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Kontrollen an den Eingängen

Warum Baden-Baden am Weihnachtsmarkt festhält – Eröffnung am Donnerstag

Das Dorf mit etwa 100 Hütten vor dem Kurhaus Baden-Baden eröffnet wie geplant. Für Besucher gelten die 2G-plus-Regeln. Zudem möchte die Stadt die Impfangebote deutlich erweitern.

Startklar: Händler Kreshnik Gashi bereitet seine Hütte mit Deko-Artikeln für die Eröffnung des Christkindelsmarkts vor. Foto: Michael Rudolphi

Viele Städte haben ihre Weihnachtsmärkte bereits abgesagt, Baden-Baden hält daran fest: Das Hüttendorf wird wie geplant ab 25. November stattfinden – allerdings unter den verschärften Vorgaben der 2G-plus-Regeln. „Es ist nicht ganz einfach“, räumte Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU) am Mittwoch vor Medienvertretern ein.

Die Verwaltung und die Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH als Organisatorin hätten das Für und Wider gründlich abgewogen und sich dann dafür entschieden, den Weihnachtsmarkt Baden-Baden auszurichten. Die offizielle Eröffnung ist am Donnerstag um 18 Uhr.

Nach Ansicht der Rathauschefin hat Baden-Baden den Vorteil, dass der Christkindelsmarkt komplett eingezäunt sei und es nur zwei Eingänge mit Kontrollen des Impfstatus und des Testnachweises gebe. Einlass erhält nur, wer geimpft oder genesen ist und zusätzlich einen zertifizierten negativen Schnelltest vorweist.

Maximal 2.500 Menschen sind zeitgleich auf dem Gelände erlaubt. Um den Besuchern mehr Abstand zu ermöglichen, sind statt der früher üblichen 130 nur rund 100 Buden aufgebaut.

Eine Absage träfe auch die Betreiber hart

Mergen hält es für wichtig, in der sich verschärfenden Corona-Lage etwas für die Psyche der Menschen zu tun, die ein paar Stunden entspannt auf dem Christkindelsmarkt verbringen könnten. „Zudem wäre eine erneute Absage das finale Ende für die Betreiber“, sagte die OB.

Sie appellierte wiederholt eindringlich an die Menschen, sich impfen zu lassen: „Das ist der bestmögliche Schutz gegen eine Infektion und einen schweren Krankheitsverlauf.“ Zudem trage dies dazu bei, die Lage auf den Intensivstationen zu entspannen.

Der größte Teil der Corona-Patienten ist nicht geimpft

Nach Auskunft von Thomas Iber, dem Medizinischen Geschäftsführer des Klinikums Mittelbaden, ist die Situation derzeit schlimmer als in den früheren Corona-Wellen. Demnach liegen aktuell 45 Patienten auf der Corona-Station in Balg. Auf der Intensivstation seien sechs Betten belegt.

Iber zufolge sind 95 Prozent der Intensiv-Patienten nicht geimpft, auf der Corona-Station sind es rund 80 Prozent. Die Klinik habe inzwischen ihre Kapazitätsgrenze überschritten und schon Covid-19-Patienten ausgeflogen. Ärzte und Pflegekräfte seien zunehmend überfordert. „Wir müssen sehr sorgsam mit der Ressource Personal umgehen“, betonte der Medizinische Geschäftsführer.

Weitere Impfstützpunkte sind geplant

Um mehr Impfungen zu ermöglichen, baut die Stadt die Angebote aus. Im November und Dezember gebe es bislang etwa 1.600 gebuchte Termine, informierte Matthias Götz, Leiter der städtischen IT-Abteilung. Es werde weitere Sonder-Impfaktionen und neben dem regionalen Impfstützpunkt an der Klinik Balg zusätzliche Impf-Stationen in der Shopping Cité (ab 2. Dezember) und im Löwensaal Lichtental (ab Mitte Dezember) geben.

Darüber hinaus habe das Rathaus beim Mobilen Impfteam Karlsruhe einen weiteren regionalen Stützpunkt angefordert. Götz zufolge schaltet die Stadt ab sofort etwa 7.000 weitere Impftermine über die städtische Homepage frei.

Wir tun alles, dass wir schnell impfen können.
Ingo Wiedenlübbert, Hausarzt

Die niedergelassenen Ärzte erhöhen ebenfalls die Zahl der Impfungen. Nach Auskunft von Ingo Wiedenlübbert, Sprecher der Ärzteschaft und früherem Medizinischem Leiter des Kreis-Impfzentrums im Kurhaus, steigerten die 20 Schwerpunkt-Praxen ihr Angebot von bisher 1.000 auf etwa 2.500 Impfungen pro Woche.

„Wir tun alles, dass wir schnell impfen können“, betonte Wiedenlübbert. Er bat, gebuchte Termine nicht abzusagen, auch wenn die Ärzte bei der Auffrischung Moderna statt des zuvor verabreichten Vakzins von Biontech verabreichten. „Beides sind sehr wirksame Impfstoffe“, sagte Wiedenlübbert.

Die Bewohner von Pflegeheimen haben Booster-Impfungen erhalten

„Alles überschaubar“, kommentierte Bürgermeister Roland Kaiser (Grüne) die Lage in den Schulen und Kitas, wo es in den vergangenen Wochen nur wenige Infektionen gegeben habe. In den Pflege- und Altenheimen hätten fast alle Bewohner inzwischen ihre Booster-Impfungen erhalten.

Impftermine buchen

Impftermine lassen sich auf der städtischen Homepage unter www.baden-baden.de/impftermine buchen.

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