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Alle Plätze schon vergeben

Erweiterungsbau des Kinderhauses Sonnenschein in Bühl wird Mitte Oktober fertig

Der Erweiterungsbau des Kinderhauses Sonnenschein in Bühl steht kurz vor der Fertigstellung. Der Zeitplan war sportlich. Die Eltern wird es freuen, denn die 20 neuen Krippenplätze sind längst vergeben.

Besuch auf der Baustelle: Kindergartenleiterin Sarah Seiler (links) und Lisa Kohler, die zuständige Abteilungsleiterin im Rathaus, überzeugen sich vom Fortschritt der Arbeiten. Foto: Ulrich Coenen

Es ist schnell gegangen. Nur zwei Jahren nach der Entscheidung im Gemeinderat soll der Erweiterungsbau des Kinderhauses Sonnenschein im Bühler Wasserbett Mitte Oktober in Betrieb gehen. Aktuell laufen die letzten Arbeiten. „Der Zeitplan war durchaus sportlich“, stellt Lisa Kohler, Abteilungsleiterin Bildung und Jugend im Rathaus, nicht ohne Stolz fest. Der erste Spatenstich wurde am 17. Oktober 2019 gesetzt.

Mit der Inbetriebnahme des Anbaus entstehen im Kinderhaus Sonnenschein 20 neue Krippenplätze für Kinder im Alter zwischen zwölf Monaten und drei Jahren. „Die sind alle längst vergeben“, berichtet Sarah Seiler, die Leiterin des Kinderhauses. „Die Bauarbeiten sind reibungslos gelaufen und haben uns wenig gestört. Für die Kinder war es spannend zu sehen, wie das Gebäude wächst.“

Zwei neue Gruppenräume

Das Bestandsgebäude des Kinderhauses Sonnenschein ist in den Jahren 1999 bis 2000 nach Plänen des Büros Seebacher und Krauth entstanden. Dort werden zurzeit 53 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren betreut. Im Erweiterungsbau entstehen zwei neue Gruppenräume samt Schlafräumen, ein neuer Küchen- und Essbereich und ein neuer Personalbereich. Durch die neuen Räume für die Infrastruktur werden im Bestandsgebäude Funktionsräume für andere Zwecke frei. Die Stadt investiert rund 1,35 Millionen Euro. Die Nutzfläche des Bestandsgebäudes mit 460 Quadratmeter Fläche wächst um 380 Quadratmeter.

Beim Raumprogramm ist Flexibilität angesagt. „Der neue Küchen- und Essbereich reagiert auf die Tatsache, dass immer mehr Kinder mit einem Mittagstisch versorgt werden“, sagte Oberbürgermeister Hubert Schnurr beim ersten Spatenstich. Mit den neuen Räumlichkeiten für das Personal trägt die Stadt dem mit den Quadratmetern wachsenden Personalbestand Rechnung. Inzwischen arbeiten 14 Erzieherinnen im Kinderhaus. Grundlage für diese Erweiterung ist übrigens der städtische Kindergartenbedarfsplan 2017/18.

Der Erweiterungsbau des Kinderhauses Sonnenschein wird im Oktober seiner Bestimmung übergeben. Die letzten Arbeiten laufen. Foto: Ulrich Coenen

Der Entwurf für den Anbau stammt von Seebacher, Metzinger und Krauth. Georg Metzinger, 1999 bereits als junger Mitarbeiter in diesem Büro tätig, hat inzwischen die Leitung übernommen. „Mit unserem aktuellen Entwurf setzen wir das Konzept von damals fort“, erklärte Metzinger beim ersten Spatenstich gegenüber dieser Redaktion.

Das große Fest holen wir nach
Sarah Seiler, Kindergartenleiterin

Das Bestandsgebäude im Stil der späten Postmoderne wird in ähnlichen Formen ergänzt. Der Erweiterungsbau greift das Volumen des Bestands auf. Er ist ebenfalls eingeschossig und trägt das charakteristische Pulddach. Der Baukörper besitzt große Fenster, die viel Licht in die Räume fallen lassen. Anstatt einer Blechverkleidung erhält der Neubau allerdings eine Putzfassade.

Der Erweiterungsbau knickt entlang des Autobahnzubringers ab. Dadurch wird der gemeinsame Außenbereich von Altbau und Neubau abgegrenzt und gegen den Straßenlärm abgeschirmt.

Das Kinderhaus Sonnenschein wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Eigentlich sollte das gemeinsam mit der Eröffnung des Anbaus groß gefeiert werden. Die Corona-Pandemie macht diese Pläne zunichte. „Den Tag der offenen Tür können wir natürlich nicht anbieten“, meint Leiterin Sarah Seiler. So wird es nur eine unspektakuläre Inbetriebnahme im kleinen Kreis geben. „Das große Fest holen wir nach“, verspricht Seiler.

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