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Wegen Corona entstanden

In Bühl soll es 2022 wieder „Kultur im Klappstuhl“ geben

Die neue Bühler Kulturreihe „Kultur im Klappstuhl“ soll nächstes Jahr fortgesetzt werden. 2022 sollen weitere Spielstätten für die Klappstuhl-Konzerte dazu kommen.

Schlemmerein aus dem Picknickkorb: Die Gäste bei der ersten Ausgabe von „Diner en blanc“ waren von dem kulinarischen Angebot vollauf begeistert. Foto: Ursula Klöpfer

Die Reihe „Kultur im Klappstuhl“ soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Das kündigte Julia Huber, die Leiterin der städtischen Abteilung Kultur – Sport – Generationenarbeit, im BNN-Gespräch an.

Noch ist die in diesem Jahr eingeführte Veranstaltungsreihe nicht ganz über die Bühne gegangen, dennoch kann Huber bereits ein sehr positives Fazit ziehen. 16 Veranstaltungen seien geplant gewesen, drei hätten wetterbedingt abgesagt werden müssen.

Einen Nachholtermin gebe es nicht, das Geld aus den verkauften Karten werde wie angekündigt einem wohltätigen Zweck gespendet. Dass nur drei Veranstaltungen hätten abgesagt werden müssen, betrachtet Huber angesichts des überwiegend verregneten Sommers als „tolles Ergebnis“. Gebangt um weitere Termine habe sie aber oft.

Zwei Veranstaltungen stehen bei „Kultur im Klappstuhl“ 2021 noch aus

Zwei Veranstaltungen stehen noch aus: Am Freitag, 10. September, heißt es um 15 Uhr im Hof der Aloys-Schreiber-Schule „Singender und klingender Bauernhof“, angekündigt ist ein Liedertheater für Kinder ab vier Jahren.

Zwei Tage später tritt um 19 Uhr, ebenfalls im Hof der Aloys-Schreiber-Schule, die Big Band Brass ‘n’ Fun der Bühler Musikschule gemeinsam mit der Sängerin Sandie Wollasch auf.

Ganz unterschiedliche Bevölkerungsgruppen waren dabei.
Julia Huber, Abteilungsleiterin

Die beiden Veranstaltungen liegen auf dem zweiten September-Wochenende und damit auf dem angestammten Zwetschgenfest-Termin.

Die Klappstuhl-Konzerte seien aber ausdrücklich kein Ersatz für das zum zweiten Mal in Folge wegen der Corona-Pandemie ausfallenden Traditionsfest, die Reihe sei ein eigenständiges Format, sagt Huber.

Und das sei sehr gut angenommen worden: „Die Besucherresonanz war sehr hoch, und dank des abwechslungsreichen Programms von Kabarett über Poetry Slam bis hin zu Konzerten waren auch die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen dabei.“

Mehr als 1.000 Besucher bei „Kultur im Klappstuhl“ in Bühl

Die unterschiedlichen Veranstaltungsorte von der Burg Windeck bis zum Kloster Maria Hilf hätten ihren Teil zur Vielseitigkeit der Reihe beigetragen. Die maximal zugelassene Gästezahl habe je nach Ort variiert, unterm Strich habe man aber bislang deutlich mehr als 1.000 Besucher gezählt.

Viele seien auch voll des Lobes gewesen. Die lockere Atmosphäre sei ebenso gelobt worden wie das Ambiente einzelner Veranstaltungsstätten.

Als ein absoluter Höhepunkt habe sich das „Diner in Weiß“ im Hof des Klosters Maria Hilf erwiesen. Die Picknick-Körbe, die in Zusammenarbeit mit Bühler Gastronomen angeboten worden seien, seien ebenfalls gut angenommen worden. Auch die Künstler selbst waren angetan: Nach dem Beginn der Reihe seien Anfragen nach Auftrittsmöglichkeiten eingegangen, weshalb zusätzliche Termine anberaumt worden seien, so Huber.

All diese Erfahrungen der Premieren-Saison führten zur festen Absicht, die aus der Corona-Veranstaltungsnot heraus entwickelten Idee auch dann fortzuführen, wenn die Pandemie wieder Vergangenheit ist:

„Die Reihe bleibt keine einmalige Angelegenheit und wird 2022 auf jeden Fall wiederholt.“ Offen sei noch, ob das Angebot zusätzlich zum Kultursommer gemacht oder diesen ersetzen werde.

Kulturreihe in Bühl soll ausgeweitet werden

Zu einem Erkennungszeichen ist derweil der „Titelheld“ der Reihe geworden. Wer abends mit einem Klappstuhl durch die Stadt gelaufen sei, habe damit signalisiert, wo er hinwollte, und sei auch schon mal darauf angesprochen worden, sagt Julia Huber. Dieses Phänomen könnte noch ausgeweitet werden.

Denn ein Ziel im kommenden Jahr werde es sein, noch mehr Spielstätten in den Stadtteilen zur Klappstuhl-Arena zu machen. Vimbuch und Neusatz waren bei der Premiere bereits dabei, die in Weitenung und Altschweier geplanten Veranstaltungen hatten wetterbedingt abgesagt werden müssen.

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