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Wegen Corona-Vorgaben

Winzer-Buden in der Baden-Badener Fußgängerzone haben ausgedient

Das über Ostern geplante Angebot mit Weinausschank von örtlichen Winzern sollte die Baden-Badener Fußgängerzone beleben. Wegen verschärfter Corona-Vorgaben ereilte die Winzer-Buden jetzt aber das Aus. Sie werden abgebaut und eingelagert.

Der Betrieb der Buden in der Fußgängerzone macht bei einem ständigen Wechsel zwischen Öffnen und Schließen wirtschaftlich keinen Sinn. Foto: Bernd Kamleitner

Das Hin und Her mit Öffnung, Schließung und Wiedereröffnung hat ein Ende: Wegen der Ungewissheit, wie sich in der Corona-Pandemie die Inzidenz-Zahlen in der Bäderstadt entwickeln, werden die Verkaufsstände in früheren Christkindelsmarktbuden in der Fußgängerzone abgebaut und eingelagert.

„In Rücksprache mit den Ausstellern und der Stadtverwaltung waren wir uns alle einig, dass es in den kommenden Wochen keinen wirtschaftlichen Sinn machen wird, die Hütten immer mal wieder zu betreiben wenn es die Inzidenz-Zahlen und die Lockdown-Maßnahmen zulassen sollten“, begründet Jörg Grütz von der City-Marketing und Event GmbH den Schritt.

Der Aufwand für die Aussteller, die Ware jeweils dann anzufahren, einzuräumen und zu dekorieren, wenn es die Corona-Vorgaben zulassen, sei sehr aufwändig, sagt der Geschäftsführer.

Die sechs Hüttenbeschicker waren nach der Schließung der Buden wegen gestiegener Sieben-Tage-Corona-Inzidenz aus ihrem Domizil ausgezogen. Am Mittwoch wurden die Buden abgebaut, an diesem Donnerstag werden die Teile ins Lager abtransportiert. Für wie lange, dass kann im Moment niemand vorhersagen.

Die Aktion in Baden-Baden startete im Januar - mit Kritik

Die City-Marketing und Event GmbH hatte die Hütten seit Jahresanfang nach eigenen Angaben kostenfrei zur Verfügung gestellt und die Kosten für die Aufhübschung mit frühlingshaftem Außendesign übernommen. Die Buden sollten mit dem angebotenen Sortiment zu einer Belebung der Fußgängerzone während der Pandemie beitragen.

Die Aktion hatte allerdings auch kritische Stimmen vom Zusammenschluss Baden-Baden Innenstadt (BBI) geerntet.

Eine Anschlussnutzung war bereits vorgesehen. Über den Förderverein Rebland hatten sich elf Baden-Badener Winzer angemeldet. Sie wollten über die Osterzeit die Hütten nutzen, um Kostproben ihrer Weine auszuschenken und auch Flaschen zu verkaufen. „Auf so eine Chance hatten die Winzer schon lange gewartet“, betont Grütz. Daraus wird erst einmal nichts.

Aber wir geben nicht auf.
Jörg Grütz, City-Marketing und Event GmbH

„Aber wir geben nicht auf“, betont der Geschäftsführer der City-Marketing und Event GmbH. Er sei mit dem Vorsitzenden des Fördervereins, Klaus Bloedt-Werner, in Kontakt. Aufgeschoben ist demnach nicht aufgehoben.

Pläne für Winzer-Buden an Pfingsten stehen

„Wir haben mal gemeinsam die Pfingstzeit ins Auge gefasst um vielleicht dann auf einem Bereich des fertiggestellten Fieserbrückenplatzes die Winzer attraktiv zu präsentieren“, nennt Grütz eine Alternative. Eine Konkurrenz zur örtlichen Gastronomie sieht er durch das Angebot nicht.

Sofern sich die Pläne verwirklichen lassen, kann er sich vorstellen, die Buden um ein historisches Kinderkarussell zu ergänzen, um die Aufenthaltsqualität für Familien zu erhöhen. Von der Realisierung der Aktion mit den Weinbauern erhofft er sich zudem Erkenntnisse für künftige Akzente zur Belebung der Baden-Badener Innenstadt.

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