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33. Ausgabe

Neuer Heimatkalender der Sparkasse Bühl: Werner Vetter ist immer auf der Suche nach den schönsten Motiven

Der Bühler Journalist Werner Vetter hat einen tollen Blick für Heimatmotive. Seit 1991 fotografiert er den Kalender für die Sparkasse Bühl. Jetzt stellt er die 33. Ausgabe vor. Die gibt es übrigens kostenlos.

Zahlreiche Schaulustige verfolgten ein einmaliges Ereignis, den ersten Start des Heißluftballons, der für „Bühl – Die Zwetschgenstadt“ wirbt. Er hob beim Zwetschgenfest 2023 auf den Wiesen zwischen Oberweier und Gewerbeschule zu seiner „Jungfernfahrt“ ab.
Zahlreiche Schaulustige verfolgten ein einmaliges Ereignis, den ersten Start des Heißluftballons, der für „Bühl – Die Zwetschgenstadt“ wirbt. Er hob beim Zwetschgenfest 2023 auf den Wiesen zwischen Oberweier und Gewerbeschule zu seiner „Jungfernfahrt“ ab. Foto: Werner Vetter

Werner Vetter ist der Mann mit dem besonderen Blick. Gerade ist sein Kalender „Bilder unserer Heimat“ in der 33. Ausgabe erschienen.

Seit 1991 fotografiert der 74-jährige Bühler, der zu den besten Fotografen in Mittelbaden zählt, im Auftrag der Sparkasse für diese Reihe.

Mit dem aktuellen Kalender sind es 450 Fotos aus Bühl und den Nachbargemeinden Ottersweier, Lauf, Sinzheim und Rheinmünster, die Vetter aufgenommen hat. Diese Kommunen gehören zum Einzugsbereich des Kreditinstituts.

Fotograf aus Bühl trainierte den quadratischen Blick

Vetter ist seit rund viereinhalb Jahrzehnten als freier Text- und Bildjournalist für diese Redaktion tätig. Er fotografiert aber schon sehr viel länger.

Dass ihm das so gut gelingt, mag daran liegen, dass er damit bereits als Junge Ende der 1950er-Jahre begonnen hat, und zwar mit einer legendären Kamerabox im Format sechs mal sechs Zentimeter.

Aus beruflichen Gründen richtete der freie Journalist später ein eigenes Fotolabor ein, das zu Beginn des neuen Jahrtausends digitalen Kameras und Bildbearbeitungstechnik am PC weichen musste.

Schnee überzuckert die Bühler Kernstadt-Pfarrkirche „St. Peter und Paul“, den Stadtgarten und den „Rutscher“ hinunter zur Bühlot.
Schnee überzuckert die Bühler Kernstadt-Pfarrkirche „St. Peter und Paul“, den Stadtgarten und den „Rutscher“ hinunter zur Bühlot. Foto: Werner Vetter

Fotos in der Zeitung sind meist quer- oder hochformatig, die Bilder im Sparkassenkalender sind immer quadratisch. Vetter musste sich also in mehr als drei Jahrzehnten einen quadratischen Blick bei seiner Suche nach schönen Heimatmotiven antrainieren.

Vielleicht sind die Jugenderfahrungen mit der ebenfalls quadratischen Kamerabox der Grund, dass das so gut funktioniert.

Der Bühler ist immer mit dem Fahrrad und deshalb lieber digital unterwegs

Werner Vetter ist vor zwei Jahrzehnten auf digitale Kameras umgestiegen. Überraschenderweise fotografiert der Perfektionist mit spiegellosen Fujifilm-Systemkameras mit dem kleineren APS-C-Sensor.

Die Entscheidung gegen den bei Profis üblichen Vollformat-Sensor hat er bewusst getroffen, unter anderem wegen der größeren Schärfentiefe des kleineren Sensors.

In Rheinmünster-Schwarzach blühen die Rosen an der Inselstraße bei jener Brücke, auf der die Hauptstraße den Acherner Mühlbach quert.
In Rheinmünster-Schwarzach blühen die Rosen an der Inselstraße bei jener Brücke, auf der die Hauptstraße den Acherner Mühlbach quert. Foto: Werner Vetter

Doch es gibt auch einen weiteren Grund, dass sich Vetter mit dem Umstieg auf digitale Technik von den vergleichsweise schweren Kleinbildkameras verabschiedet hat.

Der Journalist hat keinen Führerschein und ist mit dem Fahrrad unterwegs. „Für mich als Nicht-Autofahrer ist es vorteilhaft, mit leichtem Gepäck losziehen zu können“, meint er. „Die Auflösung des APS-C-Format-Sensors reicht sehr gut aus, weil die Kalenderfotos nur rund 23 mal 22 Zentimeter messen.“

Nur die ersten Fotos kamen aus dem Archiv

Der Fotograf erinnert sich an den ersten Kalender 1991: „Klaus Hoch, damals Marketingleiter der Sparkasse Bühl, hatte die Idee. Es sollte kein Kalender von der Stange sein, sondern die mittelbadische Region repräsentieren. Hoch, der aus dem Acher- und Bühler Boten damals noch Schwarz-Weiß-Fotos von mir kannte, fragte mich, ob ich auch Farbfotos für diesen neuen Kalender liefern könnte. Ich durchforstete mein Farb-Archiv, das damals noch ausschließlich aus Dias bestand.“

Der Laufbach rauscht kaum gezähmt in vielen, kleinen Kaskaden durch die Gemeinde Lauf – wie hier am lauschigen Schlangenpfädle.
Der Laufbach rauscht kaum gezähmt in vielen, kleinen Kaskaden durch die Gemeinde Lauf – wie hier am lauschigen Schlangenpfädle. Foto: Werner Vetter

Die nächsten Kalender entstanden dann nicht mehr aus dem Archiv. Vetter ging auf Motivsuche, so auch für die neue Ausgabe. „Für das Titelbild hat sich die Jungfernfahrt des Bühler Heißluftballons geradezu aufgedrängt“, erklärt er.

„Deshalb habe ich mich am 9. September am Bolzplatz bei der Gewerbeschule rechtzeitig so postiert, dass ich den vor der Landschaft vorbeiziehenden Ballon und die Zuschauer ins Bild bannen konnte.“

Der Fotograf hält das Flair der Region im Bild fest

Von Beginn an habe der Kalender das Flair der Städte und Gemeinden, die Attraktivität der Landschaft und die bunte Vielfalt des Lebens in der Region wiedergeben sollen, sagt Vetter. „Bei allen Fotos sollte erkennbar sein, an welchen Orten sie fotografiert sind, und diese sollten auch jedem frei erreichbar sein.“ Deswegen seien auch keine Nah-, Makro- oder Luftaufnahmen in den „Bildern unserer Heimat“ zu finden.

Landschaftspfleger mit gepunktetem Fell: Am Ortsrand von Leiberstung lässt die Damwildgemeinschaft rund sechs Hektar von Damhirschen beweiden.
Landschaftspfleger mit gepunktetem Fell: Am Ortsrand von Leiberstung lässt die Damwildgemeinschaft rund sechs Hektar von Damhirschen beweiden. Foto: Werner Vetter

Als besonders wichtig nennt Vetter das Glück, zum richtigen Zeitpunkt vor Ort zu sein. „Das gilt zum Beispiel fürs Januarblatt mit dem Blick über die Bühlot zur Pfarrkirche St. Peter und Paul“, stellt er fest. „Es ist inzwischen sehr selten geworden, dass an einem Wintertag in der Rheinebene die Sonne schon hell vom Himmel lacht, aber in der Innenstadt noch wenig Schnee weggetaut ist.“

Den Aufwand, mehrmals einen Ort anzusteuern, um die richtige Lichtstimmung einzufangen, scheut Vetter nicht. Das war auch beim Juli-Bild vom Heimatmuseum in Ottersweier wegen der Schattenwürfe in den schmalen Gassen zwischen den Nachbarhäusern vonnöten.

Einen goldenen Oktobertag kann man hoch über Bühlertal auf den aussichtsreichen Wanderwegen Richtung Falkenfelsen genießen.
Einen goldenen Oktobertag kann man hoch über Bühlertal auf den aussichtsreichen Wanderwegen Richtung Falkenfelsen genießen. Foto: Werner Vetter

Tieraufnahmen erfordern sehr viel Geduld

Bei Aufnahmen von Tieren brauchte Vetter viel Geduld, bis sie sich so gruppieren, wie der Fotograf es gerne hätte. Rund eine Stunde harrte Werner Vetter in Leiberstung aus, bis die „Models“ im Damwildgehege sich fürs August-Bild als attraktive Gruppe im richtigen Licht versammelten.

Jedenfalls gehen dem Bühler Fotografen die guten Ideen für ständig neue Heimatmotive nicht aus. Sie sind immer ein Hingucker. Kein Wunder: Selbst Standards wie Ehrungen, die Vetter regelmäßig für diese Zeitung fotografiert, sind bei ihm nicht nur technisch perfekt, sondern werden auch sorgfältig choreografiert.

Kostenloser Heimatkalender

Der druckfrische Kalender „Bilder unserer Heimat“ liegt in allen Beratungscentern und Filialen der Sparkasse Bühl kostenlos zum Mitnehmen bereit.

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