen ließ.

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