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Viele freiwillige Helfer

Über 86.000 Menschen geimpft: Das Kreisimpfzentrum Bühl ist Vergangenheit

Schluss mit Impfen in Bühl: Seit Januar wurden in der Schwarzwaldhalle und durch die Kräfte des Mobilen Impfteams mehr als 86.000 Menschen auch in Pflegeeinrichtungen sowie bei Sonderaktionen gegen Covid geimpft.

Bald entfernt: Das große Hinweisschild in Richtung Schwarzwaldhalle bringen Carl Hoernecke, Medizinischer Leiter des Impfzentrums, und Pandemiebeauftragter Martin Holzapfel, noch einmal zur Geltung. Foto: Andreas Bühler

Es war eine gemeinsame, unkonventionelle Kraftanstrengung, die in enger Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und vielen freiwilligen Helfern zu einem Erfolg geführt hat: Mehr als 86.000 Menschen wurden seit dem 22. Januar in der Bühler Schwarzwaldhalle gegen Covid-19 geimpft.

Nun – mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen und einer Impfquote von rund 60 Prozent zusammen mit den Verabreichungen der Haus- und Betriebsärzte – wird das Kreisimpfzentrum geschlossen. Fast täglich erreichen die Bühler Stadtverwaltung zahlreiche Anfragen, wann die Schüler wieder die Hallen für den Sportunterricht nutzen können.

„Keine Frage, hier ist es gelungen, in kurzer Zeit eine sehr gut funktionierende Infrastruktur aufzubauen, um die Bevölkerung in dieser Pandemie durch Impfung zu schützen“, stellte Jörg Peter, Erster Landesbeamter des Landratsamtes Rastatt, am letzten Tag des Kreisimpfzentrums in der Runde der Verantwortlichen vor der Schwarzwaldhalle fest.

Starker Andrang zu Beginn der Impfkampagne

Zu Beginn der groß angelegten Impfkampagne Ende Januar gab es einen starken Andrang bei zu wenig verfügbarem Impfstoff. Erst Richtung Sommer gab es genügend Impfstoff, um die Nachfrage zu bedienen.

Parallel schwärmten Mobile Impfteams aus, um die besonders gefährdeten Personen vor allem in den Senioreneinrichtungen sowie auch in den einschlägigen Unterkünften und bei speziellen Sonderaktionen in den Städten und Gemeinden zu impfen.

Herstellung einer Grundimmunisierung im Fokus

„Es war in allen Belangen eine klasse Teamleistung, bei der sich jeder Einzelne stark eingebracht hat“, betonte auch Tobias Ulrich als Leiter der Organisation Impfzentrum.

Die beiden an das Kreisimpfzentrum angeschlossenen Teams waren vor allem durch die Helfer der DRK-Kreisverbände Bühl/Achern und auch Rastatt im Dauereinsatz.

Es haben alle an einem Strang gezogen.
Jörg Peter, Erster Landesbeamter

„Es haben hier wirklich alle an einem Strang gezogen. Der operative Betrieb lief hier rund. Wer wollte, konnte sich impfen lassen“, bilanzierte Jörg Peter und verwies neben Bühl auch auf die zahlreichen anderen Angebote, die etwa in Baden-Baden, Rastatt und Karlsruhe gemacht wurden.

Mit Beginn der Impfkampagne ging es in erster Linie um die Herstellung einer Grundimmunisierung mit Fokus auf der vollstationären Pflege. Dann im Verlauf der weiteren Impfkampagne wurde der Kreis auf weitere vulnerable Gruppen und Einrichtungen erweitert.

„Es hat sich hier gezeigt, dass über Bürokratie-Hürden hinweg das Impfzentrum sehr gut funktioniert hat“, stellte Bürgermeister Wolfgang Jokerst (Grüne) fest. Nicht zu vergessen seien die sehr vielen geleisteten Arbeitsstunden der freiwilligen Helfer, ohne die es nicht gegangen wäre.

„Allein das Mobile Impfteam leistete rund 5.480 Stunden, legte mehr als 10.000 Kilometer Wegstrecke zurück“, zählte Felix Brenneisen auf. Insgesamt seien 68 Einsatzkräfte allein aus dem Kreisverband Bühl-Achern im Einsatz gewesen, 132 Einsatzkräfte waren es in den Mobilen Impfteams“, stellte der Vorstand des DRK-Kreisverbandes fest. Insgesamt sind allein durch die Mobilen Impfteams rund 9.600 Impfungen verabreicht worden.

„Es war vor allem viel zu leisten im Bereich der Aufklärung. Die war besonders bei den Senioren gefragt“, stellte Martin Holzapfel fest.

Der Pandemiebeauftragte des Landkreises Rastatt merkte an, dass die Arbeit mit der Schließung des Kreisimpfzentrums nicht zu Ende sei. „Wir haben Anschlusstermine bei Hausärzten für abschließende Impfungen vereinbart. Und ich sehe auch noch einige Aufgaben bei der Impfung von Kindern.“ Gerade in diesem Bereich sei der Beratungsaufwand hoch. „Wir sollten zuversichtlich sein und die Angst davor nehmen, die Kinder zu impfen“, betonte er im Gespräch mit der Redaktion.

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