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Vorkehrungen bereits getroffen

Corona-Pandemie: Bühler Schwarzwaldhalle könnte zur Fieberambulanz werden

Die seit Wochen nicht genutzte Bühler Schwarzwaldhalle ist auf eine Verwendung als Fieberambulanz vorbereitet worden. Mit Blick auf die Corona-Pandemie möchte das Landratsamt Bühl schnelle und effektive Abläufe ermöglichen.

Die seit Wochen nicht genutzte Bühler Schwarzwaldhalle ist auf eine Verwendung als Fieberambulanz vorbereitet worden. Foto: pr

Die Schwarzwaldhalle steht derzeit leer. Das könnte sich aber ändern: Das Landratsamt Rastatt möchte sie im Bedarfsfall als Fieberambulanz einsetzen. Die ersten Vorbereitungen sind bereits getroffen worden.

Von unserer Mitarbeiterin Katrin König

Die Schwarzwaldhalle bietet derzeit einen wahrhaft blitzsauberen Anblick. Seit Wochen ungenutzt, wurde sie am vergangenen Freitag komplett gereinigt und desinfiziert. Denn: Möglicherweise wird sie in Kürze als „Fieberambulanz“ eingerichtet, wie Sébastien Oser vom Landratsamt Rastatt erläutert.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Überblick

Der Leiter des Amtes für Baurecht, Klima- und Naturschutz sowie öffentliche Ordnung ist derzeit federführend verantwortlich für den aufgrund der Corona-Krise tätigen Verwaltungsstab des Landratsamtes – und ob der dynamischen Entwicklung der Lage nun durchgehend im Einsatz, wie er berichtet.

Initiative des Landkreises

„Die Vorbereitung der Schwarzwaldhalle ist eine Maßnahme der Vorkehrung. Es geht darum, dass wir in Anbetracht einer rasant ansteigenden Zahl von Infizierten die Untersuchung und Bewertung von Corona-Verdachtsfällen an zentralen, möglichst großräumigen Anlaufstellen durchführen möchten, um Arztpraxen zu entlasten und das Ansteckungsrisiko für Praxispersonal und andere Patienten zu minimieren.“

Die Stadt Bühl lobt er für ihre schnelle Reaktion: „Wir haben die Stadtverwaltung gezielt angesprochen und sie hat schnell signalisiert, die Schwarzwaldhalle zur Verfügung zu stellen. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Frühzeitig mit Szenario auseinandergesetzt

Der Bühler Oberbürgermeister Hubert Schnurr sagt dazu auf ABB-Anfrage: „Selbstverständlich haben wir uns direkt bereit erklärt, der Bitte des Landratsamts nachzukommen. Schließlich sind zentrale, großräumige Anlaufstellen in einem solchen Fall die beste Methode für eine effiziente Arbeitsweise und einen möglichst hohen Schutz für die Bürger und das medizinische Personal.

Die Schwarzwaldhalle konnten wir so schnell bereitstellen, weil wir uns beim täglichen Austausch im Verwaltungsstab bereits frühzeitig mit diesem Szenario auseinandergesetzt hatten.“

Schnelle und effektive Abläufe werden angestrebt

Zwar hätten einige Arztpraxen für die Untersuchung von Menschen mit Corona-Symptomen bereits Vorkehrungen getroffen, so Oser weiter, etwa durch Untersuchungen außerhalb der Praxisräume. „Wenn man das Ganze aber in den erwähnten zentralen Anlaufstellen zusammenführt und diese mit dem notwendigen Personal und Material ausstattet, können die Abläufe schneller und effektiver erfolgen.

Die Schwarzwaldhalle böte sich nicht nur deshalb an, weil die obligatorischen Mindestabstände zwischen den Menschen einfach zu gewährleisten sind: Sie verfügt auch insgesamt über eine sehr gute Infrastruktur; zum Beispiel sind ausreichend Parkplätze vorhanden.“ Je nach ärztlicher Diagnose könnten die Patienten getestet und gegebenenfalls an ein Krankenhaus weiterverwiesen werden.

Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung

„Momentan sind wir in Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung, um die Maßnahme umzusetzen“, informiert der Stabsstellenleiter abschließend. Er hoffe, das weitere Vorgehen zeitnah mit der KV koordiniert zu haben. „Wir möchten das Projekt möglichst bald angehen.

Dafür müssen wir natürlich die Ärzte im Boot haben.“ Angestrebt seien seitens des Landkreises „eher größere Lösungen“ wie in Bühl, von denen ein großer Teil der Bevölkerung wie auch der Ärzte in der Region profitiere. Übergeordnetes Ziel sei, resümiert er, „die wesentlichen Akteure zu entlasten und den Materialeinsatz zu optimieren".

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