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Corona-Regeln im und ums Becken

Der Freibadbesuch in Bühl und Baden-Baden muss geplant werden

Die Freibäder in Bühl in Baden-Baden sind geöffnet. Doch die Besucherzahlen sind begrenzt und selbst im Becken gilt die Abstandsregel. Diese Vorschriften müssen beim Freibadbesuch eingehalten werden.

Noch nicht viel los: 800 Gäste dürfen gleichzeitig ins Schwarzwaldbad in Bühl. Am Dienstagnachmittag zogen eine handvoll Jugendlicher und Erwachsener ihre Bahnen im Schwimmerbecken. Vor allem Familien nutzten das sonnige Wetter für einen Freibadbesuch. Foto: Gundi Woll

Es sind sommerliche Temperaturen, der Himmel ist blau und die Sonne scheint. Perfektes Freibadwetter. „Ich bin mit den Kindern hier. Alles ist sehr gut organisiert“, freut sich Christiane Schababerle-Wagner und setzt sich mit ihrem Kaffee auf die Liegewiese im Schwarzwaldbad in Bühl. „Ich bin echt überrascht, dass hier so wenig los ist. Wir haben das Schwimmbad ja fast für uns allein.“

Doch wer nach der Corona-Zwangspause endlich einmal wieder ins kühle Nass springen will, muss einiges beachten. Seit einer Woche ist das Schwarzwaldbad geöffnet. Doch das Aprilwetter hat den Start ganz schön verregnet.

„Etwas über 50 Besucher kamen in den ersten Tagen zum Schwimmen“, sagt Jörg Zimmer, Geschäftsführer der Bühler Sportstätten. „Am Wochenende waren es dann an die 150.“ Es sei aber nicht nur die niedrige Wassertemperatur, die die Leute vom Freibadbesuch abhalte.

Ich bin echt überrascht, dass hier so wenig los ist. Wir haben das Schwimmbad ja fast für uns allein.
Christiane Schababerle-Wagner, Badegast

„Die Pflicht zum Nachweis über eine Impfung oder Genesung oder eines tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltests, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, schreckt mehr ab“, sagt Zimmer. Die Regeln gelten auch für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren. „Nervig“ findet das Christiane Schababerle-Wagner, deren Kinder alle getestet werden mussten.

Zudem müssen die Kontaktdaten angegeben werden. Das Formular gibt es auf der Internetseite des Freibads. Damit keine Wartezeiten entstehen, empfiehlt die Stadt die Luca-App.

Besucherobergrenze und Abstandsregel

800 Gäste dürfen gleichzeitig ins Bad. Wer sich spontan für einen Besuch entscheidet, sollte einen Blick auf die Internetseite des Schwarzwaldbads werfen. Dort wird die aktuelle Besucherzahl angezeigt. Eine Vorabreservierung ist nicht möglich.

Die Maskenpflicht gilt in allen geschlossenen Räumen wie dem Kassenbereich, den Umkleiden und den Toiletten. Die Dusche und die Toiletten dürfen von maximal drei Personen gleichzeitig genutzt werden.

Sowohl außerhalb des Beckens als auch im Wasser müssen die Gäste einen Abstand von 1,50 Meter einhalten. Jede Bahn darf von höchstens zehn Personen gleichzeitig und nur in eine Richtung genutzt werden. Bei den knapp 250 Besuchern am Dienstagnachmittag ist das kein Problem.

Schwimmkurse für Anfänger sind derzeit in Planung. „Vermutlich starten die ersten schon am Wochenende der kommenden Woche“, sagt Zimmer.

Vermutlich starten die ersten Schwimmkurse für Anfänger schon am Wochenende der kommenden Woche.
Jörg Zimmer, Geschäftsführer der Bühler Sportstätten

Ob die Corona-Regeln eingehalten werden, kontrolliert ein eigens dafür engagierter Sicherheitsdienst. Auch für die Reinigung und Desinfektion wurde das Personal aufgestockt. „Das kostet uns alles zusätzlich Geld“, so Zimmer. Zwei Millionen Euro Verlust bedeutet das für das Schwarzwaldbad im Jahr.

Das wegen des Blicks in den Schwarzwald so beliebte Bühlot-Bad in Bühlertal wird neu gebaut. Die Badegäste müssen deshalb mit dem Schwarzwaldbad in Bühl oder dem Badesee am Campingplatz Adam in Oberbruch Vorlieb nehmen. Letzterer ist allerdings vor allem für die Campinggäste gedacht. Eine Vorreservierung ist nicht möglich.

Wer bereit ist, auch etwas weiter zu fahren, hat die Auswahl zwischen den Freibädern in Baden-Baden, dem Bad in Steinbach und dem Strandbad in Sandweier.

Vor Freibädern in Baden-Baden gibt es kostenlose Testmöglichkeit

Sie sind schon seit dem 20. Mai geöffnet. Und litten noch stärker unter dem wechselhaften Wetter. „Es war windig, und auch die Temperaturen waren noch nicht hoch genug“, sagt Martin Weßbecher von den Stadtwerken Baden-Baden, dem Betreiber der Bäder. „Wir hatten nicht einmal eine Auslastung von 70 Prozent – trotz des sonnigen Wochenendes.“

Es ist also noch Luft nach oben. Doch die Begrenzung der Besucherzahlen werde bei gutem Wetter sicherlich bald erreicht, schätzt Weßbecher. Die Obergrenze liegt für das Bertholdbad bei 150 Gästen pro Schicht, im Hardbergbad bei 600 und im Freibad Steinbach bei 200. Im Strandbad Sandweier sind sogar 1.000 Besucher zugelassen.

Im Voraus muss ein Zeitfenster auf der Homepage der Stadtwerke reserviert werden. Auch hier muss der Besucher entweder einen tagesaktuellen negativen Corona-Test, einen vollständigen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Vor dem Hardbergbad, dem Freibad Steinbach und dem Strandbad Sandweier kann sich jeder kostenlos testen lassen. Wer ins Bertholdbad gehen will, kann sich zuvor beim nahegelegenen Augustaplatz testen lassen.

Die Masken- und Abstandregeln sind die gleichen wie im Schwarzwaldbad. Für die Reinigung und Desinfektion haben auch die Stadtwerke das Personal aufstocken müssen. Schwimmkurse werden erst wieder im Herbst angeboten. Schulschwimmen ist zwar wieder erlaubt. Den Stadtwerken liegen allerdings noch keine Anmeldungen vor.

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