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Hilfe für Startups

Bühler Gemeinderat genehmigt Wirtschaftsplan des Bits

Die Bühler Innovations und Technologie Startups GmbH trotzt den diversen Krisen- Große Hoffnung setzt der Geschäftsführer auf ein Projekt, an dem auch das KIT beteiligt ist.

Bits
Innovationen aus dem Froschbächel: Das Bits ist aktuell komplett belegt und verzeichnet auch wieder mehr Anfragen. Foto: Bernhard Margull

Wenn der Gemeinderat über den Wirtschaftsplan der Bühler Innovations und Technologie Start-Ups GmbH spricht, ist es eine Frage von Sekunden, bis zum ersten und beileibe nicht zum letzten Mal von einer Erfolgsgeschichte die Rede ist. Garniert wird dieses Urteil der Marke Christkind („alle Jahre wieder....“) mit dem Dank für die Arbeit von Geschäftsführer Jürgen Braun. Dass der Aufsichtsratsvorsitzende von Pfizer Deutschland das Bits auch noch so ehrenamtlich wie engagiert leitet und dabei auch bessere Zahlen als erwartet vorlegt, lässt das Lob-Thermometer in hohe Regionen steigen.

Jetzt hat der Gemeinderat einstimmig seine Zufriedenheit mit dem Wirtschaftsplan für das kommende Jahr artikuliert. Beschlossen wird das Zahlenwerk in der Gesellschafterversammlung des Bits. Den zu erwartenden Fehlbetrag von 75.000 Euro übernimmt die Stadt.

Räume des Bühler Bits sind vollständig belegt

Braun begann seine Erläuterungen mit der Gegenwart. Insgesamt lägen die Einnahmen über und die Ausgaben unter dem Plan. Aktuell seien die Räume im Froschbächel zu 100 Prozent vermietet. Zehn Firmen hätten hier ihren Sitz. Eine werde voraussichtlich in den kommenden Monaten einziehen.

Der Geschäftsführer ist zuversichtlich, den Abgang rasch wieder ersetzen zu können. Er erinnerte an die Corona-Krise und den Ukraine-Krieg mit der sich anschließenden Energiekrise. Dennoch sei in den vergangenen Monaten die Zahl der Anfragen von Interessenten gestiegen, was Braun überraschend nannte und als ein gutes Zeichen wertete.

Ein wichtiger Punkt sei das Projekt Regiomore. Dabei handelt es sich um das Leuchtturmprojekt „Regionales Mittlerer-OberRhein Digital Ecosystem“, mit dem die Stadt Bühl, das Karlsruher Institut für Technologie und die Technologieregion Karlsruhe GmbH in der ehemaligen Montagehalle des Projektpartners USM ein Innovationszentrum schaffen möchten.

Hier soll eine Infrastruktur zum Experimentieren, zur Digitalisierung und zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle entstehen. Erste Workshops haben bereits stattgefunden.

Regiomore könnte Arbeitsplätze nach Bühl holen

Karl Ehinger (FW) wies in der kurzen Aussprache auf Entwicklungen bei den großen Arbeitgebern hin: „Leider müssen wir lesen, dass in Bühl Arbeitsplätze gefährdet sind. Deshalb ist es wichtig, dass neue Technologien und damit Arbeitsplätze nach Bühl kommen.“ Regiomore könne dabei ein richtiger Ansatz sein.

Auf eine Frage von Georg Feuerer (CDU) führte Braun aus, dass das Land die millionenschwere Förderung für das Projekt fest zugesagt habe. Derzeit würden die genauen Förderrichtlinien entwickelt. Kooperationspartner für Projekte stünden parat: „Man wartet darauf, dass es in die Gänge kommt“.

Die städtische Wirtschaftsförderin Corina Bergmaier verwies auf Änderungen durch Corona und die Energiekrise. Das Geld stehe aber bereit, es müssten aber einige Dinge noch modifiziert werden. Die Sache habe sich verzögert, „aber wir liegen gut im Rennen“. Es gebe auch keinerlei Hinweise darauf, dass die Fördertöpfe geschlossen oder die Gelder nicht ausbezahlt würden.

Regiomore könne einen Schub geben, konstatierte Pit Hirn (SPD): „Wir haben keinerlei Ambitionen, das zu behindern oder nicht gutzuheißen“. Lutz Jäckel (FDP) fand es „100 Prozent richtig“, die Betriebe im Bits zu unterstützen. Er rechne mit einer erhöhten Nachfrage, da bei Krisen das Interesse an der Selbstständigkeit steige. So stellte er fest und verwendete das Wort, das so fest zum Bits gehört wie das Amen zur Kirche: „Die Erfolgsgeschichte geht weiter“.

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