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In der Altersmedizin des Klinikums Mittelbaden in Bühl gilt weiterhin ein Aufnahmestopp

Corona in Bühl: Insgesamt 27 Krankenhausmitarbeiter infiziert

Insgesamt 27 Mitarbeiter des Klinikums in Bühl wurden positiv auf das neue Coronavirus getestet. Auch am Windeck-Gymnasium gibt es zwei neue Fälle.

Positive Coronatests: Im Klinkum Mittelbaden in Bühl sind insgesamt 27 medizinische Mitarbeiter betroffen. Der Dienstplan ist nicht gefährdet. Foto: Ulrich Coenen

Ein Coronafall bei einer Patientin in der Altersmedizin des Klinikums Mittelbaden in Bühl schlug am 28. Oktober hohe Wellen (wir berichteten). Danach wurden zahlreiche weitere Ansteckungen beim medizinischen Personal festgestellt. Der genaue Ansteckungsweg konnte nicht in jedem Fall eindeutig geklärt werden. Es gab einen Aufnahmestopp in der geriatrischen Abteilung.

Sybille Müller-Zuber, Pressesprecherin des Klinkums Mittelbaden, berichtet, dass am vergangenen Donnerstag erneut alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bühler Klinik auf Sars-CoV-2 getestet wurden. Insgesamt waren es 306 Personen. „Das Testergebnis liegt jetzt vor und konnte lediglich eine weitere Corona-positive Mitarbeiterin in Bühl identifizieren“, berichtet sie. In der Klinik in Bühl arbeiten 325 Mitarbeiter.

Die ersten positiv getesteten Mitarbeiter sind bereits wieder an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt
Sybille Müller-Zuber, Pressesprecherin Klinikum Mittelbaden

Im Zeitraum vom 19. Oktober bis 6. November gibt es 27 Bühler Mitarbeiter, die positiv auf das neue Coronavirus getestet wurden. Im Bereich des gesamten Klinikums Mittelbaden waren es laut einer Mitteilung des Krankenhauses seit Beginn der zweiten Welle 57 positive Tests. Ein großer Teil der Infektionen stammt aus dem privaten Umfeld der Getesteten.

Auf Nachfrage dieser Redaktion erklärt Sybille Müller-Zuber, dass der Dienstplan in der Bühler Klinik gesichert ist. „Die ersten positiv getesteten Mitarbeiter sind bereits wieder an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt“, sagt sie. „Glücklicherweise gab es viele eher leichtere Fälle.“ Die betroffenen Mitarbeiter wurden während ihrer Quarantäne zweimal getestet.

Der erste positive Test hatte gravierende Folgen

Auslöser des Falls im Oktober war eine Patientin in Bühl, die vor ihrer Rückkehr in ein Pflegeheim entsprechend der Verordnung getestet wurde. Dabei stellte sich heraus, dass die Seniorin mit Sars-CoV-2 infiziert war. Sofort wurden weitere Tests von möglichen Betroffenen veranlasst.

Zunächst waren weitere sieben Patienten der Altersmedizin von einer Corona-Infektion betroffen, außerdem sieben Mitarbeiter. Bei diesen handelte es sich laut Sybille Müller-Zuber um Pflegekräfte. Ein Teil hatte Anzeichen einer Erkältung, andere zeigten gar keine Symptome. Ein Patient wurde ins Klinikum Mittelbaden nach Baden-Baden verlegt, die übrigen wurden weiter in Bühl behandelt.

Die Folgen waren gravierend. Die geriatrische Station In Bühl wurde isoliert. Es gab für den Bereich der Altersmedizin und vorsorglich auch auf der Nachbarstation, der Inneren Medizin, ein Aufnahmestopp sowie ein Besuchsverbot. Das OP-Programm wurde eingeschränkt, läuft aber inzwischen wieder normal. Der Aufnahmestopp für die Innere Abteilung wurde ebenfalls aufgehoben. Auch Besuche im Klinikum sind mit Ausnahme der Altersmedizin, für die nach wie vor ein Aufnahmestopp mit Patienten gilt, wieder möglich.

„Die Infektionen haben seit Anfang November deutlich nachgelassen“, stellt Markus Kratz, Ärztlicher Direktor des Klinikums Baden-Baden/Bühl, jetzt fest.

Neue Corona-Fälle am Windeck-Gymnasium

Nach Mitteilung der Stadt Bühl gibt es neue Corona-Fälle am Windeck-Gymnasium. Zwei Klassen konnten am Montag nicht planmäßig zum Unterricht kommen, da jeweils eine Schülerin positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Alle Eltern der beiden betroffenen Klassen der Stufen sechs und zwölf wurden noch am Sonntag verständigt.

Es ist laut Pressemitteilung der Stadt davon auszugehen, dass die Schüler zur Kontaktperson eins erklärt werden und vom Gesundheitsamt eine Quarantäne verfügt wird. Im Kinderhaus Sonnenschein ist vergangene Woche ein Corona-Fall aufgetreten. 17 Kinder einer Stammgruppe sowie alle vier der Gruppe zugeordneten Erzieherinnen sind von Quarantäne-Maßnahmen betroffen. Die häusliche Isolation gilt bis zum 12. November.

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