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Prozessauftakt gegen Jugendleiter

Vergewaltigung bei Baden-Badener Pfadfindern: „Wir haben ihn immer Klein-Hitler genannt“

Ein junges Mädchen, festgebunden auf einem Tisch im Keller eines Pfadfinderhauses. Mehrere Jungs, die sich der Reihe nach an ihr vergehen. Das alles unter der Aufsicht ihres Stammesleiters. Fast 30 Jahre hat es gedauert, bis das Verbrechen zur Anklage kommt.

Ein Angeklagter in einem Prozess um eine Gruppenvergwaltigung hält sich vor Prozessbeginn im Gerichtsaal einen Aktenordner vor sein Gesicht. Rechts sitzt sein Anwalt Andreas Kniep. Vor mehr als 30 Jahren soll sich der Angeklagte als Leiter einer Pfadfindergruppe der Gruppenvergewaltigung schuldig gemacht haben. Foto: Sönke Möhl/dpa

Draußen, vor den großen Fenstern des Gerichtssaals, ist ein Tag, der am Herzen eines Naturfreundes sehnsuchtsvoll zieht. Pfadfinder müsste man sein und durch die Wälder streifen. Das goldene Leuchten der Blätter an den Bäumen bewundern, und sich von den noch kräftigen Strahlen der Herbstsonne das Gesicht wärmen lassen.

Allerdings lässt das, was Staatsanwältin Weber in diesem Moment im Landgericht Baden-Baden vorträgt, jegliche Pfadfinder-Romantik in sich zusammenfallen wie ein Kartenhaus. Die Anklageschrift führt aus einem schönen Spätsommertag direkt in den dunklen Keller eines Pfadfinderheimes.

Hier soll der Angeklagte Dieter K. zwischen 1982 und 1987 ein paar Jungen seines Pfadfinderstammes – manche noch im Kindesalter - dazu genötigt haben, ein junges Mädchen zu vergewaltigen.

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