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Weiter Proteste in Bühl

Corona-Kundgebungen in Bühl: Gegner verschieben Demo

Die Querdenker-Demonstration am Samstag auf dem Bühler Kirchplatz verlief friedlich. Zuvor hatte die Gegengruppierung „Nein zu Querdenken“ eine Gegenaktion angemeldet.

Bhl demonstriert die Initiative Querdenken in der Innenstadt. Foto: Bernhard Margull

Die „Querdenker“ auf dem Kirchplatz in Bühl erhielten wieder Gegenwind von Befürwortern der Corona-Maßnahmen, auch wenn die ursprünglich geplante Gegen-Kundgebung abgesagt wurde. „Ja, wir als ‘Nein zu Querdenken’-Gruppierung haben eine Protestveranstaltung angemeldet. Aber wir haben beschlossen, diese zu einem anderen Zeitpunkt zu veranstalten“, erklärte deren Organisator Theo Kaufmann aus Bühl gegenüber dem ABB. Unterdessen verlief die zwischenzeitlich 28. Querdenker-Demonstration auf dem Kirchplatz friedlich.

„Ich ziehe mich aber jetzt zurück, weil mein Engagement für die europäische Bürgerinitiative 5G für eine gesunde digitale Kommunikation mich stark fordert. Ich denke aber, dass die Querdenker-Veranstaltung weiter bestehen wird“, räumte Veranstalter Eduard Meßmer aus Bühlertal zu der Samstags-Kundgebung auf dem Kirchplatz ein.

Vereinzelt Buh-Rufe

„Beide Gruppierungen haben ihre geplanten Veranstaltungen bei uns angemeldet. Vorsichtshalber haben wir die Gegenveranstaltung zu den Querdenkern nur für den Europaplatz genehmigt aus Gründen der Deeskalation“, setzte Martin Bürkle. Er zeigte sich zufrieden mit dem friedlichen Verlauf der Veranstaltung, ergänzte Bürkle als öffentlicher Vertreter der Stadt Bühl. Der Kirchplatz sei wegen der Abstandregeln auch nur für eine Veranstaltung bis maximal 150 Personen ausreichend.

„Ich bin hier, weil ich die Argumente dieser Querdenker als nicht richtig empfinde. Aber nach den Buh-Rufen habe ich meinen geplanten Wortbeitrag am Mikro gerade abgebrochen“, stellte Ernst Böttler aus Ottersweier fest. „Ich muss aber auch deutlich sagen, dass der Veranstalter anschließend diese Störungen ausdrücklich nicht gut geheißen hat“, ergänzte Böttler.

Grundsätzlich seien die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung auf jeden Fall richtig. „Obwohl man schwer nachempfinden kann, warum keine für die Gastronomie wichtigen Weihnachtsveranstaltungen mit mehr als sechs Personen stattfinden können. Während auf der anderen Seite in einem öffentlichen Bus die Fahrgäste eng beieinander sitzen“, gab Böttler zu bedenken. Er sei in erster Linie hier, um die Gegenbewegung, die sich hier angekündigt hatte, zu unterstützen.

Auch die Bühler Polizei war wie bei jeder Veranstaltung zuvor präsent. „Es ist wichtig, dass der Veranstalter unbedingt zu Beginn darauf hinweist, dass die Teilnehmer den Mindestabstand einhalten. Das kontrollieren die Beamten auch. In dieser Hinsicht läuft hier gerade alles richtig“, führte Martin Bürkle wegen der fehlenden Schutzmasken aus.

Die Gegner der Corona-Maßnamen unterstrichen am Samstag einmal mehr, dass sie die Maßnahmen für unverhältnismäßig empfinden und die Covid-Tests nichts über die eigentliche Erkrankung aussagten. Deshalb sei für sie auch die Zahl der durch die Tests festgestellten Infektionen keine ausreichende Grundlage für die von der Bundesregierung beschlossenen tiefen Eingriffe in die Grundrechte der Bürger. Den Gegnern zufolge würde dies zu einer massiven Verschuldung des Staates führen, für die wiederum die Bürger aufkommen müssten. Der große Profiteur dieser angeblichen Pandemie sei die Pharmaindustrie, die unter massiver Unterstützung mit staatlichen Geldern die Impfstoffe entwickle.

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