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Erinnerung als Lebenswerk

Mutmacherin für ein Leben in Freiheit und Toleranz: Bühler Ehrenbürgerin Anneliese Knoop-Graf wäre jetzt 100 Jahre alt

Ihr Lebenswerk war die Erinnerung an ihren Bruder Willi Graf und die Widerstandsgruppe Weiße Rose: Die Bühler Ehrenbürgerin Anneliese Knoop-Graf würde an diesem Samstag 100 Jahre alt.

Die kleine Schwester: So überschrieb Ulrich Tukur 1993 einen Film über Anneliese-Knoop Graf. Ihr Lebenswerk war die Erinnerung an Willi Graf und die Weiße Rose. Foto: Foto: Herman Mayer

Die Vergangenheit war die Quelle, aus der sie schöpfte, die Zukunft war ihr Anliegen: „Ich bin unseren Toten verpflichtet, nicht nur die Unruhe über ihren Tod weiterzutragen, sondern auch in der heutigen Generation das Bewusstsein wachzuhalten“, sagte Anneliese Knoop-Graf einmal. An diesem Samstag wäre die Ehrenbürgerin der Stadt Bühl 100 Jahre alt geworden.

Man mag es als böse Ironie betrachten, dass ihr Geburtstag just auf den 30. Januar fiel. Als 1933 die Nationalsozialisten die Macht übernahmen, feierte Anneliese Graf ihren zwölften Geburtstag. Sie war die jüngere Schwester von Willi Graf, der in der Widerstandsgruppe Weiße Rose gegen das Terror-Regime kämpfte.

Nach einem Schauprozess wurde er im Oktober 1943 ermordet. Das Vermächtnis der Gruppe um Sophie und Hans Scholl wurde für Grafs Schwester zum Lebenswerk. In zahlreichen Vorträgen und Diskussionen nicht nur in Schulen und an Universitäten setzte sie sich ebenso intensiv mit dem Nationalsozialismus auseinander wie in zahlreichen Veröffentlichungen. 1988 gab sie gemeinsam mit Inge Jens eine kommentierte Ausgabe des Tagebuchs und der Briefe ihres Bruders heraus.

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