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Beliebter Treffpunkt in Eisenthal

Neue Investitionen notwendig: Stadt Bühl bürgt für Dorv-Laden

Seit sieben Jahren gibt es den Dorv-Laden in Eisental. Zuletzt beeinträchtigten die Corona-Pandemie und der Umbau des Trottenplatzes den Betrieb. Jetzt wird ein neues Darlehen aufgenommen.

Treffpunkt in der Ortsmitte: Der Dorv-Laden in Eisental hat seit sieben Jahren geöffnet. Für Investitionen soll jetzt ein neues Darlehen aufgenommen werden. Foto: Bernhard Margull

Die Stadt Bühl übernimmt eine Ausfallbürgschaft für die Dorv-Zentrum Eisental GmbH. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Es geht um ein Darlehen über 50.000 Euro auf zehn Jahre für den Betrieb des Dorv-Ladens.

Seit sieben Jahren bietet das Dorv-Zentrum Dienstleistungen und ortsnahe Rundum-Versorgung, daraus leitet sich auch das Kürzel ab. Die eigens gegründete Dorv-Zentrum Eisental GmbH brachte 65.000 Euro Eigenkapital in das Projekt ein. Für ein zur Finanzierung der Erstanschaffungen aufgenommenes Darlehen von 80.000 Euro übernahm die Stadt eine Ausfallbürgschaft. Dieses Darlehen ist inzwischen bis auf 9.000 Euro getilgt worden. Jetzt sind Erneuerungs- und. Ersatzinvestitionen in eine umweltfreundlichere und gleichzeitig auch kostensenkende Technik der Kühlung notwendig geworden.

Dorv-Laden will Angebot erweitern

Wie Ortsvorsteher Jürgen Lauten sagte, seien vor sieben Jahren viele gebrauchte Gegenstände gekauft worden, auch Kühlgeräte, „die enorm Strom fressen und energetisch eine Katastrophe sind“. Das solle jetzt geändert werden. Außerdem wolle der Laden das Angebot um regionale und biologische Produkte erweitern.

Durch die schnelle Tilgung des ursprünglichen Darlehens in relativer kurzer Zeit sind die Möglichkeiten notwendiger Erneuerungsinvestitionen eingeschränkt. Die Corona-Pandemie habe das noch verstärkt, sagte Ortsvorsteher Jürgen Lauten. Man habe im Laden umstrukturieren müssen und müsse dies auch jetzt wieder, was auch Kosten verursache.

Doch nicht nur das, auch die mit der Umgestaltung des Trottenplatzes einhergehenden Sperrungen hätten sich ausgewirkt. Weil sie die Parkmöglichkeiten eingeschränkt sahen, seien weniger Kunden aus dem Baden-Badener Rebland gekommen. „Wir hoffen, sie kommen zurück“, sagte Lauten. Der Laden habe sehr treue Kunden, denen es auch zu verdanken sei, dass die durch die Arbeiten am Trottenplatz befürchteten 30-prozentigen Umsatzrückgänge nicht eingetroffen sei: „, mit allenfalls leichten Verlusten.“

Unkenrufe widerlegt

Insgesamt sei der Dorv-Laden auf einem guten Weg. Die Zuversicht nähre sich auch aus der ehrenamtlichen Hilfe von Branchenkennern.

Wir kommen wohl null auf null raus, mit allenfalls leichten Verlusten.
Jürgen Lauten Ortsvorsteher

Von den Fraktionssprechern gab es durch die Bank Lob. Dass das Ursprungsdarlehen fast zurückgezahlt sei, lasse annehmen, „dass das Geschäft läuft und wir kein Bauchweh haben müssen, wenn wir der Ausfallbürgschaft zustimmen“, sagte Peter Hirn (SPD). Georg Feuerer (CDU) freute sich, dass die Unkenrufe, der Laden sei nach zwei oder drei Jahren wieder von der Bildfläche verschwunden, widerlegt werden konnten.

Es sei ein sozialer Treffpunkt, aber eben auch ein Wirtschaftsunternehmen. Zu hoffen sei, dass der Dorv-Laden auch künftig der Mittelpunkt des Dorfes sei. Jegliches privates Engagement sei zu unterstützen, sagte Lutz Jäckel (FDP). Karl Ehinger (FW) sprach von einer wichtigen Einrichtung, die andernorts als Vorbild diene, und Walter Seifermann (GAL) bezeichnete das Engagement in Eisental als vorbildlich.

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