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Tourismuschefin aus Baden-Baden sorgt für Impulse

In der Pandemie bekommen die Leute Lust auf Natur - eine Chance fürs Rebland zwischen Baden-Baden und Bühl

Wohin im Rebland zwischen Baden-Baden und Bühl? Das Angebot im Internet ersetzt nicht die Information direkt vor Ort. Die Perspektiven für den Tourismus im Rebland schätzt Tourismuschefin Nora Waggershauser als sehr gut ein.

Maroder Charme: Nicht nur die Hinweisschilder zeigen im Rebland dringenden Handlungsbedarf auf. Jetzt nimmt die Baden-Badener Tourismus GmbH BBT die Koordination in die Hand. Foto: Andreas Bühler

Eine Chance für den Tourismus baut sich für den Tourismus im Rebland zwischen Baden-Baden und Bühl auf. „Der Stellenwert der Natur ist während Corona deutlich gestiegen. Aktiv-Erlebnisse an der frischen Luft eröffnen deshalb eine große Chance abseits der Ballungszentren. Das ist eine große Chance fürs Rebland“, hat Nora Waggershauser erkannt.

Die Baden-Badener Tourismuschefin möchte die gemeinsame Wertschöpfungskette der Betriebe ankurbeln. „Die Bäderstadt und das Rebland haben vor dem Einbruch durch Corona deutliche Zuwächse erzielt. Mit den sinkenden Infektionswerten kommt die Belebung wieder“, schaut die Tourismusexpertin auf den bevorstehenden Sommerbetrieb und wirft deshalb ein Auge aufs benachbarte Rebland.

Waggershauser und nennt bei ihrer Präsentation im Rebland die wesentlichen Voraussetzungen für die touristischen Impulse ohne Umschweife. „Ziel ist ein einheitlicher Auftritt. Wir brauchen ein Image für die Marke Rebland, die ein wertvolles kulturelles Erbe ist“, sagte sie in die Runde mit Akteuren aus Verwaltung und örtlicher Wirtschaft.

„Wir müssen die einzigartigen Attraktionen, die wir hier im Rebland haben, deutlich sichtbar machen“, ist ihr Credo. Denn nur so lasse sich die Wertschöpfungskette der Betriebe ankurbeln.

Beschilderung im Rebland „voll im Trend“

Zum einheitlichen Auftritt gehöre auch eine durchgehende Beschilderung im Rebland, die vor allem an den Eingängen der Orte Varnhalt, Steinbach und Neuweier die Gäste willkommen heißt. „Das sind richtige Willkommens-Schilder, die hier teilweise von uns mit überarbeitet werden. Die Schilder aus Holz mit Boxbeutel und Weintrauben sind wirklich was Besonderes und weisen auf den besonderen Charakter des Reblandes hin. Damit liegen wir voll im Trend“, sagt Waggershauser.

Insgesamt gebe es im Rebland elf Schilder dieser Art. Drei wurden bereits in Eigeninitiative neu gemacht, weitere werden auf Kosten der Stadtverwaltung renoviert. Und was findet der Tourist nach dem Willkommen am Ortseingang? Gibt es Wegweiser für die zahlreichen Hotels im Rebland, für die Gasthäuser und vor allem Hinweise zu den zahlreichen teilweise recht kleinen Weingütern, die in den Rebland-Ortsteilen für Fremde oft nicht einfach zu finden sind?

Nicht alles geht übers Internet

„Ja, das ist etwas ganz Zentrales für den Tourismus im Rebland, der ja vor Ort gelebt und erfahren werden möchte. Nicht alles kann durch Homepages im Internet abgebildet werden. Wenn die Menschen im Ort sind, müssen sie sehen, wo was zu finden ist“, kommt Waggershauser auf große Beschilderungen zu sprechen, auf denen die einzelnen Gasthäuser, Restaurants, Hotels, Weinstuben, Bäckereien und Cafes in einer Reihe angebracht sind.

Wo Geschäft ist, ist auch Bewegung: „Die Wegweiser in den jeweiligen Teilorten sind bestückt mit den einzelnen Tafeln der Betriebe. Und weil da immer wieder welche hinzukommen oder leider auch wegfallen, müssen die jederzeit flexibel ausgetauscht werden, damit das Angebot immer auf dem neuesten Stand ist und die Besucher nicht vor einer geschlossenen Tür stehen“, sagt Waggershauser mit Blick auf Veränderungen im Rebland. „Aber gerade jetzt, wo die Infektionszahlen stetig fallen, der Sommer vor der Tür steht und die Menschen Urlaub machen wollen, jetzt muss das Rebland aktiv werden“, stellt die BBT-Chefin fest.

Schon lange gibt es Bestrebungen, die touristischen Strukturen im Rebland zu ordnen und voranzubringen. Auch die dazu notwendige Beschilderung ist seit rund zehn Jahren ein Thema in den entsprechenden Gremien. „Jetzt haben wir für dieses Projekt einen Zuschuss durch die Leader-Förderkulisse der EU erhalten“, verkündet Waggershauser und spricht von einem Förderzuschuss von 24.000 Euro. „Die restlichen Kosten von rund 23.600 Euro wird die Stadtverwaltung Baden-Baden beisteuern.“

Während bereits einige Willkommens-Schilder an den Ortseinfahrten in neuen Farben überarbeitet strahlen, sieht die Tourismuschefin den Start für die großen Hinweistafeln mit den einzelnen Rebland-Betrieben innerorts nach Freigabe der Fördermittel für den kommenden September. „Ich gehe davon aus, die Schilder im nächsten Frühjahr an den geplanten Stellen für unsere Besucher parat zu haben.“

Rebland ist eine Marke

Waggershauser hofft, mit dem Ende der Corona-Pandemie an die zuletzt stark gekletterten Besucherzahlen in der Bäderstadt Baden-Baden anschließen zu können. „Wir haben zuletzt über eine Millionen Besucher an der Oos begrüßt. Und die Zuwächse im Rebland lagen parallel dazu im Aufwärtstrend. Wir sollten jetzt alles dafür tun, dass die Menschen diese Qualität hier erkennen, sich hier wohl fühlen und wir die Arbeit an der Marke Rebland richtig machen.“

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