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Instandsetzung der Gleise ab Montag

Aufwändige Bergung in Bühl: Kesselwagen ist zurück auf den Schienen

Große Bühne für die moderne DB Netz Notfalltechnik: Die war mit ihren mächtigen Notfallkränen Mammut und Herkules in Bühl, nachdem ein Kesselwagen entgleist war. Doch wie geht es jetzt weiter?

Der verunglückte Kesselwagen wurde mit zwei mächtigen Notfallkränen aufgegleist. Der Mammut (rechts) kann 160 Tonnen heben. Foto: Thomas Gries

Mammut und Herkules wurden in Bühl ihren Namen gerecht. Die beiden mächtigen Notfallkräne der Deutschen Bahn AG (DB) hatten am Abend des Donnerstag mit ihrer Hebekraft von 160 beziehungsweise 100 Tonnen den havarierten Kesselwagen zurück auf die Gütergleise der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) westlich des Bahnhofs Bühl gesetzt. Damit waren die Räumungsarbeiten abgeschlossen, die erfahrenen Spezialisten der DB Netz Notfalltechnik rückten ab.

So richtig frisch sieht der Waggon nicht mehr aus. Die Verkleidung ist aufgeplatzt, zeigt ziemliche Dellen. Der mit 78.000 Litern Epoxidharz beladene Tanker hatte sich im ersten Anlauf der Bergungsaktion auf die Seite gelegt. Doch nun ist soweit alles aufgeräumt, der Chemiepark kann laut Christoph Meichsner, Pressesprecher der SWEG, seit diesem Freitag wieder über die Schiene beliefert werden. Und ausgelaufen ist auch nichts.

Zwei Tage nach der Havarie ist im Unteramthof wieder Ruhe im eingekehrt. Am Montag beginnt laut SWEG die Instandsetzung der zerstörten Gleise. Die Berichterstattung des ABB über das Unglück hat es sogar auf die Seiten von Drehscheibe online geschafft, eine Internet-Plattform für alle, die sich irgendwie für Eisenbahn interessieren.

Dort steht im Fachforum „Betriebsstörungen“ unter der Überschrift „(KBS702) Havarie von Kesselwagen auf dem SWEG Gleis in Bühl“ der Verweis auf die beiden Artikel auf den Online-Auftritt der Badischen Neuesten Nachrichten.

Berichte auf bnn.de auch Thema in Bahnforum im Internet

Am Haken: Da steht der Kesselwagen fast schon wieder. Foto: Thomas Gries

„Seit gestern läuft eine größere Bergungsaktion eines Kesselwagens auf dem SWEG Gleis in Bühl, Zwei Notfallkräne sind ebenfalls im Einsatz, hier die erste Meldung von gestern: [bnn.de]. Und hier der aktuelle Beitrag von heute: [bnn.de]. Das ganze scheint wohl noch ne ganze Weile zu dauern....“, schreibt der Einsteller „Bahnfreakandy“ in seinem Post von Donnerstag um 20.22 Uhr.

Der Beitrag stieß auf Interesse, am Freitag Nachmittag war er fast 1.000 Mal geklickt worden. Dass zwei Kräne anrücken, ist bei der DB Netz Notfalltechnik die Regel, erklärt eine Bahn-Sprecherin. Das nun hängt schlicht und ergreifend mit den physikalischen Grundregeln bei großen, sperrigen Lasten zusammen.

Wie es mit dem Havaristen weitergeht, ist derzeit noch offen. „Die Abstimmung hinsichtlich Überführung des beschädigten Wagens erfolgt erst Anfang nächster Woche“, berichtet der Pressesprecher. Rollen kann der Waggon noch, das wurde offenbar, als Kran Herkules ihn ein Stück bewegte.

Eisenbahn-Kennern zufolge könnte sein, dass der Tanker nun mit einer Sondergenehmigung ganz langsam und vorsichtig zum Entladen nach Greffern gezogen wird. Fest steht indes: Von Montag an lässt die SWEG die Gleise reparieren.

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