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Restriktive Regeln entschärft

Gleitschirmflieger dürfen am Omerskopf bis eine Stunde vor Sonnenuntergang starten

Fliegen bis eine Stunde vor Sonnenuntergang dürfen Gleitschirmfreunde Bühlertal-Bühl. Der Ortschaftsrat Neusatz hat die bisherigen strikten Regeln am Startplatz Omerskopf aufgehoben.

Luftige Höhen: Die Gleitschirmfreunde Bühlertal-Bühl haben seit vielen Jahren einen Startplatz am Omerskopf. Der Ortschaftsrat Neusatz genehmigte jetzt erweiterte Startzeiten. Das Foto ist ein Symbolbild. Foto: Bernhard Margull

Die Gleitschirmfreunde Bühlertal-Bühl dürfen ihre Startzeiten am Omerskopf erheblich ausdehnen. Diesen einstimmigen Beschluss hat der Ortschaftsrat Neusatz am Dienstagabend gefasst. „Die Gleitschirmfreunde sind seit einem Jahrzehnt am Omerskopf“, berichtete Ortsvorsteher Hans-Wilhelm Juchem (CDU).

Die strikte Regelung, die den Sportlern von September bis Mai den Start nur zwischen 9 und 17 Uhr erlaubt, hielt Juchem für nicht angemessen. Nur von Juli bis August dürfen die Gleitschirmflieger bis 19.30 Uhr abheben. Der Verein hatte sich in einem Brief an die Ortsverwaltung gewandt und um eine großzügigere Regelung gebeten und zwar ganzjährig von 9 bis 19.30 Uhr. Grundsätzlich sind aber Starts nur bis eine Stunde vor Sonnenuntergang möglich.

„Insgesamt wäre die Orientierung am Sonnenuntergang die sinnvollste Lösung für unsere Sportart, die ohnehin nur mit entsprechender Sonneneinstrahlung und Wind möglich ist“, schreibt der Vereinsvorsitzende Jürgen Armbruster in seinem Brief an die Ortsverwaltung. Im Januar wären damit ab 15 Uhr keine Starts erlaubt, im Oktober ab 16 Uhr. „Die jetzige Regelung ist unübersichtlich und für viele verwirrend.“

Der Lärm durch Motorräder und Rennwagen ist in den Sommermonaten größer.
Simon Westermann, Ortschaftsrat (FW)

Armbruster berichtet, dass mit der neuen Regelung nun auch die Monate April, September und Oktober nach 17 Uhr fliegerisch genutzt werden können. Der Verein trage immer den Belangen des Naturschutzes Rechnung. Es gebe keine kritischen Stimmen. „Für die Stadt Bühl ist unser Startplatz Werbung und Aushängeschild“, schreibt er.

Er sei längst zu einem attraktiven Ausflugspunkt für Touristen geworden. Armbruster betont, dass der Verein den Startplatz in eigener Regie sauber halte. Die Stadt müsse den Aussichtspunkt nicht durch ihre Mitarbeiter reinigen lassen.

Hubert Oberle (CDU) berichtete, dass er aus seinem Haus auf den Startplatz blicken können. „Es gibt nur wenig Flugbetrieb“, meinte er. „Wenn schlechtes Wetter ist oder wenn die Thermik nicht stimmt, kann man nicht fliegen. Im Grunde gibt es nur wenige geeignete Tage. Die Gleitschirmflieger tun der Natur keinen Abbruch.“

Ortschaftsrat Simon Westermann ist mitgeflogen

Ähnlich sah das Franz Fallert (FW): „Die neue Regelung ist besser als die alte.“ Dominik Merz (FW) ergänzte. „Die Flugbewegungen stören keinen. Die einheitliche Regelung ist die bessere. Man muss nicht alles komplizierter machen.“

Helmut Krampfert (SPD) lobte den Gleitschirmverein. „Es klappt alles ohne Probleme“, stellte er fest. Simon Westermann (FW) durfte im vergangenen Jahr mitfliegen. „Der Lärm durch Motorräder und Rennwagen ist in den Sommermonaten größer“, urteilte er. „Es spricht nicht gegen die neue Regelung.“ „Dieser Sport steht in enger Beziehung zur Natur“, meinte auch Juchem. „Was sollen dann die Beschränkungen?“

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