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Entscheidung soll in dieser Woche fallen

Kreis schlägt Schwarzwaldhalle in Bühl als Impfzentrum vor

Der Landkreis Rastatt setzt für ein Impfzentrum auf die Schwarzwaldhalle in Bühl. Die Entscheidung fällt die Landesregierung. Sollte der Vorschlag genehmigt werden, hätte das Auswirkungen auf den Schulsport.

Neue Nutzung: Die Schwarzwaldhalle in Bühl soll nach dem Willen des Landkreises Rastatt zu einem Impfzentrum werden. Foto: Foto: Bernhard Margull

Die Schwarzwaldhalle in Bühl wird voraussichtlich zum Impfzentrum für den Landkreis Rastatt. Der Landkreis hat dem baden-württembergischen Sozialministerium die Schwarzwaldhalle als den am besten geeigneten Standort für die Einrichtung vorgeschlagen.

Die endgültige Entscheidung über den Standort trifft das Land. Zuvor hatte eine Delegation des Landratsamts Rastatt unter der Leitung des Ersten Landesbeamten Jörg Peter die beiden im Vorfeld als mögliche Standorte benannten Hallen begutachtet und deren Stärken und Schwächen für die Zwecke eines Impfzentrums ermittelt. Am Montag war die Delegation in Bühl.

Barrierefreiheit in der Schwarzwaldhalle als Pluspunkt

„Gegenüber der ebenfalls als möglich eingestuften Traischbachhalle in Gaggenau besticht die Schwarzwaldhalle in Bühl vor allem durch eine bereits vorhandene Barrierefreiheit“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Die Parkplatzsituation auch für Busse ist nach Ansicht des Landkreises sehr gut, außerdem sei die Schwarzwaldhalle in der Nähe des Bahnhofs gelegen und daher gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Schließlich wäre bei der monatelangen Nutzung der Bühler Schwarzwaldhalle als Kreis-Impfzentrum der Vereinssport deutlich weniger beeinträchtigt als in der Traischbachhalle Gaggenau.

Wir können eine Einbahnregelung einrichten.
Hubert Schnurr Oberbürgermeister

Der Bühler Oberbürgermeister Hubert Schnurr bestätigte im Gespräch mit der Redaktion diese Vorteile. Neben der Barrierefreiheit, der guten Parkmöglichkeiten und der guten Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln nannte er einen weiteren Aspekt: „Wir können in der Schwarzwaldhalle eine Einbahnregelung einrichten. Wer sich impfen lassen möchte, kann vorne in die Schwarzwaldhalle rein und sie hinten verlassen. Begegnungsverkehr kann auf diese Weise vermieden werden.“

Die Beeinträchtigungen für den Vereinssport seien gering, da der bauliche Zustand der Halle und der nicht ausreichende Brandschutz seit längerer Zeit schon die Möglichkeiten eingeschränkt hat. Bei Veranstaltungen dürfen maximal 200 Besucher in die Halle. Anders sieht es beim Schulsport aus. Hier räumt Schnurr ein, dass es Einschränkungen gebe werden, sollte das Land das geplante Kreis-Impfzentrum in der Schwarzwaldhalle genehmigen.

Entscheidung soll noch diese Woche fallen

Mit einer Entscheidung rechnet Schnurr noch in dieser Woche. „Für den Schulsport wird die Halle dann nicht zur Verfügung stehen“, sagte der Oberbürgermeister. „Wir sind es den Bürgern aber schuldig, mit dem Impfzentrum zur Eindämmung der Pandemie beizutragen.“

Es würden sicherlich Sportstunden ausfallen, da die übrigen Hallen die Belegung der Schwarzwaldhalle nicht komplett auffangen könnten. Schnurr hofft auf einen zeitigen Frühjahrsbeginn, um dann den Schulsport im Freien anbieten zu können.

Dass die grundsätzlichen Nutzungseinschränkungen der Schwarzwaldhalle in absehbarer Zeit aufgehoben werden können, glaubt Schnurr nicht: „Wir haben einen Sanierungsbedarf, der mit Sicherheit einen siebenstelligen Betrag erforderlich macht. Das können wir uns kurz- und mittelfristig nicht leisten.“ In den nächsten fünf Jahren werde sich an der aktuellen Situation nichts ändern.

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