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Viele Briefwähler

Bühlertal erwartet keinen Ansturm auf die Wahllokale

Die Zahl der Briefwähler ist auch in Bühlertal wegen der Corona-Pandemie gestiegen. Die Gemeinde rechnet mit rund 300 Wählern pro Lokal.

Gut vorbereitet auf den Wahl-Sonntag: Svetlana Schindler, Markus Brügel und Rainer Stolz (von links) in einem der Wahllokale in der Schoferschule. Foto: Katrin König-Derki

Bestmöglich hat sich die Gemeinde Bühlertal auf die ersten Wahlen unter Pandemiebedingungen vorbereitet: Von Wahl-Lotsen am Eingang der Wahllokale bis hin zu Handschuhen und abgepackten „Care-Paketen“ für die Helfer ist der Sonntag minutiös geplant, wie Hauptamtsleiter Markus Brügel und Svetlana Schindler (Sachgebietsleiterin Sozial-, Einwohnermelde- und Standesamt) bei einem Vor-Ort-Termin in der Dr.-Josef-Schofer-Schule am Freitag berichten.

Dort werden zwei von sechs Wahlbezirken abgedeckt, jeweils zwei weitere im Haus des Gastes sowie in der Franziska-Höll-Schule.

Rund 700 Bühlertaler Briefwähler mehr als in der Vergangenheit

Federführend für die Organisation verantwortlich ist an der Schoferschule Hausmeister Rainer Stolz, der etwa die Wahlkabinen und die Tische für die Helfer, mit Plexiglas versehen und auf Abstand, hergerichtet hat und am Sonntag die Helfer mit Getränken versorgt.

Alle drei wirken gelassen, während sie letzte Details klären: Mit großem Andrang und mithin Problemen bei der Umsetzung der Corona-Verordnung, sagt Brügel, rechne er nicht. „Stand jetzt haben wir 2.200 Briefwähler, um die 700 mehr als üblich“, erklärt er.

„Insgesamt sind in Bühlertal rund 5.900 Personen wahlberechtigt. Erfahrungsgemäß liegt die Wahlbeteiligung bei circa 65 Prozent. Rechnet man das um, werden pro Lokal im Zeitfenster von acht bis 18 Uhr um die 300 Personen wählen, das ist überschaubar.“ Sollten dennoch einmal zu viele gleichzeitig auftauchen, sei der Lotse aufgerufen, dies zu steuern: „Er wird dann darum bitten, dass ein Teil der Wähler auf dem Schulhof wartet.“

Er kontrolliere zugleich die Wahlberechtigung der Eintreffenden, achte auf das Tragen medizinischer Masken und das Desinfizieren der Hände wie auch auf das Einhalten der Mindestabstände.

Einen Stift müssen die Bürger nicht mitbringen.
Markus Brügel, Hauptamtsleiter Bühlertal

Zumeist seien in den Wahllokalen „Einbahnstraßen-Regelungen“ mit festgelegtem Ein- und Ausgang möglich, um Begegnungen zu reduzieren. Brügel geht von einer „entspannten Atmosphäre“ vor Ort aus. „Einen Stift müssen die Bürger nicht mitbringen, den erhalten sie zusammen mit dem Wahlzettel“, betont er, und zeigt ein Exemplar in hellem Braun mit dem Aufdruck „Gemeinde Bühlertal“. Schindler ergänzt: „Recycelt und recyclebar!“

Wegen Corona längere Auszählungszeiträume

Der Briefwahlvorstand, berichtet Brügel weiter, sei von zehn auf 20 Personen aufgestockt, der Zeitraum für die Auszählungen erweitert worden. Das Team werde nicht im Rathaus, sondern im Haus des Gastes im Einsatz sein. „Es darf schon am Sonntagnachmittag die Briefe öffnen und überprüfen, ob alles passt. Die Stimmzettelumschläge dürfen aber erst ab Sonntag 18 Uhr zum Auszählen geöffnet werden.“

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Insgesamt, konstatiert Schindler, seien bei den Wahlhelfern dieses Mal mehr jüngere Menschen dabei. „Wir haben zwar bis auf einen über 80-Jährigen alle eingeladen, die sich seit Jahren engagieren, aber einige Ältere und Vorerkrankte haben abgesagt. Zu unserem größten Verständnis.“

Wahlhelfer in Bühlertal werden „bestens umsorgt“

Am Samstag finde in der Turnhalle der Schoferschule in Zusammenarbeit mit dem DRK eine erste, am Dienstag eine zweite Corona-Testung für alle Helfer statt. Und schließlich verrät Brügel noch den Inhalt der „Care-Pakete“, die den Wahlhelfern den Tag ein wenig angenehmer gestalten sollen: „Schokolade, Äpfel, abgepackte Brezel.“

Hinzu komme frischer Hefekuchen, ergänzt Schindler, und lacht: „Unsere Wahlhelfer werden bestens umsorgt.“ Eine nette Geste als kleiner Dank für das ehrenamtliche Engagement - auch in Pandemiezeiten.

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