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Musiker aus Bühl bei der Grammy-Gala in Los Angeles: „Es war mir eine Ehre“

Es hat nicht ganz gereicht für den aus Bühl stammenden Musiker Thomm Jutz. Bei der großen Grammy-Show in der Nacht zum Montag in Los Angeles machten andere das Rennen. Wir haben mit ihm gesprochen.

Von Bühl nach Nashville: Thomm Jutz lebt und arbeitet seit 2003 in der Country-Hochburg. Sein Album „Living in two worlds Vol. 1“ war für den Grammy nominiert. Foto: Jefferson Ross

Unmittelbar nach der Entscheidung über die begehrten goldenen Grammofone unterhielt sich unser Mitarbeiter Klaus-Peter Maier mit dem aus Bühl stammenden und Nashville lebenden Musiker, Songwriter und Produzenten, der mit seinem Album „To Live In Two Worlds, Vol.1“ für den Award in der Kategorie Bestes Bluegrass-Album nominiert war.

Überwiegt die Freunde über die Nominierung, die ja an sich schon ein großer Erfolg ist, oder doch die Enttäuschung, dass der Grammy in andere Hände ging?
Thomm Jutz

Ich kann nicht sagen, dass ich enttäuscht bin. Ich habe nicht erwartet, zu gewinnen. Das war ein tolles Feld von anderen, die nominiert waren, und es war eine große Ehre, mit Danny Barnes, den Steep Canyon Rangers, Billy Strings und dem John Hartford Fiddle Tune Project in einer Kategorie zu sein.

Letztlich hieß es: The Grammy goes to … Billy Strings, der mit seinem Album „Home“ das Rennen unter den fünf Bewerbern machte. Haben Sie damit gerechnet?
Jutz

Ich habe schon gedacht, dass entweder er oder aber das John Hartford Fiddle Tune Project den Grammy gewinnt.

Wie sind Ihre Eindrücke von der Awards Premiere Ceremony?
Jutz

Ich habe die Gala zu Hause zusammen mit meiner Frau auf einer speziellen Internet-Plattform verfolgt. Wer gewinnt, wird live in die Sendung zugeschaltet für ein Statement. Da war ‘ne spannende Sache. Der ganze Prozess war spannend und eine große Erfahrung. Es war ja das erste Mal, dass ich nominiert war.

Welche Bedeutung hat der Grammy in der Musikbranche?
Jutz

Der Grammy ist auf jeden Fall die größte Auszeichnung im Musikbusiness. Schon die Nominierung ist eine große Sache. Das hat zwar mein Leben nicht direkt verändert, aber indi-rekt ist es dadurch sicher einfacher, Sounds anzubieten, und bestimmte Türen werden damit mit Sicherheit leichter geöffnet.

Ein Jahr im Zeichen von Corona liegt hinter uns - und ein Ende der Pandemie ist noch nicht in Sicht. Mit welchen Gefühlen blicken Sie zurück und nach vorne?
Jutz

Für mich war es ganz okay. Ich habe mich schon am Anfang dafür entschieden zu versuchen, so kreativ wie möglich zu sein. Nicht dass ich nach einem Jahr zurückblicke und mich wundere, was ich in dieser Zeit gemacht habe. Ich habe viele Songs geschrieben und viel unterrichtet an der Belmont University hier in Nashville und noch viele andere Sachen für Film und TV in die Wege geleitet. Und so geht es jetzt weiter.

Das heißt konkret?
Jutz

Ich habe gerade ein Duo-Album mit Tammy Rogers zusammengestellt. Der Titel heißt „I Surely Will Be Singing“. Jetzt verhandeln wir gerade über das Veröffentlichungsdatum und weitere Details. Und ich habe noch ein paar andere Kooperationen im Kopf, die ich machen will, unter anderem mit Tim Stafford und Mike Compton. Das Jahr wird mit Sicherheit sehr busy sein.

Ist wieder einmal ein Aufenthalt in der alten Heimat Bühl geplant?
Jutz

Ich sehe keine Chance, im Sommer zu kommen, aber ich denke, dass es vielleicht im Winter möglich sein wird. Aber das hängt ganz davon ab, wie es mit der Corona-Pandemie ausgeht.

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