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Auch 2021 soll holprig werden

Wahrsager aus Baden-Baden hat es gesehen: Corona stand in den Sternen

Hätte es für Planeten den Lockdown gegeben, es wäre uns viel erspart geblieben. So aber trafen sich im Januar Pluto, Saturn und Jupiter bei Steinbocks zu Hause und die Pandemie nahm ihren Lauf. Ein Astrologe aus Baden-Baden hat das vorausgesehen. Auch für 2021 sieht er Ungemach.

Malkiel Dietrich, Wahrsager aus Baden-Baden, in seinem Fernsehstudio. Foto: Roland Weisenburger

Dass 2020 ein Katastrophen-Jahr wird, war von vornherein klar. Malkiel Dietrich hat das schon im letzten Januar gesehen.

Nein, nicht an chinesischen Infektionszahlen und auch nicht in den Vitalzeichen der Charité-Virologen. Dietrich sah das Unheil in den Sternen.

Zu Jahresbeginn haben sich Saturn, Pluto und Jupiter im Steinbock getroffen. „Das ist eine extrem krasse Konstellation“, sagt der Wahrsager im knallroten Kaputzenpullover. „Eine Konstellation, in der große Kriege beginnen.“

Das war eine Konstellation, in der große Kriege beginnen.
Malkiel Dietrich, Wahrsager aus Baden-Baden

Dietrich ist Astrologe in siebter Generation. Der Mann aus Baden-Baden sieht nicht aus, wie man sich einen Wahrsager vorstellt. Der Rechner, an denen er die Horoskope erstellt, stammt aus dem Universum des angebissenen Apfels, sein Designer-Pulli aus dem Vereinigten Königreich.

Auch sind seine Vorhersagen längst nicht so unbestimmt und allgemein gültig, wie man das von einem Medium oder von Handlesern erwarten würde.

Zur Kirchenspaltung standen die Sterne genau so

Als Dietrich sah, wie sich diese Altherrenriege der Planeten im Haus der Steinbocks zusammenrottete, da wusste er, die Katastrophe ist unabwendbar.

Zuletzt gab es dieses „Stelium“, wie man unter Wahrsagern eine solche Anhäufung aggressiver Sternzeichen nennt, im Jahr 1517. Damals hat Luther seine Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche genagelt.

Zumindest für die katholische Kirche war das ein Annus horribilis, ein Schreckens-Jahr. „Nicht ganz, aber fast so schlimm sahen die Sterne auch 1931 aus.“ Was dann kam, ist Geschichte. Insofern sind wir mit einer weltweiten Pandemie eigentlich noch gut bedient.

Man will ja nicht die Kassandra sein.
Malkiel Dietrich, Astrologe in siebter Generation

Nun hätte Dietrich groß rauskommen können, mit seinem Wissen um diese unheilige Zukunft. „Anfang 2020 haben die Sterne auf einen krassen Kriegszustand hingedeutet“, sagt er jetzt.

„Aber man will ja nicht die Kassandra sein, die schon im Januar das ganze Jahr schwarzmalt.“ Dietrich verschwieg die Aussicht auf den virologischen Weltkrieg.

Angst vor der eigenen Courage?

Er hatte offenbar Angst vor der eigenen Courage, hat sich eingeredet, die schlimmen Vorzeichen deuteten auf das Wirken Donald Trumps und ein Erstarken der AfD hin. Vor freudianischer Verdrängung sind also selbst erfahrene Astrologen nicht gefeit.

Fürs neue Jahr versprechen die Sterne keine schnelle Erholung. Damit sind sich Pluto, Saturn und Dietrich einig mit den Seuchenmedizinern und den Wirtschaftswissenschaftlern.

Die Entspannung kommt langsam

„Der Verbund löst sich langsam auf. Entspannung gibt es aber erst ab Ende März.“ Dann werden wohl nicht nur der Impfstoff, sondern auch die Konstellation der Himmelskörper für eine allmähliche Rückkehr zur Normalität sorgen.

„Das erste Quartal wird nochmal hart, das kann man wirklich sagen. Da läuft noch der Mars drüber. Das sieht nach einer Welle der Rebellion aus, mit großer Aggressivität“, sagt der Astrologe vorher. In den Iden des März, so prophezeit er, gibt es noch einmal einen Covid-Höhepunkt.

„Dann wandert der Saturn in den Wassermann, die Dinge klären sich auf und für April und Mai sehe ich einen Übergang in eine neue Normalität.“

Die AfD holt 25 Prozent.
Malkiel Dietrich, Wahrsager

Das mag das Ende der Pandemie bedeuten, ein Ende schwieriger Verwerfungen ist es aber nicht. „Ab September verschleiert Neptun und auf Merkur steigt die Spannung. Das befeuert weitere Verschwörungstheorien und sorgt für eine böse Überraschung zur Bundestagswahl.“

Genau zum Urnengang sorgen Venus und Pluto für Verspannungen. „Ich sehe 25 Prozent für die AfD und kaum Chancen auf eine Regierungsbildung.“ Der Wahrsager rät dringend, die Wahl zu verschieben.

Wahrsager rät, die Bundestagswahl zu verschieben

„Der 26. September ist kein guter Tag. Ein Monat später wäre schon viel entspannter, eine vorgezogene Wahl im April aber noch viel besser.“ Wegen des zwischenzeitlichen Einflusses von Aquarius.

Dass der Wassermann ausgerechnet einem Alt-Hippie in der Stuttgarter Villa Reitzenstein zu Hilfe kommt, mag die unendliche Weisheit des Universums widerspiegeln. Für Wahrsager Dietrich jedenfalls steht fest: Winfried Kretschmann bleibt Ministerpräsident.

Kretschmann bleibt Ministerpräsident.
Malkiel Dietrich, Wahrsager

„Der Wahltag im März liegt ideal.“ Und auch sonst sieht er fürs Ländle dann doch ein rosiges Jahr voraus. „Wirtschaftlich kommt Baden-Württemberg ganz hervorragend aus der Pandemie. Bis zum Jahresende sieht das richtig richtig gut aus, für die Finanzen, die Wirtschaft und für unsere Gesundheit.“

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