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Elf Betriebe dabei

Trinkhalle in Baden-Baden wird zum „Saal des Baden-Badener Weines“

Wie lassen sich die Produkte der Baden-Badener Winzer besser vermarkten? Der Förderverein Wein, Tourismus, Kultur und Kunst im Rebland hat darauf jetzt eine passende Antwort gefunden.

Verkostung: Holger Dütsch präsentiert an einem Stand der Vinothek in der Trinkhalle die Weine seines Betriebs in Neuweier. Foto: Michael Rudolphi

Die Trinkhalle in Baden-Baden wird ihrem Namen wieder gerecht. Zwar fließt dort nach wie vor kein Thermalwasser, aber inzwischen Wein. Das Foyer des Heinrich-Hübsch-Baus verwandelt sich in einen „Saal des Baden-Badener Weines“.

Auf Initiative des Fördervereins Wein, Tourismus, Kultur und Kunst im Rebland ist die Trinkhalle zu einer Vinothek geworden, in der sich elf Weinbaubetriebe – allesamt Mitglieder des Vereins – präsentieren.

Die Winzer stellen an den Ständen ihre Produkte vor. Gäste haben die Möglichkeit, die Weine zu verkosten, zu bestellen und zu kaufen.

Baden-Baden soll auch für guten Wein stehen

„Für uns geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung“, sagt Vereinsvorsitzender Klaus Bloedt-Werner bei der Eröffnung des neuen Wein-Forums in der Trinkhalle. „Es ist schön, dass es jetzt endlich geklappt hat.“

Seit Jahren setzt der Förderverein sich dafür ein, den Winzern im Rebland eine angemessene Plattform zu bieten, um sich und ihre Erzeugnisse einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen zu können.

Bloedt-Werner zufolge geht es darum, den Bürgern der Stadt und den Gästen zu zeigen, dass Baden-Baden nicht nur für Natur und Kultur stehe, sondern auch gute Weine habe. „Ich will, dass die Menschen den Namen Baden-Baden mit tollen Weinen gleichsetzen“, bekräftigt der Vereinsvorsitzende.

Die Vinothek in der Trinkhall zeigt eine große Vielfalt

Mit dabei sind das Baden-Badener Weinhaus am Mauerberg (Teil der Genossenschaft Affentaler Winzer), das Weingut Holger Dütsch Neuweier, das Schloss Neuweier – Robert Schätzle, Weinbau Ingo Wäldele Neuweier, das Weingut Nägelsförst Varnhalt, das Weingut Liquidum Historicum Steinbach, Weinbau Tobias Wäldele Steinbach, Weinbau Birnbreier Steinbach, das Bio-Weingut Maier Haueneberstein, das Weingut Kopp und das Weingut Lieblich (beide Sinzheim-Ebenung).

Für uns geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.
Klaus Bloedt-Werner, Vorsitzender des Fördervereins

Bloedt-Werner weist darauf hin, dass die Vinothek jeweils am Donnerstag, Freitag und Samstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet sei. Ob der „Saal des Baden-Badener Weines“ über das Jahresende hinaus bestehen bleiben werde, hänge davon ab, ob und wann die Trinkhalle zu einem Besucherzentrum rund um das Thema Unesco-Welterbe werde.

„Jetzt erhält die Trinkhalle ihre Bestimmung, die sie verdient“, sagt Steffen Ratzel, Geschäftsführer der Bäder- und Kurverwaltung Baden-Württemberg (BKV), die Eigentümerin der Immobilie ist. Dieser Ort sei von Anfang an ein Treffpunkt für Konversation und zum Trinken gedacht – auch wenn es früher Thermalwasser statt Wein gewesen sei.

Der Konkurrenz-Gedanke tritt in den Hintergrund

„Wir erleben heute die Veredlung der Trinkhalle“, ist Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU) überzeugt. Es habe bereits vor Jahren Überlegungen gegeben, wie sich das Foyer nutzen lassen könnte. Bei den Workshops zu einem Rebland-Konzept sei dann die Idee einer Vinothek entstanden, die jetzt umgesetzt sei.

Jetzt erhält die Trinkhalle ihre Bestimmung, die sie verdient.
Steffen Ratzel, BKV-Geschäftsführer

Ziel sei es, das Rebland besser zu vermarkten. Ursprünglich sei geplant gewesen, eine solche Vinothek in einem Kolonnaden-Geschäft oder am Augustaplatz unterzubringen. Beides habe sich aber zerschlagen.

Die Rathauschefin befürwortet, dass bei der Vinothek mehrere Winzer trotz aller Konkurrenz zusammenarbeiten. „Viele Besucher der Stadt wissen gar nicht, dass sie über den Berg hinweg in die badische Toskana mit ihren wunderbaren Weinen kommen“, betont Mergen, die sich von der neuen Plattform einen zusätzlichen Schub für die Weinbaubetriebe im Rebland erhofft.

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