Skip to main content

Matthias Bruder ist neuer stellvertretender Leiter im Polizeirevier Bühl

Matthias Bruder ist als neuer stellvertretender Leiter auch der Leiter der Führungsgruppe. Zuletzt war er für die Einführung der Bodycam im Polizeipräsidium Offenburg verantwortlich.

Stabwechsel: Janina Huber hat das Polizeirevier verlassen, Matthias Bruder (rechts) ist der neue Stellvertreter von Revierleiter Rolf Fritz. Foto: Heike Ehinger

Die ersten Eindrücke sind noch ganz frisch. Seit dem 1. Oktober ist Polizeihauptkommissar Matthias Bruder der neue stellvertretende Revierleiter der Bühler Polizei und der Leiter der Führungsgruppe.

Janina Huber hat wie geplant das Revier Bühl wieder verlassen . Revierleiter Rolf Fritz bescheinigt ihr eine „tolle Leistung“. Gerade in der Corona-Zeit mit einer sich fast schon stündlich verändernden Rechtslage habe sie sich hervorragend bewährt. Ihr Nachfolger ist fest beim Revier.

Der 45 Jahre alte dreifache Familienvater Bruder ist seit 1994 bei der Polizei. „Ich wollte mich in unserer Gesellschaft einbringen“, sagt Bruder. Schon auf dem Wirtschaftsgymnasium in Offenburg sei die Berufswahl gefallen. Er habe sie nie bereut, „auch in den zuletzt schwierigen Corona-Zeiten nicht. Es war die richtige Entscheidung.“

Begonnen hat die Laufbahn bei der Bereitschaftspolizei in Lahr. Nach erfolgreichem Abschluss des Fachlehrgangs in Freiburg und dem Studium an der Fachhochschule der Polizei in Villingen-Schwenningen kam er 1999 zum Polizeirevier Offenburg, wo er als Sachbearbeiter anfing und 2006 Dienstgruppenleiter wurde. Im Zuge der Polizeireform übernahm er 2012 das Geschäftszimmer für die Organisation des Führungsstabs im neuen Polizeipräsidium Offenburg, ehe er 2014 zur Führungsgruppe der Direktion Polizeireviere kam. Hier waren seine Kenntnisse regionaler Besonderheiten der Ortenau gefragt.

Matthias Bruder ist ein Fan der Bodycam für Polizisten

In den zurückliegenden drei Jahren war Bruder verantwortlich für die Einführung der Bodycam im Polizeipräsidium Offenburg. Er bezeichnet sich als „Fan“ der Bodycam, „die Grenzen dieses Einsatzmittels sind mir aber bewusst“. Bei Kontakten mit Betrunkenen und psychisch Kranken helfe es weniger, ansonsten mache es aber schon Eindruck, „dass man jetzt gefilmt wird und die Aufnahmen in einem möglichen Strafverfahren verwendet werden können“. Das helfe, gefährliche Situationen zu vermeiden

Gerade habe der Landtag die Rechte der Polizei erweitert, die Bodycam dürfe nun auch in Wohnungen verwendet werden. Dort warteten mitunter die gefährlichsten Situationen auf die Polizei, etwa in Fällen häuslicher Gewalt.

Die Aufnahmen könnten auch vor Gericht helfen: „Wenn jemand, der im Einsatz komplett ausgerastet ist, dort im Anzug und mit höflichem Auftreten erscheint, tut sich der Richter vielleicht schwer, sich das Vergehen vorstellen zu können, wenn es nur mündlich geschildert wird. In Bild und Ton macht das einen ganz anderen Eindruck.“ Umgekehrt könne die Bodycam auch das korrekte Vorgehen der Beamten belegen.

Dass es auch Fehler gebe, sei nur menschlich: „Dazu muss man dann stehen und die Sache ausräumen.“ Bruder sieht Deutschland als einen der besten Rechtsstaaten der Welt, das Beschwerdemanagement innerhalb der Polizei sei hervorragend: „Wir nehmen diese Dinge ernst, auch wenn es für uns nicht immer einfach ist.“ Wenn etwas Gravierendes vorgefallen sei, dann übernehme das der Staatsanwalt. Die Gewaltenteilung funktioniere.

Was zeichnet einen guten Polizisten aus?

Gute Polizeiarbeit lässt es gleich gar nicht so weit kommen. Was aber zeichnet einen guten Polizisten in Bruders Augen aus? „Er ist bürgernah, der Umgang mit den Bürgern professionell und freundlich, er ist ein Dienstleister, der aber auch erkennt, wenn es notwendig ist, die staatliche Autorität durchzusetzen.“ In Bühl lebe eine „tolle Bevölkerung“, die auf dem Boden des Rechtsstaats stehe: „Die Kunst ist es, den zu erkennen, bei dem dies nicht so ist, und dann auch mit notwendiger Konsequenz zu reagieren.“

Dass in Bühl gute Polizeiarbeit geleistet wird, steht für Bruder bereits fest, auch wenn der Ohlsbacher die Region und ihre Menschen erst noch genau kennenlernen müsse. „Das ist ein hervorragend organisiertes Polizeirevier mit einer gelebten Vertrauenskultur“, sagt er. Gerade erst habe eine Mitarbeiterbefragung hervorragende Ergebnisse geliefert. Das ist für den neuen Leiter der Führungsgruppe auch eine Verpflichtung: „Meine Vorgänger haben außergewöhnlich gute Arbeit geleistet. Dieses Niveau gilt es zu halten.“

nach oben Zurück zum Seitenanfang