Skip to main content

Risse in den Wänden

Lässt der Klimawandel eine Kirche in Bühl wackeln?

Im Untergrund der Pfarrkirche St. Dionys gibt es Probleme. Nun erkundeten Experten die Bodenbeschaffenheit vor der Sanierung. Was ist der Grund für die Risse im Gotteshaus?

Ortsbildprägend: Die Pfarrkirche St. Dionys in Moos hat ein Problem im Untergrund. Der Balkenrost unter dem Gebäude verottet. Foto: Jörg Seiler

Das Fundament der katholischen Kirche ist stellenweise verrottet – aber im Fall von St. Dionys in Moos geht es nicht um Ethik und Moral, sondern schlicht und ergreifend um Bauphysik. Deshalb fühlten die Experten von der Gesellschaft für Baugeologie und Messtechnik (gbm/Ettlingen) dem barocken Kirchenbau jetzt auf den Zahn oder besser in den Untergrund.

Rammkernsondierung heißt das Verfahren, das im beschaulichen Bühler Stadtteil für eine nicht alltägliche Geräuschkulisse sorgte. Es war ein hell und metallisch klingendes Hämmern einer motorgetriebenen Ramme, mit deren Hilfe die gbm-Mitarbeiter Damien Gut und Leon Schuller Metallrohre in den Boden trieben. Auch Architekt Alfons Burkart hatte sich an diesem sommerlichen Morgen in Moos eingefunden. Er ist Spezialist für Kirchensanierungen und kümmert sich nun darum, dass das schmucke, ortsbildprägende Gotteshaus nicht weiter zerbröselt.

Die Mooser Pfarrkirche, erbaut von 1784 bis 1788 und in den Jahren 1910 bis 1912 nach den Plänen des Karlsruher Architekten Johannes Schroth erweitert, bereitet den Fachleuten ziemliches Kopfzerbrechen. Im Februar wurde der Sakralbau aus Sicherheitsgründen Hals über Kopf dicht gemacht. Vor allem im südwestlichen Gebäudeteil taten sich Risse auf und wuchsen. Der Pfarrer sorgte sich und schaltete das Erzbischöfliche Bauamt ein.

Weiterlesen? Registrieren!

  • Zugriff auf alle Inhalte von BNN+
  • Kostenlos bis Jahresende, kein automatisches Abo
  • Weniger Werbung
Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang