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Prozess mit Maskenpflicht

Amtsgericht Bühl unter Corona-Bedingungen: Wer flunkert, muss die Maske abnehmen

Die Maskenpflicht macht die Wahrheitsfindung nicht einfacher. Doch es gibt Möglichkeiten, einem Zeugen, der fabuliert, auf die Schliche zu kommen. Überhaupt, seit dem ersten Lockdown hat sich für die Justiz viel verändert. Auch am Amtsgericht Bühl.

Hinter Plexiglas: Der Große Sitzungssaal des Bühler Amtsgerichts hat wegen der Corona-Pandemie seine Optik deutlich verändert. Die aktuellen Bedingungen machen es für Amtsgerichtsdirektor Sebastian Wußler (Mitte) und seine Kollegen wie Verwaltungschefin Susanne Herde nicht einfacher. Foto: Jörg Seiler

Es sind die kleinen und doch so elementaren Details: Ein Zucken des Mundwinkels, wenn zum Beispiel ein Zeuge nicht so ganz die Wahrheit sagt. Ein erfahrener Richter sieht das sofort, hakt nach. „Sind Sie sich da ganz sicher, dass Sie an diesem Nachmittag bei Ihrer Oma den Rasen gemäht haben?“ Alltag in deutschen Gerichtssälen und somit auch am Amtsgericht in Bühl.

Doch dieser Alltag ist seit Beginn der Corona-Pandemie ein anderer geworden. Mit Mund-Nase-Bedeckung, Spuckschutzwänden aus Plexiglas und drastisch reduzierten Zuschauerplätzen. Zwischen ein- und demselben Gerichtssaal vor und nach Corona liegen allein optisch Welten.

Und wie war das jetzt noch mal mit der so wichtigen Mimik? „Wenn der Eindruck entsteht, dass ein Zeuge lügt, wird er vom Vorsitzenden gebeten, die Maske abzunehmen“, sagt Amtsgerichtsdirektor Sebastian Wußler.

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