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Meinung

von Holger Siebnich

Existenzen retten

Wenn Innengastronomie öffnet, sind AHA-Regeln noch wichtiger

Die Öffnung der Gastronomie ist ein großer Schritt in dieser Pandemie-Phase, in der es um Existenzen geht. Doch von der Öffnung der Innengastronomie geht auch eine Gefahr aus, zumindest, wenn AHA-Regeln gebrochen werden, kommentiert Holger Siebnich.

In Baden-Baden hängen viele Jobs am Gastgewerbe. Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Es wird hoffentlich ein Festtag für Baden-Baden: Hält die positive Entwicklung an, dürfen am Donnerstag Restaurants und Hotels wieder öffnen. Nach Monaten der Einschränkungen wäre das nach den bereits erfolgten Lockerungen für den Einzelhandel ein weiterer, ganz großer Schritt nach vorn in dieser voraussichtlich letzten und doch so anstrengenden Phase der Pandemie.

Dabei geht es gerade in der Kurstadt um viel mehr als ein paar gesellige Stunden in schönem Ambiente. Im vom Tourismus geprägten Baden-Baden hängen überdurchschnittlich viele Jobs am Gastgewerbe. Es geht um Existenzen.

Umso wichtiger ist es, auch in diesen Tagen den Mahner zu spielen – auch wenn es verständlicherweise kaum jemand mehr hören mag. Baden-Württemberg ist mit der Entscheidung, auch in der ersten Lockerungsstufe der Gastronomie schon die Öffnung der Innenbereiche zuzulassen, im Wettrennen mit anderen Bundesländern vorgeprescht.

Für die Umsätze der Wirte kann das angesichts des bislang miesen Mai-Wetters Gold wert sein. Doch die Entscheidung birgt auch ein Risiko. Alle Gesundheitsexperten sind sich einig, dass die Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen sehr viel höher ist als im Außenbereich.

Umso wichtiger ist es, die Regeln wie Testnachweise, Mindestabstände und Maskenpflicht abseits des eigenen Platzes einzuhalten. Es wäre kurz vor Schluss für alle Beteiligten fatal, sollten die Zahlen trotz großer Fortschritte beim Impfen nochmal hochschnellen.

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