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Tipps von Profis

Zweitklässler in Baden-Baden geben dem Nachwuchs Tipps zum Start

Nach einem Jahr an der Baden-Badener Theodor-Heuss-Schule wissen die Zweitklässler, wie der Hase läuft. Ihre Erfahrungen geben sie an die Erstklässler weiter.

Immer schön melden: Zweitklässlerinnen Sophia Wagner (links) und Lahja Kuhn wissen, wie sie gut durch die Schule kommen. Foto: Catrin Dederichs

Gut aufpassen, sich melden, in der Pause herumtollen und – ganz wichtig – Freunde finden: Die Zweitklässler der Baden-Badener Theodor-Heuss-Schule wissen, worauf es in der Schule wirklich ankommt. Ab sofort sind sie nicht mehr die Kleinsten, in dieser Woche werden die neuen Erstklässler eingeschult. Und damit die Jüngsten gleich einen guten Start hinlegen, versorgen die Mini-Experten aus der zweiten Klasse sie mit wertvollen Tipps rund um Lehrer, Hausaufgaben, Unterricht und Pause.

Auf dem Reifenkarussell bin ich am liebsten. Da drehe ich mich immer ganz schnell.
Diar Statovci, Zweitklässler an der Theodor-Heuss-Schule

In einem Punkt sind sich vier Profis aus der Zweiten einig: Schule ist toll, das Beste aber ist die Pause. Begeistert erobern die Kinder die Bäume im Schulhof, stürzen sich mit Schwung vom Kletterturm herab, rasen über die Hängebrücke oder kreiseln mit dem Karussell. „Auf dem Reifenkarussell bin ich am liebsten. Da drehe ich mich immer ganz schnell“, sagt Diar Statovci.

So ein Drehwurm ist auch etwas für Emre Durur. Sophia Wagner und Lahja Kuhn toben in der Pause lieber mit Klassenkameraden durch die Gegend und spielen Fangen oder Versteck-Verbrannt. „Das ist einfach das coolste Spiel“, sagt Lahja.

Mit Deutsch auf dem Kriegsfuß

Im Unterricht haben sie gleichfalls eine Menge Spaß. So freut sich Diar besonders über den Sportunterricht, wenn er mit der Klasse ins Schwimmbad oder in die Turnhalle geht. „Da spielen wir Zombi-Ball oder Karotten-Ziehen, das ist toll“, sagt er. Sophia hat viel Freude im Kunstunterricht und malt besonders gern mit Wasserfarben. Mit Deutsch steht Emre ein bisschen auf dem Kriegsfuß, „weil wir da so viel schreiben müssen“.

Er rät den Kleinen dennoch, gut aufzupassen. „Lernt einfach die ganzen Buchstaben, dann kann man alles schreiben, was man will“, sagt er. Eines seiner Lieblingsfächer ist Mathematik. „Das ist das Beste, da können wir am schnellsten fertig sein.“ Lahja mag das Fach genauso, allerdings aus einem anderen Grund. „In Mathe muss man leise sein und rechnen, da hat man endlich seine Ruhe.“

Man muss immer nachdenken, sonst wird das nichts.
Lahja Kuhn, Zweitklässlerin an der Theodor-Heuss-Schule

Ruhe ist dem Mädchen sowieso wichtig. „Man soll nicht reinquatschen, den Lehrern gut zuhören und immer nachdenken“, sagt sie. „Sonst wird das nichts.“ Außerdem drohen Extra-Aufgaben, wie Emre weiß. „Wer Quatsch macht, bekommt Strafarbeiten. Das Blödste ist aber, wenn man schwänzt, dann gibt es zehn Strafarbeiten.“

Sein Hinweis also für die Neuen: stets brav zur Schule kommen. Sophia hat noch weitere Ratschläge parat. „Wichtig ist, eine Maske zu tragen und freundlich zu sein. Und man muss eine Freundin finden, sonst macht es keinen Spaß.“

Bei der Einschulung muss man ganz hübsch angezogen sein.
Sophia Wagner

Auch vor Hausaufgaben brauchen sich die Schulanfänger nicht zu fürchten. Um alles unter einen Hut zu bringen, schlägt Diar vor, daheim erst eine Stunde lang zu spielen und dann die Aufgaben anzugehen. Lahja hingegen erledigt ihre Arbeiten gleich nach dem Essen. Anschließend findet sie noch ausreichend Zeit für ihr großes Hobby, das Reiten.

„Manchmal ist es stressig“, sagt sie, „aber eigentlich geht es ganz leicht.“ Zuletzt gibt Sophia den Schul-Neulingen noch einen Wink für den großen Tag mit auf den Weg. „Bei der Einschulung muss man ganz hübsch angezogen sein.

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