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Gewölbekeller eröffnet

Fastnachtsverein Narrhalla Bühl hat eine neue Heimat

Die Narren der Narhalla Bühl ziehen in einen eigenen Gewölbekeller. Die frisch renovierten Räumlichkeiten können auch vermietet werden.

Stolz auf ihren urigen Keller: Peter Bott, Michael Vetter, Stefan Kumm, Lothar Bäuerle und Bernd Bross (von links). Foto: Katrin König-Derki

Eine „neue Heimat“ hat der Fastnachtsverein Narrhalla Bühl 1826 gefunden: Am Freitagmorgen präsentierten einige Narrenräte, eigenen Aussagen nach „die schönsten Herren aus Bühl und Umgebung“, ihren charmanten Gewölbekeller in der Eisenbahnstraße 24 der Presse. Schon dieser Kommentar lässt auf die aufgekratzte Stimmung der Männer schließen, die zwar im Gespräch die wesentlichen Fakten lieferten, diese aber immer wieder mit allerlei Nonsens würzten.

Die neue Heimat der Narrhalla, befand Lothar Bäuerle (vorübergehend ernst), sei ein Glücksfall. „In den letzten Jahren waren wir in den Räumen des Bühler Frauenbundes angesiedelt. Das war nett, aber das urige Ambiente hier ist natürlich etwas völlig anderes. Der Hauseigentümer Dirk Velten hat den Keller super renoviert und an uns vermietet.“

Vermietung für private Feierlichkeiten oder an Firmen möglich

Mit WC, Küche und mobiler Bar inklusive, sei er prädestiniert für Zusammenkünfte auch mit anderen Vereinen, denkbar sei zudem die Vermietung an Firmen oder Privatpersonen etwa für Feiern und Events. „Sogar Kulturveranstaltungen, zum Beispiel Kleinkunst, würden wir gern eine Bühne geben.“ Selbstredend diene der Keller primär als Anlaufstelle für Vereinsmitglieder, darunter Gruppen wie die Tanzgarde, verdeutlichte Peter Bott.

Sogar Kulturveranstaltungen, zum Beispiel Kleinkunst, würden wir gern eine Bühne geben.
Lothar Bäuerle, Narhalla Bühl

Wie Michael Vetter betonte, ist angesichts der möglichen kommerziellen Nutzungen eigens eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet und „zwischengeschaltet“ worden, um die Gemeinnützigkeit der Zunft nicht zu gefährden. „Sie besteht aus Narrenräten.“ Gewinne seien aber zumindest momentan nicht der Punkt, vielmehr gelte es, die Miete für den Keller zu bezahlen.

Stefan Kumm: „Grundsätzlich geschieht dies über Einkünfte des Vereins, aber wenn uns schlechte Jahre wie 2020 treffen, als coronabedingt alles abgesagt werden musste, könnte das zur Herausforderung werden.“ Bernd Bross erinnerte sich an seinen ersten Besuch im Keller: „Mir erschien das Gewölbe sofort sehr beeindruckend.“

Ziel der Narhalla war immer, in einen Keller zurückzukehren

Die Räume ließen sich zudem vielseitig nutzen. „Man kann an der langen, eleganten Tafel feiern oder am Konferenztisch Sitzungen durchführen. Es besteht aber auch die Option, nur zu bestuhlen, für Vorträge etwa, oder alles frei zu lassen. Bis zu 70 Personen passen locker hinein.“ Es sei immer das Ziel der Narrhalla gewesen, in einen Keller zurückzukehren, betonte er. „Wir waren schließlich früher auch in einem in der Schulstraße, der wurde aber letztlich zu feucht und klamm.“

Die Renovierung, so Bäuerle, sei „wertig“ gemacht worden, die Räume seien sogar klimatisiert. „Eine schöne Beleuchtung kommt noch rein.“ Auch das von der Narrhalla besorgte Geschirr, demonstrierte er, sei geschmackvoll und absolut passend für fastnächtliche Anlässe.

Eine solche Heimat, resümierte er, sei für einen Traditionsverein wie die Narrhalla angemessen. „Offiziell werden wir bald 200 Jahre alt, illegal sind wir etwa seit 1530 am Start.“ Ja, doch, „kein Scherz jetzt“. Natürlich werde man denn auch einige Narrhalla-Insignien im Keller drapieren. „Überfrachten möchten wir ihn aber nicht.“ Fürs abschließende Pressefoto strahlten die schönsten Herren Bühls einfach weiter. Von Natur aus, gewissermaßen.

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