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Absage in Steinbach

Traditioneller Katharinenmarkt findet nur in Sasbach statt

In Sasbach sieht der Gemeinderat keinen Grund, den Katharinenmarkt wegen der Corona-Auflagen abzusagen. Dagegen ist der traditionelle Markt in Steinbach für dieses Jahr erneut abgesagt wegen des Mehraufwandes und vielen Absagen von Standbetreibern.

Margret Mergen kauft auf Katharinenmarkt 2018 ein Foto: Karl-Heinz Fischer

Der Katharinenmarkt ist in der Region seit Jahrhunderten eine feste Größe. Zahlreiche Stände laden zum Einkauf und es gibt viele regionale Erzeugnisse von Betrieben aus der Umgebung.

Genau reicht die Geschichte dieser traditionellen Veranstaltung bis in das Jahr 1782 zurück, als der Kardinal Eduard Rohan zu Straßburg dafür in der Ortenau die Genehmigung erteilte.

In der Geschichte wohl einmalig wird der Ausfall des Marktes in Sasbach bleiben: Denn nach dem coronabedingten Ausfall im vergangenen Jahr hat sich der Gemeinderat jüngst entschlossen, den „Sasbacher Nationalfeiertag“ unter entsprechenden Auflagen wieder aufleben zu lassen.

Anders sieht es dagegen im Rebland aus: Dort fiel die Entscheidung der Ortsverwaltung und des Ortschaftsrates für eine erneute Absage. Gründe seien die Corona-Pandemie und weniger Teilnehmer.

Neue Corona-Situation ermöglicht Markt in Sasbach

Es ist wie immer wohl eine Sache der Perspektive. Auch in Sasbach haben es sich die Beteiligten nicht einfach gemacht und lange an dem Konzept gearbeitet.

„Der Markt hat eine lange Tradition, verfügt über eine große Außenwirkung und der ganze Ort mit Vereinen, Einrichtungen und Gasthäusern ist mit einbezogen“, stellt Sasbachs Hauptamtsleiter Marcel Stöckel fest.

Er verweist auf die sich grundlegend geäderte rechtliche Ausgangslage gegenüber dem Vorjahr.

Unter Einhaltung der 3G-Regelung sei es möglich, eine Veranstaltung wie den Katharinenmarkt mit etwa 100 Ständen abzuhalten. „Wir gehen davon aus, dass die Besucher die 3G-Regel einhalten und sich entsprechend verhalten“, stellte der Hauptamtsleiter in einer Gemeinderatssitzung fest.

3G-Regeln werden am Eingang überprüft

Es soll an allen Eintrittsbereichen zur Marktfläche durch Schilder angezeigt werden, dass der Markt nur unter der 3G-Regel betreten werden darf, was auch für die Händler und teilnehmenden Vereine mit ihren Ständen gelte.

Dies werde auch durch den gemeindlichen Vollzugsdienst überprüft, der über Stichproben kontrolliere. Stadtrat Günter Dußmann sagte dazu: „Beim Blick auf volle Fußballstadien ist das Geschiebe erträglich.“

Zu viele Einschränkungen für Steinbach

Eine völlig anders Sicht ergibt sich dagegen in Steinbach. „Die Absage ist einerseits corona-bedingt, weil wir die Kontrollen nicht sicherstellen können. Es lagen andererseits zu wenig Anmeldungen vor, da viele bisher Teilnehmende von sich aus noch vorsichtig sind“, teilt Rebland-Ortsvorsteher Ulrich Hildner gegenüber dem ABB mit.

Die Ortsverwaltung und der Ortschaftsrat Rebland würden die Absage sehr bedauern. In einer Mitteilung heißt es weiter: „Einerseits lassen die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auflagen und Risiken auch angesichts der aktuellen Einstufung des Katharinenmarktes als Weihnachtsmarkt und die damit verbundenen Einschränkungen, Kontrollen und Vorschriften keine andere Wahl als die Absage des Katharinenmarktes 2021.“

Auch Vereine sagen ab

Andererseits würden zu wenig Anmeldungen vorliegen. „Auch zahlreiche langjährige Mitwirkende wären in diesem Jahr nicht dabei. Letztlich steht die Gesundheit sowohl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch der Gäste im Vordergrund“, teilt Ulrich Hildner weiter mit. „Es wurden im Vorfeld alle Beschicker angeschrieben, ob sie dazu kommen und nach Steinbach wollen.

Der Rücklauf war gelinde gesagt bescheiden. Es gab rund 50 Standbesitzer, die zusagten, sonst waren es in der Regel über 80. Viele Vereine aus dem Rebland haben diesmal abgesagt“, führt Roland Seiter aus. Hinzu kam ein erheblicher personeller Aufwand, was die 3G-Regel betreffe. „Beim Katharinenmarkt in Steinbach gibt es zum einen zehn Eingänge. Und darunter mehrere große wie bei der Alten Schule und am Postplatz.

Da müssten dann mindestens drei Leute stehen, damit dort keine längeren Staus für die Besucher entstehen“, erklärt der Pressesprecher der Stadt Baden-Baden die Umstände. Mit Blick auf die Marktbetreiber gebe es auch einen erheblichen Mehraufwand durch die 3G-Regel. Um die richtigen Abstände dafür einzuhalten müssten die Stände wesentlich länger und auch breiter dimensioniert werden.

„Es ist eine sachliche Abwägung. Deshalb freuen wir uns umso mehr auf den nächsten traditionellen Markt 2022“, betont Seiter. Der Katharinenmarkt in Steinbach findet immer an einem Mittwoch Ende November statt. Im Rahmen der Veranstaltung bieten meist rund 100 Teilnehmer mit ihren Ständen im und um das Städtle ihre Waren und Köstlichkeiten an.

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