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Teil des Projekts Regiomove

Am Bahnhof in Bühl werden Bahnen, Autos, Fahrräder und Busse verknüpft

Gute Nachrichten für Pendler: Bühl ist Teil eines Pilotprojekts, das unter dem Namen „Regiomove“ im Gebiet des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) zahlreiche Verkehrskonzepte miteinander verbinden will. Die Idee: An sogenannten Ports, also Schnittstellen, sollen künftig Fahrten mit S-Bahn und Bus, aber auch mit Leihautos oder Leihfahrrädern, miteinander verknüpft werden, um Anschlüsse zu erleichtern.

Pendler sollen es bald schon einfacher haben: Dabei helfen könnten Ports, die am Bühler Bahnhof sowie in sechs weiteren Kommunen installiert werden sollen. Dies würde den Umstieg auf Bus, Leihfahrrad oder Leihauto erleichtern. Foto: Klaus

Gute Nachrichten für Pendler: Bühl ist Teil eines Pilotprojekts, das unter dem Namen „Regiomove“ im Gebiet des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) zahlreiche Verkehrskonzepte miteinander verbinden will.

Die Idee: An sogenannten Ports, also Schnittstellen, sollen künftig Fahrten mit S-Bahn und Bus, aber auch mit Leihautos oder Leihfahrrädern, miteinander verknüpft werden, um Anschlüsse zu erleichtern.

Neben Bühl haben der Karlsruher Verkehrsverbund und der Regionalverband Mittlerer Oberrhein (RVMO) auch noch Rastatt, Baden-Baden, Bad Schönborn-Mingolsheim, Stutensee-Blankenloch, Karlsruhe-Hagsfeld sowie Ettlingen als Stationen für ihr Pilotprojekt auserkoren.

Bis Mitte 2021 sollen die Ports stehen, die mit ihren bunten Signalfarben nicht nur von weit her als zentraler Umsteigeplatz erkennbar sein sollen, als vielmehr den Pendlern durch die Farbauswahl auch deutlich machen sollen, welche Verkehrsmittel ihnen zum Anschluss zur Verfügung stehen.

Kombinierte Verbindungen Dank einer App

Solche kombinierten Verbindungen sollen in Zukunft mit einer speziellen App direkt auf dem Smartphone gebucht werden können. Darüber hinaus sollen den Pendlern an den Ports, die in allen Kommunen in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof errichtet werden sollen, diverse Serviceleistungen zur Verfügung stehen. Beispiele sind etwa ein Info-Terminal, E-Ladestationen oder Fahrradservicestationen. Auch einen Bücherschrank zur Überbrückung der Wartezeiten könnte es geben.

Welche dieser „Extras“ tatsächlich für Bühl in Frage kommen, müsse allerdings abgewartet werden, erklärt Daniel Back, Mitglied der AG Mobilität der Stadt Bühl. Laut Back befinde sich die Stadt derzeit bereits in Gesprächen mit der Deutschen Bahn über einen geeigneten Standort für die Ports.

Später werde das Thema dann im Gemeinderat behandelt. „Die Voruntersuchungen laufen noch. Wichtig ist zunächst, dass wir einen zentralen Platz für die Ports finden“, sagt Back.

Rund 214.000 Euro pro Haltestelle

1,5 Millionen Euro sollen die sieben Stationen insgesamt kosten, demnach werden rund 214.000 Euro pro Haltestelle aus Glas und Stahl veranschlagt. Etwa eine Million Euro Fördermittel steuern die EU und das Land bei, auf die Kommunen geht lediglich ein Drittel der Gesamtsumme.

„Es ist fantastisch, dass wir den Zuschlag bekommen haben“, freut sich Back, der eine große Nachfrage vonseiten der Pendler erwartet.

Der Bühler OB Schnurr freut sich über Vernetzung

Bühls Oberbürgermeister Hubert Schnurr freute sich ebenfalls, dass die Wahl für das Pilotprojekt auch auf seine Stadt fiel. „Die Vernetzung verschiedener Transportarten ist für uns ein großer Schritt in eine nachhaltige Mobilität, von der neben unseren Bürgern insbesondere auch unsere Pendler profitieren dürften. Man denke nur an die komfortable Möglichkeit, sich vom Karlsruher Hauptbahnhof aus in Bühl ein Fahrrad reservieren zu können – und das alles in einer App“, sagt Schnurr.

„Ich wünsche mir, dass auch unsere Firmen diese Chance erkennen und ergreifen und zu einem Erfolg vor allem des Bike-Sharings beitragen.“

Projektstart war bereits 2017

Bereits im Dezember 2017 war das Programm Regiomove unter der Leitung des KVV ins Rollen gekommen. Vonseiten des Landes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung wird Regiomove als ein Leuchtturmprojekt der Region Karlsruhe mit insgesamt rund 4,9 Millionen Euro über drei Jahre gefördert.
Im Juli hatte eine Jury aus fünf Entwürfen ein Design für die neuen Ports ausgewählt. Der Gewinner: Stahlgerüste mit bunten, kubischen Dachaufbauten, die nach dem „Baukastenprinzip“ aufgebaut sind, wie Maren Mayer de Groot, die für Regiomove das Projekt begleitet, erklärte.
„Es gibt je nach Standort ganz unterschiedliche Varianten. Die Ports sollen aber immer schnell erkennbar sein. Je nach Farben weiß der Pendler gleich intuitiv, welche Verkehrsmittel er nutzen kann.“
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