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Fortsetzung am Landgericht am Dienstag

Zeuge sagt im Baden-Badener Pfadfinder-Prozess aus: Ein System aus Scham, Angst und Schwüren

Ein ehemaliger Pfadfinderleiter soll eine Gruppe von Jungen zur Vergewaltigung eines Mädchens gezwungen haben. Mit den Aussagen des Opfers und weiterer Zeugen wurde der Baden-Badener Prozess fortgesetzt.

Ein Angeklagter in einem Prozess um eine Gruppenvergwaltigung hält sich vor Prozessbeginn im Gerichtsaal einen Aktenordner vor sein Gesicht. Rechts sitzt sein Anwalt Andreas Kniep. Vor mehr als 30 Jahren soll sich der Angeklagte als Leiter einer Pfadfindergruppe der Gruppenvergewaltigung schuldig gemacht haben. Foto: Sönke Möhl dpa

„Tue jeden Tag eine gute Tat.“ Auch wer so gut wie nichts über die Pfadfinder weiß, der kennt doch wenigstens das berühmte Leitmotiv der internationalen Jugendbewegung, die der britische General Robert Baden-Powell vor etwas mehr als 100 Jahren ins Leben rief. Und der weiß auch, dass es bei den Pfadfindern um mehr geht, als um Übernachtungen unterm freien Himmelszelt und Liederabende am Lagerfeuer.

Pfadfinder – dieses Ideal jedenfalls hatte deren Urvater bei Gründung vor Augen - zeichnen sich immer auch durch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft aus. Ein Pfadfinder ist stets hilfsbereit und ehrlich und er schützt die Schwächeren. Mit dem Ablegen dieses Pfadfinder-Versprechens werden die jungen Menschen gleich bei Eintritt auf die moralisch anspruchsvolle Linie eingeschworen.

Vor diesem Hintergrund ist es umso bemerkenswerter, dass nun ein Strafgericht über die Taten eines ehemaligen Pfadfinder-Gruppenleiters urteilen muss. Seit vergangener Woche steht der heute 64-jährige Dieter K. vor der Großen Kammer des Landgerichts Baden-Baden.

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