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Mehrere Großbaustellen

Bühler Hauptstraße ab November wieder frei - und im Sommer dann erneut gesperrt

Gleich mehrere Großbaustellen sorgen in Bühl für Verkehrschaos. Die Hauptstraße wird überraschend Mitte November wieder für den Verkehr geöffnet. Im nächsten Sommer ist sie dann wegen Kanalbauarbeiten erneut dicht.

Umleitung: Die südliche Hauptstraße in Bühl ist komplett gesperrt. Der Verkehr fließt jetzt über die Oberweierer Straße und am Windeck-Gymnasium vorbei. Foto: Ulrich Coenen

Erst hü und dann hott. Jetzt wird die Sperrung in der Hauptstraße überraschend doch Mitte November aufgehoben. Diese erfreuliche Nachricht überbrachte Oberbürgermeister Hubert Schnurr dem Gemeinderat. Zu früh dürfen sich die Bühler aber nicht freuen. Dennspätestens im nächsten Sommer ist die Hauptverkehrsader der Stadt wieder wochenlang dicht. Es drohen neue Kanalarbeiten.

Doch der Reihe nach: Seit Anfang September ist die Hauptstraße zwischen Jägerkreisel und Oberweierer Straße komplett gesperrt. Weil gleichzeitig die Rheinstraße wegen des Neubaus eines Kreisverkehrs bis Mitte Dezember halbseitig dicht ist, bilden sich vor allem auf der Umleitungsstrecke entlang des Windeck-Gymnasiums lange Staus ( wir berichteten ).

Gründlichkeit geht aber vor Schnelligkeit
Hubert Schnurr, Oberbürgermeister

Eigentlich sollte die Hauptstraße nach den Anschlussarbeiten für zwei große Neubauten ab dem 26. September zumindest halbseitig wieder geöffnet werden. Doch daraus wurde leider nichts. Die Stadtwerke stellten fest, dass neben der Stromversorgung und der Wasserleitung auch die Gasleitung erneuert werden sollte. Das bedeutete eine Vollsperrung bis Mitte November.

Bei der Gemeinderatssitzung am 7. Oktober berichte Schnurr, dass die kommunale Tiefbauabteilung inzwischen auch den Kanal in diesem Abschnitt überprüft hat. Dort gibt es ebenfalls erheblichen Sanierungsbedarf. Schnurr kündigte eine deutliche Verlängerung der Vollsperrung an.

Nun droht statt des Endes mit Schrecken ein Schrecken ohne Ende. Dass der Kanal saniert werden muss, ist unstrittig. „Gründlichkeit geht aber vor Schnelligkeit“, meinte Schnurr. „Das ist besser als zu hudeln.“

Bereits im Vorfeld der Gemeinderatssitzung hatte der OB berichtet, dass eine gründliche technische Planung für dieses Tiefbauprojekt notwendig sei. Außerdem soll die Finanzierung im Haushalt gesichert werden. „Letztendlich besteht auch die Gefahr, dass die Kanalbauarbeiten in den Wintermonaten witterungsbedingt einige Wochen ruhen müssen“, sagte er.

Blockiert: Gleich an beiden Seiten der Eisenbahnstraße wird im Bereich der Bürgersteige gearbeitet. Foto: Ulrich Coenen

Wolfgang Eller, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung - Bauen - Immobilien im Rathaus, erläuterte die Details. Die Stadtwerke werden ihre aktuellen Arbeiten bis 15. November abschließen. Danach wird die Hauptstraße wieder frei sind. Das Damoklesschwert der Kanalbauarbeiten schwebt aber weiterhin über den Bühlern. „Wir planen, die Straße Ende Juni oder Anfang Juli 2021 wieder zu sperren“, sagte Eller.

In der Adventszeit ist die Innenstadt frei
Hubert Schnurr, Oberbürgermeister

Eine routinemäßige Überprüfung des Kanals hätte in fünf Jahren angestanden. Im Zusammenhang mit den aktuellen Bauarbeiten wurden jetzt erhebliche Schäden festgestellt, die zu schnellem Handels zwingen. Gleichzeitig will die Stadt die Feindecke der Hauptstraße zwischen Jägerkreisel und Oberweierer Straße erneuern. Die Stadt hofft, dass sich der Landkreis Rastatt an den Kosten für die Feindecke beteiligt.

Die Bauarbeiten sollen im Juni oder Juli 2021 beginnen und bis zum Zwetschgenfest Anfang September abgeschlossen werden. Wie Hubert Schnurr betonte, sollen die verkehrsärmeren Sommerferien genutzt werden.

Der Oberbürgermeister sieht mit dem Ende der Straßensperrung Mitte November große Vorteile für den Einzelhandel. „In der Adventszeit ist die Innenstadt frei“, sagte er. Da trifft es sich gut, dass auch die Bauarbeiten am Kreisverkehr in der Rheinstraße Mitte Dezember abgeschlossen werden. Die Bauarbeiten in der Gartenstraße werden aber erst Mitte Mai 2021 zu Ende sein.

Eng wird es für Fußgänger aktuell in der Eisenbahnstraße, weil auf Höhe der Sparkasse gleich auf beiden Straßenseiten gearbeitet wird. Der Bürgersteig an der Nordseite ist wegen der Sanierung des Kreditinstituts seit vielen Monaten gesperrt, seit einigen Tagen wird wegen eines Wasserrohrbruchs auch schräg gegenüber an der Südseite gearbeitet. Der städtische Pressesprecher Matthias Buschert berichtete auf Anfrage dieser Zeitung, dass am Donnerstagmorgen wegen des Wasserrohrbruchs kurzzeitig beide Gehwege gesperrt werden mussten.

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