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Oberbürgermeister Schnurr stellt zwei neue Projekte vor

Erster Klimaschutzpreis: Stadt Bühl will Treibhausgase stoppen

Die Stadt Bühl hat den Klimanotstand ausgerufen. Jetzt lobt sie den ersten Klimaschutzpreis aus und kündigt hohe Zuschüsse für nachhaltige Projekte an.

Neue Initative für die Umwelt: Oberbürgermeister Hubert Schnurr (links) und der kommunale Klimaschutzmanager Martin Thiele präsentieren den ersten Bühler Klimaschutzpreis. Foto: Ulrich Coenen

Nachdem die Stadt 2019 den Klimanotstand ausgerufen hat, lobt sie jetzt erstmals den Bühler Klimaschutzpreis aus und stellt gleichzeitig für gute Projektideen beachtliche Nachhaltigkeitszuschüsse in Aussicht.

„Das war eigentlich bereits im vergangenen Jahr geplant, hat sich aber verzögert, weil die Stelle des Klimaschutzmanagers verwaist war“, erklärt Oberbürgermeister Hubert Schnurr (FW) bei einem Pressegespräch. 150.000 Euro stellt die Kommune trotz leerer Kasse seit 2020 jedes Jahr für Klimaschutz in ihren Haushalt ein.

Die Details erläutert der neue Klimaschutzmanager Martin Thiele. „Mit dem Klimaschutzpreis wollen wir modellhafte Projekte auszeichnen, die in den vergangenen drei Jahren realisiert worden sind und direkt oder indirekt zur Reduzierung von Treibhausgasen beitragen“, berichtet er. Bewerben können sich Einwohner, Vereine, Gruppen und Firmen.

Der Klimabeirat der Stadt übernimmt die Aufgabe der Jury. Das Gremium hat aktuell 25 Mitglieder aus Gemeinderat, Bürgerschaft und Unternehmen und tagt regelmäßig nicht öffentlich, um über Klimafragen in der Stadt zu beraten. Bewerbungen können vom 1. April bis 30. Juni bei der Stadt eingereicht werden. Das Preisgericht wird nach den Sommerferien tagen.

100 Euro als Anerkennung für jeden Teilnehmer

Die Jury wird insgesamt fünf Preise vergeben. Der erste ist mit 2.500 Euro dotiert, der zweite mit 1.000 und der dritte mit 500. Für den vierten und fünften Preis gibt es jeweils 250 Euro. Außerdem wird ein Publikumspreis ausgelobt, der ebenfalls mit 2.500 Euro dotiert ist.

„Das ist eine ganz besondere Anerkennung, weil dieser Preisträger von den Bürgern gewählt wird“, sagt Thiele. „Außerdem erhält jede zulässige Bewerbung für den Wettbewerb einen Anerkennungspreis in Höhe von 100 Euro.“

Nach Auskunft des Klimaschutzbeauftragten soll der Preis eine Vorbildfunktion haben. Die Ausschreibung ist weit gefasst. Jeder, der dazu beiträgt, Kohlendioxid zu reduzieren, kann mitmachen. Der Wettbewerb ist keine Eintagsfliege, sondern soll jedes Jahr ausgelobt werden.

Wenn das Geld nicht reicht, werden wir über eine Aufstockung nachdenken.
Hubert Schnurr, Oberbürgermeister

Gleichzeitig stellten Schnurr und Thiele den neuen Bühler Nachhaltigkeitszuschuss vor, der ebenfalls aus dem Umwelttopf im kommunalen Haushalt gespeist wird. Während für den Klimaschutzpreis 10.000 Euro zur Verfügung stehen, sind es für den Nachhaltigkeitszuschuss rund 70.000 Euro.

Die restlichen 70.000 Euro im Haushalt sollen für Infrastrukturmaßnahmen verwendet werden. „Wenn das Geld für die Zuschüsse nicht reicht, werden wir im Gemeinderat über eine Aufstockung nachdenken“, verspricht OB Schnurr.

Thiele erklärt den Unterschied zwischen Klimaschutzpreis und Nachhaltigkeitszuschuss: „Den Preis gibt es für bereits realisierte Projekte, den Zuschuss für geplante.

Für den Nachhaltigkeitszuschuss suchen wir Projektideen, die einen direkten Bezug zu einem der 17 Ziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für eine sozial, wirtschaftlich oder ökologische nachhaltige Entwicklung haben. Das ist ganz bewusst sehr weitgefasst.“

Fördersumme beläuft sich auf bis zu 15.000 Euro

Mit einer Fördersumme von bis zu 15.000 Euro und 50 Prozent der Gesamtkosten sollen, so Thiele, diese Ideen innerhalb von drei Jahren Wirklichkeit werden. Nach einer Bewertung im Klimabeirat hat im Fall der Zuschüsse der Gemeinderat das letzte Wort.

Informationen zur Bewerbung für Klimaschutzpreis und Nachhaltigkeitszuschuss gibt es auf der Homepage der Stadt Bühl unter dem Link „Nachhaltigkeitsfonds“.

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